08.02.2022 -
Die Finanzmärkte hatten nach der Feier des fantastischen Renditejahres 2021 im ersten Monat des neuen Jahres einen regelrechten Kater. Eine Kombination aus Erwartungen zusätzlicher Straffungen der Geldpolitik und ein erhöhtes Risiko für die Invasion der Ukraine durch Russland haben den Markt zu einer Abbremsung veranlasst. Ohne die ernste Bedrohung des Friedens in Europa kleinreden zu wollen, ist es tatsächlich so, dass geopolitische Ereignisse selten lange andauernde Konsequenzen für den Aktienmarkt haben. Dagegen haben höhere Zinsen und weniger Anreize vonseiten der Zentralbanken weltweit ein potenziell höheres Risiko. Und gerade die ausreichende Liquidität und das tiefe Zinsniveau waren für die Kurse von Aktien und Kreditanleihen ein wesentlicher Hebel gewesen und haben deshalb eine große Bedeutung für die Märkte.
Gleichzeitig sehen wir nach wie vor die Tendenz zu nachlassendem Wachstum, insbesondere in den USA und China - und in verschiedenen Ländern gibt es aufgrund von Covid-19 immer noch Beschränkungen. Ein wichtiger Aspekt ist nach wie vor, dass das Wachstumsniveau zwar rückläufig ist, dass der Rückgang jedoch von hohen Niveaus im Jahr 2021 ausgeht. Mit anderen Worten ist es zum jetzigen Zeitpunkt schwierig, in den kommenden sechs Monaten einen größeren wirtschaftlichen Abschwung auszumachen - insbesondere aufgrund dessen, dass mehrere Länder auf der nördlichen Halbkugel mit dem Beginn des Frühjahres und der damit sinkenden Infektionszahlen die Gesellschaften immer weiter öffnen.
Auch die Bilanzierungssaison für das vierte Quartal 2021 ist in vollem Gange und war übergeordnet vernünftig. Etwa die Hälfte der Unternehmen (Aktien) in den USA haben ihre Bilanzen vorgelegt und ein Gewinnwachstum von 29 % gezeigt. Dies ist etwas weniger als im Vorquartal, aber weiterhin ein sehr hohes Niveau. Unter den großen Aktien gab es sowohl positive als auch negative Nachrichten. Apple, Google und Microsoft haben sehr gute Zahlen vorgelegt, während Netflix und Facebook deutlich enttäuscht haben und an der Börse erheblich bestraft wurden.
Renditen der Anlageklassen
Wie oben beschrieben war der Beginn des neuen Jahres kein leichter. Die globalen Aktien (entwickelte Länder) gingen im Januar um fast 4 % zurück - wogegen die Aktienmärkte der Emerging Markets (im Gegensatz zu 2021) eine bessere Performance aufwiesen und „nur“ um 0,44 % nachgaben. Dänische Aktien waren mit einem Rückgang um ganze 8,1 % stark betroffen. Die steigenden Zinsen beeinträchtigten auch die übrigen Anlagen in den Portfolien. Nur die Anleihenmärkte der Emerging Markets in Lokalwährungen konnte in diesem Monat eine positive Rendite erzielen.
Aktuelles
Die Kursfälle an den Börsen im Laufe des Januars passen zu unseren früheren Kommentaren, dass 2022 ein normaleres Aktienjahr werden wird, und dass es deshalb mehr Korrekturen geben wird. Wir haben nach wie vor eine positive Sicht auf Anlagen in Aktien und geben diesen deshalb eine hohe Gewichtung in den Portfolien.
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Wichtige Information
Frühere Gewinne und die frühere Kursentwicklung sind nicht als zuverlässiger Indikator für künftige Gewinne und die künftige Kursentwicklung zu verstehen. Der Gewinn und/oder die Kursentwicklung können negativ sein. Keine der hier enthaltenen Informationen ist als Anlageberatung zu verstehen, vor einem Kauf oder Verkauf sollten Sie sich immer an Ihren Investment- und Steuerberater wenden.