09.02.2026 -
Aktueller Marktkommentar
Das Kapitalmarktjahr 2026 bleibt turbulent. Nach einem fast parabolischen Anstieg zu Jahresbeginn erlebten Gold, Silber und andere Edelmetalle ab Ende Januar einen enormen Abverkauf. Aber auch die Aktienmärkte zeigten sich zuletzt volatiler – vor allem in den USA. Trotz einer durchaus guten Berichtssaison rutschten die US-Leitindizes letzte Woche zwischenzeitlich um mehr als 3% ab. Technologiewerte standen im Zentrum des Abverkaufs, da die zunehmende Adaption von KI-Agenten in der Industrie die Nachhaltigkeit der Gewinnmargen der Softwaregiganten in Frage stellt. Gleichzeitig verstärkten große Verluste bei Kryptowährungen und die daraus resultierenden schwächeren Zukäufe von US-Kleinanlegern den Abverkauf von US-Technologiewerten. Einen Anlass, unsere US-Aktienquote zu reduzieren, sehen wir derzeit jedoch nicht. Obwohl wir davon ausgehen, dass US-Technologieaktien volatil bleiben, dürften der schwache Dollar, der sich verbessernde Konjunkturausblick für die USA sowie die im Februar einsetzenden Wachstumsimpulse der „One Big Beautiful Bill“ stützend für US-Aktien wirken.
Kurzfristiger Ausblick
Neben den anhaltenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran befinden wir uns derzeit inmitten der Berichtssaison. Während bereits mehr als die Hälfte der US-Unternehmen ihre Zahlen für das vierte Quartal offengelegt haben, beläuft sich der Anteil in Europa auf etwa ein Drittel. Die bisherigen Ergebnisse deuten auf ein nach wie vor solides Gewinnwachstum hin. Heute bleibt der Datenkalender relativ leer. Politisch dürfte jedoch die gestrige Neuwahl in Japan unter der Führung von Sanae Takaichi im Vordergrund stehen. Am Dienstag werden die Einzelhandelsumsätze aus den USA (Dez.) veröffentlicht. Am Mittwoch folgen neben den chinesischen Verbraucherpreisen (Jan.) auch die aufgrund des Teil-Shutdowns verschobenen Daten zur US-Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft (Jan.) sowie die Arbeitslosenquote (Jan.). Im Fokus der Märkte dürften zudem die Verbraucherpreise der USA (Jan.) am Freitag stehen. In der Folgewoche werden die ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland (Feb.) sowie die Verbraucherpreise aus UK (Jan.) erwartet.
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