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Marktkommentar

Frank Fischer (Shareholder Value): Alphabet, die unterschätzte Billionen-Dollar-Maschine

© Shareholder Value Management AG

22.12.2025 - 

Alphabet sorgt wieder für Schlagzeilen an der Börse. So setzt die Google-Mutter auf seine KI-Chips, die laut Analysten einen zusätzlichen Umsatz von bis zu einer Billion Dollar erschließen können. Und dann winken noch zwei große Cash-Fluten!

Vom „Verlierer“ zum Überflieger

Ein kleiner Rückblick: Im Juli 2024 befand sich die Technologiewelt in einer hybriden Hysterie. Einerseits trieb die generative KI (GenAI) die Bewertungen von Hardware-Zulieferern wie Nvidia in astronomische Höhen, andererseits herrschte tiefgreifende Skepsis gegenüber den etablierten Plattformökonomien, insbesondere gegenüber Alphabet und Google. Während Analysten Google aufgrund der Bedrohung durch OpenAI (ChatGPT) und agilen Herausforderern wie Perplexity AI bereits als „Verlierer“ des kommenden Jahrzehnts abschrieben, wird Alphabet aber immer mehr zum Gewinner der kommenden Jahre, begünstigt durch eine vertikale Integration, die von der eigenen Chip-Architektur (TPU) bis zum Endgerät (Android) reicht.

TPU und AI-Hypercomputer

TPUs, also die Tensor Processing Units, ursprünglich für die eigenen Machine-Learning-Systeme entwickelt, sollen künftig nicht nur intern, sondern auch an Kunden verkauft werden. Damit eröffnet sich ein Wachstumstreiber, der den Konzern schneller in seine ambitionierte Bewertung hineinwachsen lassen wird, als viele Skeptiker dies erwarten. Analysten sprechen mittlerweile von Billionen-Umsätzen. Nicht schlecht für den Verlierer des vergangenen Jahres. Denn während Microsoft aufgrund seiner Beteiligung an OpenAI mit massiven Aufschlägen gehandelt wurde, notierte Alphabet auf einem historisch günstigen KGV-Niveau.

Hinzu kommt: Heute hat Google seine Rechenzentren effektiv zu einem einzigen, global verteilten „AI-Hypercomputer“ umgebaut. Dies erlaubte eine dynamische Lastverteilung, die für Wettbewerber ohne eigene Glasfaser-Backbones und proprietäre Chip-Stacks schwer zu replizieren ist. Die Befürchtung des Marktes, die CAPEX (Investitionsausgaben) würden die Margen zerstören, erwies sich als überzogen. Zwar stiegen die Investitionen absolut an, doch die Revenue per Compute Unit (RPCU) stieg überproportional, da Google diese Infrastruktur doppelt monetarisierte: einmal durch interne Produkte (Google-Suche und YouTube) und einmal durch die Vermietung an Dritte via Google Cloud.

Gemini und die Modell-Dominanz: Das „Killer-Feature“ im Kontext-Krieg

Während OpenAI im Frühjahr 2024 mit GPT-4o beeindruckte, verlagerte sich der Wettbewerb im Laufe dieses Jahres weg von der reinen Chat-Fähigkeit hin zu „Kontext“ und „Multimodalität“. Mit der Einführung von Gemini 1.5 Pro und später Gemini 2.0 setzte Google auf ein massives Kontextfenster mit mehr als 2 Millionen Token. Dies war ein strategischer Schachzug, der speziell auf den Enterprise-Markt abzielte. Unternehmen wollten nicht nur chatten; sie wollten ganze Code-Repositories, tausende Seiten von Vertragsunterlagen oder stundenlanges Videomaterial in einem einzigen Prompt analysieren lassen. Diese Fähigkeit, riesige Datenmengen in-context zu verarbeiten, ohne ein aufwendiges Fine-Tuning durchführen zu müssen, wurde zum „Killer-Feature“ der Google Cloud.

Der Apple-Deal – Absicherung des Monopols

Der nächste Coup war die enge Zusammenarbeit mit Apple. Im Vorfeld gab es Gerüchte, Apple würde exklusiv auf OpenAI setzen. Doch die Realität der „Apple Intelligence“-Strategie zeigte ein pragmatisches Bild. Apple integrierte zwar ChatGPT für bestimmte Siri-Anfragen, doch für die rechenintensiven Cloud-Workloads und tiefergehende Integrationen wurde Gemini als präferierter Partner an Bord geholt. Der entscheidende Faktor war hier nicht nur die Modellqualität, sondern die Kapazität. Nur Google besitzt die Infrastruktur, um hunderte Millionen iPhone-Nutzer zuverlässig mit KI-Antworten zu versorgen, ohne dass die Server kollabierten. Dieser Deal sicherte Google den Zugang zu den wertvollsten mobilen Nutzern der Welt und neutralisiert das Risiko, dass Apple eine eigene Suchmaschine lanciert. Die TACs (Traffic Acquisition Costs), die Google an Apple zahlt, bleiben zwar hoch, werden aber durch die Absicherung des Monopols gerechtfertigt. Der Burggraben um das mobile Betriebssystem bleibt intakt.

Apropos Kosten und Einnahmen: Alphabet verdient heute schon viele Milliarden Dollar PRO Monat! In Q3 dieses Jahres lag der Nettogewinn bei fast 35 Milliarden US-Dollar. Doch der wirklich „warme Regen“ wird wohl im kommenden Jahr kommen. Denn es ist ein Börsengang und eine Finanzierungsrunde geplant, die Multi-Milliarden in die Alphabet-Kasse spülen werden.

SpaceX und Waymo – zwei Milliarden-Jackpots

Da ist zum einen das geplante IPO von SpaceX, dem Weltall-Unternehmen von Tesla-Chef Elon Musk. Google hat 2015 rund 900 Millionen Dollar in SpaceX gesteckt und sich damit etwa 7 Prozent am Unternehmen gesichert. Heute sind das Peanuts, denn nach Bloomberg-Informationen plant SpaceX im kommenden Jahr einen Börsengang und peilt eine Bewertung von 1,5 Billionen Dollar an. Der Anteil von Alphabet wäre dann rund 111 Milliarden Dollar wert.

Doch damit nicht genug: Waymo, die Tochter für autonomes Fahren, war 2024 noch ein Verlustbringer. Stand heute hat sich das komplett gedreht. Nach erfolgreichen Expansionen in Los Angeles, Austin und Atlanta und dem Nachweis der Sicherheit, wird Waymo heute als ernsthaftes Business wahrgenommen. Deshalb will Waymo offenbar 15 Milliarden Dollar einsammeln, was einer Bewertung nahe 100 Milliarden entspricht: Der Mutterkonzern Alphabet wird sich möglicherweise an der Finanzierungsrunde beteiligen, Waymos Bewertung würde sich damit aber mehr als verdoppeln. 

Alphabet ist also für die Zukunft bestens gerüstet. Das freut auch die Anleger in unserem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, denn hier sind wir seit langem investiert. Und wenn sich die Pläne für ein SpaceX-IPO weiter verdichten, könnte Alphabet möglicherweise bald auch wieder ins Portfolio des Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value aufgenommen werden – was weiterem Upside nichts im Wege stehen würde. 




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