Die Aktienmärkte zeigten sich im November insgesamt stabil. In den USA erreichten S&P 500 und Nasdaq erneut neue Höchststände, getragen vor allem von Technologiewerten. Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten NVIDIA-Zahlen, die als Stimmungsindikator für den KI-Sektor gelten, zeigte sich der Markt zunächst nervös. Doch mit einem weiteren deutlichen Umsatzsprung übertraf NVIDIA erneut die Erwartungen. Dennoch wurde deutlich: Auch starke Zahlen schützen Technologiewerte nicht vor Rücksetzern – die Euphorie war nur von kurzer Dauer, Gewinnmitnahmen setzten schnell ein.
Nach über sechs Wochen endete Mitte November der bislang längste US-Government-Shutdown. Während dieser Zeit fehlten zentrale Konjunkturdaten wie Arbeitsmarkt- und Inflationszahlen teilweise oder wurden nur verzögert veröffentlicht. Die wirtschaftlichen Schäden dürften begrenzt bleiben, doch die Unsicherheit belastete vorübergehend die Marktstimmung.
Europa entwickelte sich zurückhaltender – der DAX schloss den Monat leicht im Minus, erholte sich jedoch zum Monatsende spürbar.
Notenbanken: Fed bleibt vorsichtig – Märkte hoffen auf Zinssenkung
Die US-Notenbank hatte bereits im Oktober die Zinsen leicht gesenkt, signalisiert im November jedoch eine abwartende, datenabhängige Haltung. Zwar preisen die Märkte für Dezember eine weitere Zinssenkung ein, konkrete Signale blieben jedoch aus. Die EZB ließ ihren Leitzins unverändert – die Inflation in der Eurozone liegt weiter nahe dem Zielwert von 2 %. Deutsche Staatsanleihen verzeichneten im November über das gesamte Laufzeitband hinweg infolgedessen leicht steigende Renditen.
Regionale und sektorale Trends
Ein von der US-Regierung vorgestellter Friedensplan brachte neue Bewegung in den Ukraine-Konflikt und sorgte insbesondere bei Rüstungswerten für Kursrücksetzer. Zeitgleich löste der Vorstoß sowohl in der Ukraine als auch in Europa Irritationen aus, da der Plan ohne Rücksprache mit den betroffenen Parteien entstand und eine deutlich pro-russische Handschrift trug.
Auf regionaler Ebene zeigte der japanische Aktienmarkt nach einem starken Oktober eine leichte Gegenbewegung, die jedoch noch keinen Trendbruch signalisiert. Positiv entwickelte sich der kanadische Aktienmarkt, den wir seit Juli breit über ETFs zu Lasten kanadischer Einzeltitel aufgebaut haben. Mit einer Monatsperformance von über 9 % konnte das breitere Kanada-Exposure unsere bisherigen Einzelwerte – insbesondere aus Bahn- und Einzelhandel – deutlich outperformen.
Unsere Positionierung
Im November haben wir im R+P Rendite Plus gezielt Marktchancen genutzt und fällige Anleihen sowie freie Liquidität in kurzlaufende Euro-Anleihen mit guter Bonität umgeschichtet.
Im R+P Universal sowie dem Pro Strategy Fund haben wir die breite Diversifikation weiter gestärkt. Der R+P Universal schloss den Monat leicht positiv ab – getragen von der robusten Aktienmarktentwicklung und einer stabilen regionalen Allokation.
Wir bedanken uns herzlich bei Ihnen, unseren Kunden, Investoren und Geschäftspartnern, für Ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit in diesem erfolgreichen Jahr. Mit positiver Gelassenheit blicken wir auf das, was 2026 für uns bereithält – und freuen uns darauf, diesen Weg weiterhin gemeinsam mit Ihnen zu gestalten.
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