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Pressemitteilung

ARAMEA: Die Zinswüste breitet sich weiter aus

© ARAMEA

September 2020 - Anleger, die sich im Rentenbereich engagieren, stehen vor einem immer größer werdenden Dilemma: „Sicher“ anlegen, heißt inflationsbereinig „sicher“ Geld verlieren. So liegt z.B. die Zinsstrukturkurve für Bundesanleihen geschlossen im negativen Bereich – bei Zehnjährigen verliert der Anleger aktuell rund 0,5% pro Jahr.

Somit bleibt oftmals nur der Weg in risikobehaftete Anleihen.  Doch auch hier haben die massiven Ankäufe der Notenbanken, die sich im Zuge der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie dramatisch verstärkt haben, für Verwerfungen gesorgt.  

Weltweit steigt das Volumen an negativ verzinslichen Anleihen, nach einer kurzen Pause in der Corona-Crashphase, wieder an. Mit aktuell rund 15 Billionen US-Dollar nähert sich der Bestand wieder den alten Höchstständen, die im August letzten Jahres mit 17 Billionen US-Dollar erreicht wurden.  

Davon betroffen sind nicht nur Staatsanleihen, sondern mittlerweile auch Unternehmensanleihen. Während es nach dem März-Crash keinen einzigen Titel im Unternehmensanleihen-Sektor gegeben hatte, der eine negative Rendite aufwies, notieren aktuell gut 561 Milliarden Dollar im negativen Bereich. Vor einem Jahr waren es mit 1,2 Billionen Dollar sogar mehr als doppelt so viel.  

Seit Schweden 2009 als erstes Land probeweise eine Politik der negativen Zinsen eingeführt hat, um die eigene Währung zu schützen, ist dieses Phänomen auch in anderen Ländern mit zunehmender Intensität seit 2015 zu beobachten. Aktuell sind rund 30% der weltweiten Anleihen im negativen Bereich, mit zunehmender Tendenz.  

Selbst in den USA sind negative Renditen kein Tabu mehr: Alan Greenspan, der ehemalige Vorsitzende der Fed, meinte unlängst, dass diesbezüglich in den USA keinerlei Hindernisse bestünden. Dennoch bleibt Europa vorerst das Zentrum der Negativzinsen. Selbst bei Staatsanleihen von Italien mit kürzerer Laufzeit müssen Anleger mittlerweile Geld mitbringen, wenn Sie investieren wollen und es scheint nur eine Frage der Zeit, wann man dies auch über griechische Papiere schreiben kann. Die Euro-Zerreißprobe von 2011 ist schon wieder vergessen.  

Bei den Unternehmensanleihen „belasten“ die Käufe der Zentralbanken die noch erzielbaren Renditen weiter, was immer mehr Investoren aus dem Investment-Grade-Bereich in Hochzinsanleihen drängt. Doch auch hier schmelzen die Renditen, obwohl die Risiken durch die aktuelle Rezession und den ungünstigen Branchenmix im High-Yield-Segment zugenommen haben.  

Dennoch es gibt noch einige Zinsnischen, in denen sich mit vertretbaren Risiken ordentliche Renditen erwirtschaften lassen. So sind z.B. im Bereich der Nachranganleihen noch Renditen im deutlich positiven Bereich möglich. Diese Anleihen werden von Finanzdienstleistern und Unternehmen als Eigenkapitalersatz begeben, sodass Emittenten bereit sind einen höheren Kupon im Vergleich zu den klassischen Unternehmensanleihen zu zahlen.

Anders als bei High-Yield-Anleihen ist die Qualität der Emittenten jedoch in der Regel hoch, da nur solche mit einem belastbaren Geschäftsmodel und gesunder Bonität „Nachränge“ erfolgreich am Markt zu platzieren können. Hilfreich auch, dass die Notenbanken keine Nachranganleihen kaufen (dürfen) und daher keinen direkten Einfluss auf die  Rendite nehmen.

Für Anleger, die eine Oase in der Zinswüste suchen, können Nachranganleihen somit ein sinnvoller Baustein im Portfolio sein.


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