Wie erwartet blieb die Marktvolatilität im August sehr hoch. Beherrscht wurde der Monat von den Entwicklungen der Wirtschaft und des Aktienmarktes in China sowie von den Rohstoffpreisen. Folglich haben wir das Portfolio nahezu täglich taktisch angepasst, um die Downside-Volatilität des Fonds auf niedrigem Niveau zu halten.
Während unsere Netto-Aktienquote im Monatsvergleich leicht anstieg, auf 23,1% zum Ultimo, bewegte sich die Quote im Laufe des Monats zwischen 13% und 24%. Da sich die Credit Spreads während den ersten 3 Wochen des Monats allmählich weiteten, reduzierten wir unsere Aktienquote schrittweise auf 13% durch die Verwendung von S&P-Futures (Diese bieten derzeit das höchste Delta im Vergleich zu unserem zugrunde liegenden Portfolio und sind damit das beste Instrument, um unser Exposure abzusichern - mehr als 15% des Portfolios sind in US-Aktien investiert). Nach der starken Marktbewegung von Montag, dem 24. August, als der DAX temporär um mehr als 7% einbrach, haben wir opportunistisch damit begonnen, unseren Hedge zu schließen und unser Netto-Aktien-Exposure erneut zu erhöhen. Da die Korrektur an diesem Tag ohne besondere makroökonomische Vorankündigungen eingeleitet wurde, erwarten wir, dass die Märkte auch in den nächsten Wochen sehr volatil bleiben werden. Wir bleiben daher vorsichtig und sind jederzeit bereit, zu handeln. Zusätzlich haben wir die Marktkorrektur genutzt, um unsere Anteile in defensiven Sektoren wie Pharma oder Konsumgüter zu erhöhen, wo wir trotz volatilen Märkten weiteres Wertsteigerungspotenzial sehen.
Im Einklang mit dem Rückgang der Aktienmärkte und der Ausweitung der Credit Spreads flachten die Zinskurven im August weiter ab, insbesondere da die Rohstoffpreise weiter unter Druck gerieten. Entsprechend unterstützte unsere Übergewichtung am langen Ende der Kurve das Gesamtportfolio. Im Anschluss an die Marktbewegung vom 24. August haben wir damit begonnen, unsere Duration zum Ultimo von mehr als 6 auf 4,35 zu reduzieren. Im Gegensatz zur Mehrheit der Marktteilnehmer, die vergangene Woche die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im September von 48% auf 24% heruntersetzten, sind wir weniger pessimistisch. Da die makroökonomischen Daten in den USA weiterhin relativ stabil sind, schätzen wir die Möglichkeit einer ersten Zinserhöhung der Fed im September weiterhin auf über 50% ein.
Entsprechend sehen wir weiteres Potenzial für eine Aufwertung des USD aufgrund der Zinsdifferenz zwischen EUR und USD. Folglich blieb unsere USD-Quote mit 15,7% per Ultimo unver- ändert. Vor allem die Korrektur des US-BIP für Q2 um bis zu 3,7% annualisiert gegenüber dem Vorquartal in Kombination mit einer stabilen Entwicklung des Arbeitsmarktes unterstreicht die Möglichkeit eines einsetzenden Normalisierungsprozesses.