09.03.2026 -
Was der Iran-Krieg für die Konjunktur bedeuten könnte
Die Eskalation im Nahen Osten und die effektive Sperrung der Straße von Hormus haben erhebliche Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte und die Weltwirtschaft. Da die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Iran-Kriegs nach wie vor sehr hoch ist, bietet es sich an, in Szenarien über die konjunkturellen Auswirkungen nachzudenken. In unserem Bericht analysieren wir zwei Szenarien – ein „glimpfliches“ und ein „ungünstiges“ – und zeigen auf, welche Auswirkungen diese auf das Wirtschaftswachstum, die Inflation und das weitere Vorgehen der Notenbanken in der Eurozone, den USA und Großbritannien haben. Im glimpflichen Szenario wird der Konflikt bis Ende März beigelegt. Dann bleiben die wirtschaftlichen Folgen begrenzt. Im ungünstigen Szenario bleibt die Straße von Hormus für sechs Monate gesperrt. In der Folge erreichen die Energiepreise für längere Zeit ein hohes Niveau, was die Inflationsraten deutlich erhöht und das Wirtschaftswachstum stark dämpft. Wir halten das glimpfliche Szenario für wahrscheinlicher. US-Präsident Trump dürfte ein großes Interesse haben, den unpopulären Anstieg der Benzinpreise in den USA bald zu beenden.
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