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Interview

Dr. Jens Ehrhardt (DJE): „Das sind alles keine Ruhekissen“

Fünf Topanlagestrategen sagen, wer in diesem Jahr die Kurse treibt, welche Aktien Anleger kaufen können und was sie von den Notenbanken erwarten.
© DJE Kapital AG

WirtschaftsWoche: Frau Thies, meine Herren, die Börsen sind in diesem Jahr schon gut gelaufen, jetzt machen Nordkorea und der Euro Probleme. War’s das mit dem Börsenaufschwung? Ehrhardt: Glaube ich nicht. Politische Krisen wie die um Nordkorea sind unkalkulierbar, wirken sich aber nur kurzfristig aus – hoffentlich auch in diesem Fall. Aber, ja, die Unsicherheit nimmt zu, auch in der Frage, wie sich die Geldpolitik der Notenbanken entwickelt. Ich habe in diversen Fondsdepots etwas Aktien verkauft, schon vor Nordkorea.

Frau Thies, Sie haben 45 Milliarden Euro zu verteilen. Kaufen Sie keine Aktien mehr? Thies: Wir haben deren Anteil zuletzt etwas reduziert. Aber unsere Fonds brauchen auch Aktien, viele Zinsanlagen sind unattraktiv. 40 Prozent der Staatsanleihen aus dem Euro-Raum rentieren unter null, und die Renditeaussichten für andere Anleihesegmente sind eher schwach.

Investorenlegende Warren Buffett sitzt auf 100 Milliarden, die er nicht ausgeben kann, weil ihm viele Unternehmen zu teuer sind.
Fischer: In Branchen, die gerade nicht beliebt sind, finden wir günstige Aktien. Bei Autos, Pharma, Generika etwa. Die Aktie des Weltmarktführers bei Diabetes ...

Novo Nordisk...

Fischer: ... war sehr günstig, solche Gelegenheiten nutzen wir kurzfristig.

Kaldemorgen: Ich kann Buffetts Vorsicht verstehen. Die Digitalisierung zerstört Geschäftsmodelle. 

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Herausgeber: WirtschaftsWoche (wiwo.de)
04.09.2017