27.03.2026 -
Passiv investieren gilt als Allheilmittel. Doch was bei reinen Aktienportfolios oft funktioniert, erweist sich im Multi-Asset-Bereich als gefährlicher Trugschluss. Wer stur an passiven 60/40-Portfolios festhält, steuert in Krisen sehenden Auges auf Probleme zu. Wir zeigen, warum echte Multi-Asset-Strategien aktive Steuerung benötigen, warum ETFs bei echter Diversifikation an ihre Grenzen stoßen und worauf der Asset Manager der Evangelischen Bank, EB-SIM, bei seinem Multi-Asset-Ansatz achtet.
Die Zinsfalle: Warum starre Allokationen in Krisen nicht funktioniert
Ein zentrales Problem passiver ETF-Mischfonds ist, dass sie einem sich wandelnden makroökonomischen Umfeld vollkommen blind gegenüberstehen. Ein solches Vehikel kauft stur nach seiner vorgegebenen Indexgewichtung. So muss es beispielsweise stets 40 Prozent Anleihen halten. Das gilt selbst dann, wenn die Zinsen bei null Prozent liegen, eine markante Zinserhöhung unausweichlich ist und massive Kursverluste am Rentenmarkt drohen.
Erschwerend kommt hinzu, dass Anleihen-ETFs systembedingt genau den Schuldnern das meiste Gewicht einräumen, die die höchsten Schuldenberge angehäuft haben. Dies ist ein gefährlicher systemischer Konstruktionsfehler. Wie vorteilhaft ein aktiver, vorausschauender Ansatz in derartigen Krisenphasen ist, beweist das erfahrene Management-Team des EB - Multi-Asset Conservative unter der Leitung von Fondsmanager Sebastian Kösters.
Als die globalen Märkte ab 2022 vom Zinswende-Schock überrollt wurden, war das EB-SIM-Team bereits vorbereitet. Während der Anleiheanteil in passiven Fonds Verluste generierte, konnte das aktive Management rechtzeitig die Reißleine ziehen. Gerade im professionellen Multi-Asset-Management ist es für Anleger ein entscheidender Vorteil, tiefe Drawdowns zu vermeiden, um den langfristigen Zinseszinseffekt zu nutzen, als stur der Marktentwicklung zu folgen, die kurzfristig vielleicht eine höhere Rendite verspricht.
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