"Highlight"-Investment Deutsche Postbank
Die Ereignisse um die Deutsche Postbank hatten wesentlichen Einfluss auf die Kursentwicklung des Fonds. Fünf Jahre nach dem Kauf der Postbank will die Deutsche Bank ihre Tochter wieder loswerden. Dazu soll sie zunächst per Squeeze Out von der Börse genommen und anschließend bis spätestens Ende 2016 wieder an die Börse gebracht oder alternativ an einen Dritten verkauft werden. Noch in diesem Jahr möchte die Deutsche Bank den Zwangsausschluss über die Bühne bringen. Statt der im Beherrschungsvertrag verankerten Abfindung von 25,18 Euro ist nun der gesetzlich geregelte Mindestpreis von 35,06 EUR (eigene Berechnungen) als Untergrenze für eine letzte Übernahmeofferte maßgeblich. Einen weiteren Joker stellt das nun anzufertigende Bewertungsgutachten dar. Sollte hier ein höherer Wert als der Mindestpreis ermittelt werden, winken dem verbliebenen Streubesitz Zusatzgewinne! Und eine ordentliche Dividende von 1,66 EUR pro Aktie (Dividendenrendite 4,5%) gibt es im Mai ebenfalls noch. Die Aktien des Bonner Geldinstituts bleiben eine Kernposition des Fonds mit Überraschungspotenzial durch ein höheres Gutachten oder aber in einem Spruchverfahren.
Bei MeVis Medical Solutions läuft alles nach Plan
Großaktionär Varian Medical Systems kündigte mittlerweile die Absicht an, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag schließen zu wollen. Die Aktien haussierten nach der Ankündigung um über 10%. Der Untergrenze für das neuerliche Übernahmeangebot richtet sich auch hier nach dem gesetzlichen Mindestpreis, der bei 18,40 EUR liegt. Das Erstgebot im Frühjahr, das rund 73,52% der Aktionäre angenommen haben, lag bei 17,50 EUR. Die rechtzeitige Positionierung mit guten Einstiegskursen bescherte dem Fonds einen Zugewinn von mittlerweile knapp 20%.
Deutsche Wohnen scheitert mit Übernahmeofferte für Conwert
Die Deutsche Wohnen konnte wie von uns erwartet mit einem Gebot von 11,50 EUR pro Aktie nicht die Aktienmehrheit bei Conwert erreichen. Der Rückzug der Deutsche Wohnen hatte jedoch so gut wie keinen Einfluß auf den Kursverlauf, da die Conwert-Aktien erstens deutlich unter ihrem NAV notieren und zweitens auf Druck der Großaktionäre entweder ein neuer Bieter das Spielfeld betritt oder aber eine Neuausrichtung des Konzerns erfolgen wird. Conwert-Vorstand Clemens Schneider muss seinen Posten räumen.
DMG Mori Seiki -Investmentcase weiterhin intakt
DMG Mori Seiki berichtete von einem guten ersten Quartal. Neben dem japanischen Großaktionär Mori Seiki (52,5%) hat sich mittlerweile der bekannte Hedgefonds Elliott mit über 15% eingekauft, was für eine Sperrminorität auf der HV schon reichen könnte. Ohne einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, hierfür wird eine Beteiligungshöhe von 75% benötigt, haben die Japaner, die nach der Übernahme mit 900 Millionen Euro in der Kreide stehen, keinen Zugriff auf Vermögen und Ertrag. Weitere Zukäufe der beiden Großaktionäre sind unseres Erachtens ebenso wie ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag nur eine Frage der Zeit.
MME Moviement - Abschluss des Spruchverfahrens zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag führt zu Realisierung stiller Reserven
Erfreuliches gab es im Berichtsmonat auch zu unserer Portfolioposition MME Moviement zu berichten. Auf Basis der rechtskräftigen Entscheidung des Kammergerichts vom Dezember 2014 wurden sowohl die angebotene Barabfindung (+ 23,3% auf 8,63 EUR) als auch die jährliche Ausgleichszahlung (+34,9% auf 0,58 EUR) deutlich erhöht. Der Greiff special situations Fund OP konnte hier Nachzahlungen von über 117K TEUR auf die erhaltenen Dividenden seit 2009 realisieren, was einem marktunabhängigen Ertrag von mehr als 15 Basispunkten entspricht. Wir sehen aufgrund der bestehenden - nicht bewerteten - Nachbesserungsrechte auch für die nahe Zukunft weitere Ertragspotenziale.