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Pressemitteilung

MFS: Anschwellendes US-Haushaltsdefizit

© MFS

15. bis 21. Juni 2024

Internationale Aktien legten diese Woche etwas zu und erreichten zur Wochenmitte neue Allzeithochs. Die US-Zehnjahresrendite stieg leicht auf 4,25%. Das Barrel Rohöl der Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich um 3 US-Dollar auf 81,30 US-Dollar. Gemessen am CBOE Volatility Index (VIX) stieg die Volatilität diese Woche von 12,5 auf 13,6.

KONJUNKTUR

CBO hebt Defizitprognose kräftig an

Am Dienstag hat das Congressional Budget Office seine Schätzung für das US-Haushaltsdefizit 2024 kräftig angehoben – von 1,5 Billionen US-Dollar im Februar (5,3% des BIP) auf 1,9 Billionen (6,7%). Gründe waren unter anderem Bidens Erlass der Rückzahlung von Studierendenkrediten (145 Milliarden US-Dollar), Hilfen für die Ukraine, Israel und Taiwan (60 Milliarden), zusätzliche Verluste der US-Einlagensicherung nach den Bankenzusammenbrüchen 2023 und 2024 (70 Milliarden) sowie höhere Ausgaben für Medicaid.

Frankreich und sechs weitere EU-Länder mit zu hohen Defiziten

Am Dienstag leitete die Europäische Union offizielle Defizitverfahren gegen Frankreich, Italien, Belgien, Polen, Malta, Slowenien und Ungarn ein. In den nächsten Monaten müsse etwas gegen die zu hohen Haushaltsdefizite getan werden. Die Warnung fiel in den französischen Wahlkampf, in dem bislang keines der drei großen Parteienbündnisse Finanzdisziplin gelobt hat. Bei mangelnder Disziplin drohen den Mitgliedsländern in der Regel hohe Strafen. Normalerweise darf die Schuldenstandsquote höchstens 60% des BIP und die Neuverschuldung höchstens 3% des BIP betragen. Mit etwa 3 Billionen Euro liegen die französischen Staatsschulden zurzeit bei über 110% des BIP bei einem Defizit von 154 Milliarden Euro, das 5,5% des BIP entspricht. Nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei den Europawahlen Anfang Juni hatte Präsident Macron vorzeitige Parlamentswahlen ausgerufen. Seitdem hat sich der Spread zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen um etwa 28 auf 80 Basispunkte ausgeweitet, so viel wie zuletzt vor den französischen Präsidentschaftswahlen 2017. Marine Le Pen, Anführerin des in den Umfragen führenden Rassemblement National (RN), sagte diese Woche, dass ihre Partei die Verfassung respektiere und auch bei einer Regierungsübernahme nicht den Rücktritt des Staatspräsidenten fordere. RN-Fraktionschef Jordan Bardella, designierter Premierminister für den Fall eines Wahlsiegs seiner Partei, bemühte sich, die Märkte zu beruhigen, und gelobte eine „solide Fiskalpolitik“.

Inflationsziel erreicht, aber Bank of England senkt die Zinsen nicht

Im Mai sind die britischen Verbraucherpreise um 2% z.Vj. gestiegen. Damit lag die Inflation erstmals seit zwei Jahren auf dem Zielwert der Notenbank. Die Dienstleistungspreisinflation blieb aber mit 5,7% sehr hoch, sodass die Bank of England auf ihrer Sitzung am Donnerstag erst einmal abwartete. Die anschließenden milden Äußerungen ließen Anleger aber auf eine Zinssenkung in der nächsten oder übernächsten Sitzung hoffen.

KURZ GEFASST

Laut EZB-Chefvolkswirt Philip Lane sieht die Europäische Zentralbank zurzeit wenig Grund, ihr recht neues, aber bislang nicht erprobtes Anleihen-Notfallkaufprogramm einzusetzen. Noch sei es nicht nötig, den Euro-Anleihenmarkt wegen der bevorstehenden französischen Parlamentswahlen zu stützen.

Analysten von Goldman Sachs sehen den US-Arbeitsmarkt an einem Wendepunkt. Bei einem weiteren Rückgang der Arbeitskräftenachfrage würde nicht nur die Zahl der offenen Stellen, sondern auch die der Beschäftigten fallen. Die Arbeitslosenquote könnte dann steigen.

Am Dienstag stellte Präsident Biden ein neues Programm vor, nach dem Hunderttausende nicht registrierter Einwanderer mit amerikanischen Ehepartnern die US-Staatsbürgerschaft erwerben können.

Die amerikanischen Einzelhandelsumsätze stiegen im Mai um 0,1%; der Aprilwert wurde auf ‑0,2% herunterkorrigiert. Die Kernrate betrug 0,4%, nach ‑0,5% im April.

