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Pressemitteilung

ARGENTUM: Wird es ein trüber Herbst?

© ARGENTUM

09.09.2022 - Der Sommer hatte eine kurze Zeit der Hoffnung gebracht, dass sich die schwierige Situation an den Kapitalmärkten etwas entspannt. Die Indizes haben zügig mehrere Prozent hinzugewonnen, und die Anleger haben sich trotz der großen Hitze motiviert gezeigt, in die Zukunft zu investieren. Doch so schnell wie der Aufschwung kam, so schnell ging er auch wieder. Die Energiekrise und die Inflationssorgen haben dem Enthusiasmus und der Hoffnung einen Riegel vorgeschoben, sodass die Gewinne schnell wieder verloren gegangen sind. Seither pendeln die Märkte seitwärts, niemand wagt sich richtig aus der Deckung.

Die Problemlagen haben sich nicht geändert. Der Inflations- und Zinsanstieg, die Sorgen um einen energiearmen Winter und der fortgesetzte Krieg in der Ukraine sind die wesentlichen negativen Treiber. Diese werden sich so schnell nicht lösen können, sodass sich die Marktteilnehmer vermutlich auf weitere ruppige Monate einstellen müssen. Selbst für kommendes Jahr gibt es keine Entwarnung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) traut der deutschen Wirtschaft in diesem und im nächsten Jahr nur noch ein vergleichsweise mageres Wachstum zu. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2022 um 1,2 Prozent zulegen und danach nur noch um 0,8 Prozent. „Wir glauben, dass dieses und nächstes Jahr für die deutsche Wirtschaft herausfordernd wird“, sagte IWF-Deutschland-Expertin Oya Celasun.

Auf diese Faktoren gilt es Rücksicht zu nehmen – aber genauso gilt es, sich davon nicht verrückt machen zu lassen. Die Welt und die Kapitalmärkte haben schon immer Krisen erlebt, aber vor allem die Börsen haben auch die heftigsten Schwächephasen nach einer gewissen Zeit wieder ausgeglichen. Ein Beispiel: Das DAX-Rendite-Dreieck zeigt, dass sich in den vergangenen 50 Jahren breit gestreutes und langfristiges Sparen in Aktien ausgezahlt hat. Wer in Aktien des Deutschen Aktienindex DAX gespart hat, partizipierte an der Kursentwicklung und den Dividenden der großen deutschen Börsenwerte. So konnte man beispielsweise bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 8,6 Prozent im Jahr auf das angelegte Geld erwirtschaften. Im schlechtesten Fall lag die jährliche Rendite bei 3,3 Prozent, im besten bei 15,2 Prozent!

In den besagten 50 Jahren haben wir die Ölkrise gesehen, Kriege im Nahen Osten und auf dem Balkan, das Platzen der Dotcom-Blase und die Terroranschläge des 11. September 2001 mit allen politischen und kriegerischen Auswirkungen, die Finanzkrise und die Covid-19-Pandemie. Das zeigt, dass Wirtschaft und Kapitalmärkte auf lange Sicht sehr robust sind und sich die Aktienanlage immer lohnt. Wir stehen zur Anlageklasse Aktie und halten die Kapitalmärkte grundsätzlich für intakt und attraktiv. Breit gestreut in Aktien unterschiedlicher Branchen zu investieren, verringert spürbar das Risiko eines Totalverlustes, der bei einem Investment in eine einzelne Aktie nie ausgeschlossen werden kann. Je länger der Anlagehorizont, desto geringer die Gefahr, mit Aktien Verluste zu erleiden. Langfristig orientierte Anleger müssen bei kurz- und mittelfristigen Kursschwankungen nicht nervös werden.

Wir raten somit weiterhin dazu, sich nicht vom Aktienmarkt abzuwenden, sondern vielmehr gezielt interessante Fondsanteile zu erwerben und sich frühzeitig für den Rebound zu positionieren. Der günstige Einstieg ist der erste Weg zum Gewinn. Das allgemeine Umfeld bleibt langfristig aktienfreundlich und damit intakt. Dafür braucht man Geduld, Ruhe und Gelassenheit. Wer Schwankungen einfach wegsteckt und investiert bleibt, wird auf lange Sicht immer Gewinne erzielen und sein Vermögen damit schützen.

Ausblick

Die oben genannten Problemlagen werden sich nicht einfach so in Luft auflösen. Das Thema Inflation wird 2023 nicht verschwinden. Lieferengpässe und geopolitische Spannungen dürften fortwirken. In der Juni-Projektion erwartete die Deutsche Bundesbank für 2023 eine Teuerung von 4,5 Prozent. Die EU-Kommission wiederum erwartet für Deutschland dieses Jahr eine Inflationsrate von 7,9 Prozent, im nächsten Jahr soll die Preissteigerung immer noch bei 4,8 Prozent liegen. Die Erwartung für die Inflation ist für Deutschland damit etwas höher als im Durchschnitt der Euro-Zone. Eine solch dramatische Teuerung hat die Bundesrepublik zuletzt vor rund 50 Jahren erlebt, damals aber nur kurzfristig.

In den Prognosen werden auch weitere Leitzinserhöhungen von der EZB für 2022 erwartet, von heute 0,5 auf ein bis 1,25 Prozent. Im Folgejahr könnte die EZB abwarten, ob eine mögliche Rezession ausreicht, um die mittelfristige Inflationsrate in Richtung zwei Prozent zu drücken. Dennoch sollte der Leitzins Ende 2023 beziehungsweise im Laufe von 2024 auf ca. zwei Prozent erhöht werden. Auch das kann sich erst einmal negativ auf die Aktienmärkte auswirken, und auch Immobilieninvestitionen können komplizierter werden, sodass Anleger genau bei ihren Engagements hinschauen müssen.

Es bleibt also dabei, dass Weitsicht, strategisches Denken und schnelle Entscheidungsfähigkeit die herausragenden Eigenschaften in einer sehr fordernden Zeit sind. Wir verbinden für Sie eine grundsätzliche Vorsicht bei allen Investmententscheidungen mit einem mutigen, offenen Blick in Gegenwart und Zukunft, um auf jede Anforderung des Marktes die passende Antwort zu finden.


 



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