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Pressemitteilung

Jyske Invest: Marktkommentar Januar 2021

© Jyske Invest

Neues

US-Politik im Januar im Fokus

Im Januar stand natürlich - nach dem Sturm auf das Kapitol, den amerikanischen Kongress, zu Beginn des Monats - die US-Politik im Mittelpunkt des Interesses. Der Polizeistab des Kongresses war völlig unvorbereitet, und es gab vier Todesopfer.  Die Randalierer waren von Donald Trump, dem jetzt „früheren US-Präsidenten“ angestachelt worden, und dies resultierte darin, dass das Repräsentantenhaus für ein nachträgliches Amtsenthebungsverfahren gegen ihn entschieden hat. Eine Verurteilung erfordert jedoch im Senat, wo die Republikaner und die Demokraten zurzeit jeweils 50 Sitze haben, eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Politische Kommentatoren halten es deshalb nicht für realistisch, dass ein Verfahren zu einer Verurteilung führen wird. Die Machtübergabe am 20. Januar verlief ohne größere Unruhen - nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Polizisten und der Abwesenheit von Donald Trump. Der neue Präsident, Joe Biden, hat wie versprochen die ersten Tage seiner Amtszeit dafür verwendet, eine Reihe von Entscheidungen, die Donald Trump während seiner Amtszeit getroffen hatte, zurückzurollen. Hierunter der erneute Beitritt zum Pariser Abkommen und zur WHO. Darüber hinaus wird die Wirtschaft durch Bidens neue Hilfspakete und von der neu ernannten US-Finanzministerin Janet Yellen, der früheren Fed-Chefin, sehr stark unterstützt. Ihr Hauptfokus ist auf die Rettung der Wirtschaft gerichtet - um die Schuldenprobleme will sie sich später kümmern.

Corona-Pandemie hat Europa fest im Griff

Die europäischen Wirtschaften sind schwach. Gleichzeitig hinkt Europa hinsichtlich der Corona-Schutzimpfungen den übrigen Industrieländern der Welt hinterher. Dies schürt Besorgnis über zusätzliche Verzögerungen im Rahmen der Wiederöffnung der europäischen Wirtschaften. Die Situation kam in den jüngsten veröffentlichten zukunftsgerichteten Konjunkturbarometern, in denen die Zahlen für Europa nicht dasselbe positive Momentum wie die Zahlen für die USA zeigen, zum Ausdruck. Dies wird vor allem an den Zahlen für die Serviceunternehmen deutlich, die sehr stark von Lockdows beeinträchtigt sind. Dasselbe war auch am Verbrauchervertrauen abzulesen - beispielsweise in Deutschland, wo die Zahlen im Januar steil abwärts gingen. Das BIP wird 2020 in Europa um 7,2 % gesunken sein, während für die USA Aussicht auf einen Rückgang um nur 3,4 % besteht. Großbritannien ist besonders stark von einer sehr ansteckenden Mutation und dem Brexit beeinträchtigt, und an den Zahlen für die britische Wirtschaft ist leicht zu erkennen, dass für 2020 ein Rückgang um ganze 10 % zu erwarten ist.

Ungewöhnliches Kräftemessen im US-Aktienmarkt

Der amerikanische Aktienmarkt wurde im Januar zum Schauplatz eines ungewöhnlichen Kräftemessens. Eine Gruppe von Privatanlegern ging zum Angriff auf mehrere Hedgefonds, deren Geschäft das Spekulieren auf Aktienkursfälle ist. Hedgefonds beleihen in der Regel ihren Verkauf der betreffenden Aktien, und indem es den Privatanlegern gelang, die Preise nach oben zu treiben, werden die Hedgefonds typischerweise darum gebeten, ihre Schulden zurückzuzahlen, um das Verlustrisiko einzudämmen. Auf diese Weise waren sie dazu gezwungen, die verkauften Aktien zurückzukaufen und schadeten sich dabei selbst. Dies bezeichnet man als „Short Squeeze“. Nach einer solchen Karussellfahrt hat einer der bekanntesten Hedgefonds in diesem Bereich mitgeteilt, dass man das Konzept - Aktien, die man nicht selbst besitzt, zu verkaufen - nicht weiter betreiben werde. Währenddessen haben die Handelsplattformen versucht, die unzweckmäßige und destabilisierende Spekulation bezüglich des bei ihnen börsennotierten Unternehmens zu unterbinden.

