Marktkommentar
Aus unserer Sicht war der Monat August zwar einer, der von hoher Volatilität geprägt war, bedingt durch anhaltende geopolitische Spannungen im Nahen Osten und damit einhergehenden Zinssorgen. Andererseits aber konnten hauptsächlich die europäischen Aktienmärkte, aber auch Gold und die dazu gehörenden Minenwerte durch eine starke Wertentwicklung glänzen. Gold erwies sich im August als Gewinner und glänzte in seiner Rolle als sicherer Hafen. Der Goldpreis brach aus seiner längeren Seitwärtsbewegung aus und konnte in der Spitze schließlich ein Dreimonatshoch bei knapp 4.700 USD pro Unze markieren. Hauptverantwortlich waren hierfür die anhaltenden Käufe der Zentralbanken, die Sorge um die US-Staatsverschuldung sowie militärische Konflikte im Nahen Osten, die den Ölpreis wieder nach oben trieben. Der Aktienbereich lieferte ein zweigeteiltes Bild, profitierte jedoch insgesamt von der Gemengelage. Für uns, da wir hauptsächlich in Deutschland und Europa investiert sind, waren eben diese Märkte ein Stabilitätsanker. Viele europäische Leitindizes trotzten ihrem typisch schwachen August-Ruf. Der DAX beispielsweise erreichte am Monatsende mit 26.618 Punkten ein neues Allzeithoch. Hierbei zeigten sich Technologiewerte teils volatil, andererseits fingen traditionelle Sektoren wie Energie und Finanzen die Rücksetzer auf. Dann aber haben wir noch ein aktuelles Sorgenkind, die Rentenmärkte. Hierbei belasten steigende Renditen die Kurse. Der Rentenmarkt erlebte einen herausfordernden Monat. Nach restriktiveren Tönen des neuen FED Chefs Kevin Warsh und anhaltendem Inflationsdruck stiegen die globalen Kapitalmarktzinsen an. Die Äußerung von Kevin Warsh, die Lage bei der Inflation habe sich nicht maßgeblich verbessert, wurde als mögliches Signal für steigende Leitzinsen interpretiert. Für die kommenden Monate müssen wir daher die Zinsentscheidungen sowie die Entwicklung im Nahen Osten weiter genau im Auge behalten. Und damit auch die Glaubwürdigkeit der USA!
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