Das Kapitalmarktjahr 2025 fand ein insgesamt erfreuliches Ende. Zwar blieb im Dezember die traditionell erhoffte „Santa Rally“ weitgehend aus, doch hielten sich die Aktienmärkte auf hohem Niveau stabil. In den USA markierten S&P 500 und Dow Jones neue Allzeithochs, getragen von Tech-Titeln und der Aussicht auf weiter sinkende Zinsen. Die US-Notenbank senkte zum Jahresausklang erneut den Leitzins, während die EZB ihren abwartenden Kurs beibehielt. Europas Börsen entwickelten sich verhaltener – der DAX konnte im ruhigen Feiertagshandel noch leicht zulegen.
In der Rückschau war 2025 ein Jahr voller Gegensätze – und Chancen. Auf starke Aufwärtsphasen folgten wiederholt Phasen der Verunsicherung. Besonders hervorzuheben:
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KI-Rally & Tech-Konzentration: Der Boom rund um Künstliche Intelligenz – angeführt von NVIDIA – trieb große Teile der US-Börse an. Allerdings blieb die Marktbreite schwach, da viele Mittel- und Nebenwerte kaum mithalten konnten. Interessant: Trotz der dominanten Medienpräsenz zählten nicht Tech-Titel, sondern Sektoren wie Banken, Versorger und Rüstungswerte zu den Performanceführern auf Jahressicht.
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Zinswende in den USA: Nach dem Zinshoch 2024 leitete die US-Notenbank ab dem Frühjahr schrittweise Zinssenkungen ein – ein zentraler Treiber für risikobehaftete Anlageklassen.
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Zölle & Geopolitik: Wiederholte Zollandrohungen der USA – teils gezielt gegen China, teils auch gegenüber anderen Handelspartnern – sorgten zwischenzeitlich für Unruhe, wurden zum Jahresende jedoch entschärft.
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„Japan-Schock“ im Sommer: Eine überraschend hawkishe Wendung der Bank of Japan mit steigenden Anleiherenditen löste im Juli eine kurzfristige Korrektur an den globalen Märkten aus, die aber rasch überwunden wurde.
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US-Dollar-Verfall: Der Dollar verlor über das Jahr hinweg spürbar an Wert. Für europäische Anleger wurde dadurch ein Teil der starken US-Aktienperformance relativiert.
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Edelmetall-Rallye: Gold profitierte von der geopolitischen Unsicherheit, der Zinswende und der Dollar-Schwäche. Seit November zog auch Silber deutlich an und erlebte eine späte, aber dynamische Aufholbewegung.
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Emerging Markets holen auf: Nach mehreren schwachen Jahren zeigten sich Schwellenländerbörsen 2025 deutlich erholt. Unterstützt durch die Dollar-Schwäche, sinkende US-Zinsen und Kapitalzuflüsse in Asien und Lateinamerika konnten sie in Summe die großen Industrieindizes – teils erstmals seit Jahren – übertreffen. Besonders rohstoffreiche Länder sowie Technologiestandorte in Südostasien profitierten überdurchschnittlich.
Trotz zahlreicher Unsicherheiten zeigten sich die Märkte insgesamt robust – getragen von geldpolitischer Unterstützung, resilienter US-Konjunktur und teils überraschend starken Unternehmensgewinnen.
Unsere Positionierung
Nach einem relativ schwachen ersten Halbjahr – vor allem belastet durch die US-Dollar-Stärke und Einzelpositionen im Konsumsektor – konnten wir im zweiten Halbjahr deutlich Boden gutmachen. Die strategische Neuausrichtung unserer Fonds, weg von selektiven Einzelwerten hin zu einer systematischen ETF-Strategie mit branchenbezogenen Beimischungen auf Basis starker Momentum-Signale, hat Wirkung gezeigt. Die Abstände zu relevanten Vergleichsbenchmarks wurden im Jahresverlauf spürbar reduziert. Diese prognosearme, disziplinierte Ausrichtung werden wir auch zukünftig konsequent fortführen.
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Der R+P Rendite Plus erzielte mit über 7 % Jahresperformance erneut ein überdurchschnittlich starkes Ergebnis. Per 30.11.2025 wurde er im Scope-Rating als bester defensiver Mischfonds über drei Jahre (Rendite, Risiko und Kosten) ausgezeichnet. Neben der breiten Aktienmarktausrichtung trugen vor allem die Goldbeimischung sowie die neue strategische Gewichtung in Emerging Markets sowie dem asiatischen Raum maßgeblich zum Erfolg bei.
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Der Pro Strategy Fonds beendete das Jahr mit einem Plus von +4,2 % – und lag damit erstmals seit Jahren vor dem R+P Universal. Auch hier zahlten sich die neue breite Marktausrichtung sowie die Aufnahme von Gold und Silber als strategische Diversifikationsbausteine klar aus.
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Beim R+P Universal-Fonds begann die Umstellung etwas später, konnte sich jedoch im Jahresverlauf zunehmend stabilisieren. Besonders vor dem Hintergrund der zu Jahresbeginn noch hohen US-Dollar-Quote ist das Jahresergebnis als erfreulich zu bewerten. Mit der inzwischen deutlich breiteren Streuung sehen wir auch hier ein gutes Fundament für 2026.
Wir bedanken uns herzlich für Ihr Vertrauen im zurückliegenden Jahr und blicken mit der neuen, fokussierten Ausrichtung zuversichtlich auf das Jahr 2026.