Marktrendite

Der Optimismus, der die Aktienmärkte seit dem letzten Frühjahr geprägt hatte, setzte sich im Januar fort. Ende des Monats kehrte sich der Impfstoff-Optimismus jedoch in Besorgnis um - vor allem hinsichtlich stärker ansteckender Mutationen des Virus und der Verzögerung der Impfaktivitäten. Die Mutationen können Anlass zu zusätzlichen und verlängerten Beschränkungen geben. Der Besorgnis konnte jedoch eine Reihe von Bilanzen entgegenwirken. Die Bilanzen waren im Allgemeinen überraschend positiv, wenn man sie mit den Befürchtungen vergleicht, die die Finanzanalysten wegen den mit COVID-19 verbundenen Herausforderungen geäußert hatten. In den USA hielten die Analysten unter anderem daran fest, dass die Gewinne 2021 höher liegen werden als 2019, und dass die während der Krise erlittenen Verluste im Laufe des aktuellen Jahres mehr als wettgemacht werden. USA und China stehen in dieser Hinsicht sehr stark, während Europa es schwerer hat.

Im dänischen Anleihenmarkt begann das Jahr mit leicht steigenden Zinsen. Ende des Monats lief die Frist für Kündigungen von Schulden für den April-Termin ab. Die außerordentlichen Kündigungen entsprachen im Großen und Ganzen den Erwartungen. Realkredit Danmark überraschte jedoch erneut mit einem aggressiveren Umschuldungsverhalten, nicht zuletzt im 20-jährigen Segment. Die Anleihenrenditen fielen im Januar gemischt aus. Die Flexlån-Anleihen ergaben im Allgemeinen Renditen nahe Null - ungeachtet ihrer Laufzeiten. Was die kündbaren Anleihen betrifft, ergaben die länger laufenden niedrigverzinslichen Anleihen negative Renditen, während die höherverzinslichen Anleihen typischerweise positive Renditen erzielten.

Die steigenden Zinsen in den USA verdarben einen ansonsten positiven Trend in den Emerging Markets, der seit Ende 2020 geherrscht hatte. Mit unveränderten Kreditspreads ergaben die Emerging Markets bei Anleihen in Kernwährung und Währungen negative Renditen. Ein steigender Ölpreis und allgemein steigende Rohstoffpreise hatten eigentlich die Anlageklasse unterstützt, während COVID-19 und die fehlenden Touristen viele der Länder, in denen die Einnahmen aus dem Tourismus einen großen Teil der Nationalwirtschaft ausmachen, beeinträchtigten. Der IWF ist immer noch in vollem Gange, da mehrere herausgeforderte Länder ihre Haushaltsdefizite und damit ihre Schulden erhöhen mussten, was die Fähigkeit dieser Länder, ihre Schulden zurückzuzahlen, in Frage gestellt hat. Zuletzt hat Äthiopien um Schuldenverhandlungen mit den Kreditoren gebeten. Davor hatte eine Reihe von kleineren Ländern Ende 2020 Verhandlungen geführt. Es besteht allerdings weiter Interesse an dieser Anlageklasse, da die alternativen Zinsen in den etablierten Märkten negativ oder sehr niedrig sind.      

Die Kreditspreads waren im Laufe des Januars stabil - sowohl im Investment Grade als auch im High Yield. Die negativen COVID-19-Nachrichten und viele Neu-Emissionen wurden mit den fortgesetzten Käufen der EZB und zusätzlichen von den Anlegern getätigten Käufen innerhalb der Anlageklasse beantwortet. Der Ölpreis stieg, weshalb die Energiegesellschaften im Allgemeinen gut abgeschnitten haben, während Unternehmen mit direkter Exponierung gegenüber COVID-19-Lockdowns, z. B. Flughäfen und Luftfahrtgesellschaften, schlecht abgeschnitten haben.

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