03.09.2025 -
Die Kapitalmärkte zeigten sich im August erneut uneinheitlich. Während die US-Börsen dank einer soliden Berichtssaison und der Spekulation auf baldige Zinssenkungen zulegen konnten, blieben die europäischen Märkte zurückhaltender. Hier bremste neben enttäuschenden Gewinnentwicklungen auch eine schwächere Konjunkturdynamik. US-Inflation und Zinsperspektiven
Zunächst schien eine Zinssenkung in den USA wenig wahrscheinlich, da die gemeldeten Inflationsraten zuletzt wieder leicht anzogen (Kerninflationsrate +3,1 %). Doch Fed-Präsident Powell zeigte sich in seiner Rede zunehmend besorgt über den nachlassenden US-Arbeitsmarkt, der nicht nur deutlich weniger neue Stellen hervorbrachte, sondern auch nachträgliche Abwärtskorrekturen der Vormonate offenbarte. Infolgedessen öffnete er die Tür für eine mögliche Zinssenkung in der Septembersitzung – eine Entwicklung, die der Kapitalmarkt aktuell mit rund 90 % Wahrscheinlichkeit einpreist. Rückenwind für US-Sektoren und Small Caps
Diese geldpolitischen Signale sorgten vor allem in den USA für Rückenwind. Zinssensitive Sektoren wie Bau, Immobilien und Konsumwerte legten überdurchschnittlich zu. Auch Nebenwerte (Small Caps) profitierten vom gestiegenen Risikoappetit: Der Russell 2000 verzeichnete mit rund +7 % den stärksten Monatsanstieg seit Jahrzehnten.
Japan als Gewinnerregion
Als weiterer Gewinner erwies sich Japan. Der Nikkei 225 erreichte neue Höchststände, gestützt durch eine Entspannung im Handelskonflikt mit den USA, strukturelle Unternehmensreformen sowie einen spürbaren Aufschwung der Binnenwirtschaft. Inflationsziel in Europa scheint erreicht
Während die Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung in den USA die US-Renditen nach unten drückten, ergab sich für die Europäische Zentralbank (EZB) kein akuter Handlungsbedarf - Mit einer Inflation von rund 2 % ist das Ziel nahezu erreicht. Entsprechend stiegen die Umlaufrenditen deutscher Staatsanleihen leicht um rund 5 Basispunkte über alle Laufzeiten hinweg. Dennoch könnten auf Grund der abgeschwächten konjunkturiellen Dynamik weitere Handlungsnotwendigkeit ergeben. Unsere Positionierung
In diesem Umfeld haben wir die strategischen Anpassungen der vergangenen Monate konsequent fortgeführt und die Diversifikation weiter ausgebaut. Dies ermöglichte es uns, sowohl von den positiven Entwicklungen in Japan als auch im Segment der US-Nebenwerte zu profitieren. Auch der Abbau des US-Dollar Risikos nimmt weiter Gestalt an. Im R+P Universal-Fonds liegt das US-Exposure beispielsweise nur noch bei 56%, wobei hiervon 17% gegenüber dem Euro abgesichert sind. Trotz des uneinheitlichen Marktumfelds konnten wir so in allen drei Strategien einen positiven Performance-Beitrag erzielen. Dieser resultierte im Wesentlichen aus den drei relevanten Anlageklassen Aktien, Anleihen und Edelmetalle, wobei insbesondere unser defensiver Rendite Plus durch die Entwicklung der Edelmetalle profitierte. Mit einer Jahresperformance von 2,05 % liegt dieser weiter im Korridor unserer angestrebten Zielrendite.
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