Im Mai stieg die amerikanische Industrieproduktion um 0,9%, deutlich mehr als erwartet.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang besucht. Der nordkoreanische Führer Kim Jong-un erklärte seine bedingungslose Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine. Putin und Kim unterzeichneten einen gegenseitigen Beistandspakt.

Im 1. Quartal 2024 wuchs die kanadische Bevölkerung um 0,6% z.Vq. und um 3,2% z.Vj. auf 41 Millionen. In den letzten zwei Jahren waren es 6,3%. Davon entfielen nach Angaben des kanadischen Statistikamtes 99% auf Einwanderung.

Am Donnerstag senkte die Schweizerische Nationalbank ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25%, um den Franken als sicheren Hafen unattraktiver zu machen. Grund waren die Marktturbulenzen in Frankreich. Die norwegische Norges Bank ließ ihren Leitzins unverändert.

Trotz der niedrigsten Hypothekenzinsen seit April ist der amerikanische Wohnimmobilienmarkt noch immer schwach. Im Mai fielen die Baubeginne um 5,5% z.Vm. auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Pandemie. Die Baugenehmigungen gingen um 3,8% zurück, die Verkäufe von Bestandsimmobilien fielen um 0,7% auf annualisiert 4,1 Millionen.

Laut Protokoll der Junisitzung könnte die Bank of Japan schon im Juli ihren Leitzins anheben.

Ende dieser Woche hat ein Cyberangriff auf einen Anbieter von Dealer-Management-Systemen (DMS) Verkauf und Service von fast 15.000 amerikanischen und kanadischen Autohändlern gestört. Einzelhandelsumsätze und BIP könnten dadurch vorübergehend schwächer wachsen.

John Williams und Neel Kashkari von der Fed erklärten diese Woche, dass bis zu einem Rückgang der Inflation auf das 2%-Ziel noch ein oder zwei Jahre vergehen könnten.

Der japanische Yen ist auf etwa 159 Yen je US-Dollar gefallen – und damit auf ein Niveau, das im April noch Interventionen der japanischen Notenbank ausgelöst hatte.

Nach dem auch wegen des Wetters schwachen April haben sich die britischen Einzelhandelsumsätze im Mai erholt. Sie stiegen um 2,9% z.Vm.

Laut Financial Times haben die Agenturen Gewerbeimmobilienkredite in Höhe von über 100 Milliarden US-Dollar falsch bewertet. Trotz Zahlungsausfällen behielten sie ihre hohen Investmentgrade-Ratings bei – eine Reminiszenz an die internationale Finanzkrise.

US-Präsident Joe Biden und sein Vorgänger Donald Trump bereiten sich auf eine Fernsehdebatte am Donnerstag, dem 27. Juni vor – das ist das früheste Duell in der Geschichte der USA.

Nach den vorläufigen Zahlen waren die Einkaufsmanagerindizes im Juni in den meisten Regionen schwächer als erwartet. Die US-Indizes haben sich allerdings durchweg verbessert.

Land/region Verarbeitendes Gewerbe Juni (Mai) Dienstleistungen Juni (Mai) Composite Juni (Mai)
Euroraum 45,6 (47,3) Rückgang 52,6 (53,2) Rückgang 50,8 (52,2) Rückgang
Großbritannien 51,4 (51,2) Anstieg 51,2 (52,9) Rückgang 51,7 (53,0) Rückgang
Japan 50,1 (50,4) Rückgang 49,8 (53,8) Rückgang 50,0 (52,6) Rückgang
US (S&P) 51,7 (51,3) Anstieg 55,1 (54,8) Anstieg 54,6 (54,5) Anstieg


Fokussiert und diversifiziert bleiben
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Diese Informationen sowie Nennungen von Unternehmen und Einzelwerten dürfen nicht als Anlageberatung, Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Hinweis auf die Kauf- oder Verkaufsabsichten eines MFS-Produkts aufgefasst werden.

Die hier genannten Einzelwerte können, aber müssen nicht in MFS-Fonds enthalten sein. Eine vollständige Liste aller Einzelwerte von MFS-Portfolios finden Sie in deren aktuellen Jahres-, Halbjahres- oder Quartalsberichten. Vollständige Bestandsübersichten finden Sie auch in den Fondsübersichten im Abschnitt „Produkte“ auf mfs.com.

Die hier dargestellten Meinungen sind die von MFS und können sich jederzeit ändern. Prognosen sind keine Garantien.

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Quellen: MFS Research, Wall Street Journal, Financial Times, Reuters, Bloomberg News, FactSet Research, CNBC.com.

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