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Marktkommentar

Patrick Linden (Rouvier Associés): Aufschwung erscheint vor politischem Hintergrund paradox

Die Aktienmärkte profitierten von der ausgezeichneten Entwicklung im September und zeigten sich zum Ende des dritten Quartals gut erholt: Zum 30. September verzeichnete der europäische Aktienindex MSCI Europe (bei Wiederanlage der Dividenden) seit Jahresbeginn ein Plus von 9,6% (gegenüber 6,7% zum 30. Juni), während der MSCI World Net einen Zuwachs von 3,5% in Euro (gegenüber 2,3% zum Monatsende Juni) verbuchen konnte.
© Rouvier Associés

Dieser neue Schwung nach einem leichten Wiederanstieg der Risikoaversion im Laufe der Sommermonate erscheint vor dem Hintergrund der jüngsten politischen Ereignisse und klimatischen Entwicklungen paradox: Spannungen in Korea, ein Wahlergebnis in Deutschland, das Fragen aufwirft und aus dem manch einer gar eine Rückzugstendenz der größten europäischen Volkswirtschaft herausliest, die Aufnahme von konkreten Verhandlungen über die Brexit-Bedingungen zwischen Großbritannien und Europa sowie eine Häufung von Klimakatastrophen. Auch die festgefahrene Situation in Katalonien scheint sich bislang nicht negativ auszuwirken.

Der Aufschwung zeugt davon, dass die Märkte ihren Fokus mangels liquider und sicherer Alternativen zu Aktienanlagen auf die gute weltwirtschaftliche Konjunktur und die Unternehmenszahlen richten. Die hier zuletzt bereits kommentierten Halbjahreszahlen unterstreichen die positive Entwicklung. Gestützt werden könnte der Aufwärtstrend an den Märkten durch einen neuen Anlauf beim Projekt Steuerreform in den USA, bei dem nunmehr die Rückführung von Gewinnen US-amerikanischer Unternehmen und die Abzugsfähigkeit von Investitionen im Vordergrund stehen. Folgen dieser Entwicklung könnten ein stärkerer Dollar und ein Zinsanstieg bei zehnjährigen Treasuries sein.

Die Aktienfonds der SICAV Rouvier zeigen vor diesem Hintergrund weiterhin eine respektable Entwicklung. Der Rouvier Valeurs verzeichnet für das Quartal und den Monat September unter Wahrung seines auf langfristige Wertsteigerung ausgerichteten Profils und mit einem Anteil von 15% an liquiden Mitteln ein Plus von 3,6%, der Wertzuwachs seit Jahresbeginn beträgt 9,5%.

Der Rouvier Europe konnte seit Beginn des Jahres um 9% zulegen. Für das Quartal ergibt sich ein Plus von 2,7% und für den Monat September ein Zuwachs von 3,8%. Diese positive Dynamik wird sich weiter verstärken, wenn die Finanztitel im Portfolio, denen die Analysten sehr solide Halbjahresergebnisse bescheinigt haben, an der Aufwärtsbewegung an den Märkten partizipieren.

Der Rouvier Évolution hat mit einem Wertzuwachs von 4,4% seit Jahresbeginn bzw. 2,3% im September angemessen von der Wertsteigerung des nicht abgesicherten Pendants Rouvier Valeurs profitiert. Die systematische Absicherungsstrategie des Fonds bleibt weiterhin kostspielig, solange die Volatilität nicht ansteigt. Allerdings hat diese Politik den Vorteil, dass die Fondsmanager nicht über den (in diesem Fall durchwachsenen) Ausgang und die (in diesem Fall nicht vorhandenen) Kursreaktionen auf Ereignisse wie die Bundestagswahl in Deutschland spekulieren müssen und die Anleger zugleich vor naturgemäß unvorhersehbaren „schwarzen Schwänen“ geschützt sind.

Der Rouvier Patrimoine, dem die gute Entwicklung seiner Anleihekomponente (+0,4% vor Kosten, während der Referenzindex für den Rentenmarkt ein Minus von 0,3% verbuchte) und der positive Beitrag seiner Aktienkomponente (+14,5% vor Kosten) eine Wertsteigerung um 2,2% seit Jahresbeginn beschert haben, entwickelt sich weiterhin in Einklang mit seinen Anlagezielen.

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Autor: Patrick Linden
Unternehmen: Rouviers Associés