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Marktkommentar

Tilmann Galler (J.P. Morgan): Economic Update – 18. Mai 2020

© J. P. Morgan Asset Management

18.05.2020

Wachstum

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im 1. Quartal 2020 gegenüber Vorquartal um 2,2% gesunken, das war der schlechteste Wert seit dem 1. Quartal 2009 (–4,7%). Der März brachte scharfe Rückgänge der Exporte (–11,8% gegenüber Vormonat), der Industrieproduktion (–9,2%) und der Auftragseingänge (–15,6%). In der Eurozone war im 1. Quartal die Wirtschaftsleistung um 3,8% gefallen. In Frankreich betrug das Minus 5,8%, in Spanien 5,2% und in Italien 4,7%. Die Unsicherheit ist jedoch groß, da in den Zahlen die Entwicklung in der zweiten Märzhälfte noch nicht vollständig enthalten ist. Der Rückgang im 2. Quartal 2020 dürfte noch größer ausfallen, die Aussichten sind schlecht: In der Eurozone sank der Einkaufsmanagerindex im April von 29,7 auf 13,5. Der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex ging von 85,9 auf 74,3 zurück. Der Rückgang ging quer durch alle Branchen und betraf sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage wie auch die Geschäftserwartungen.

Jobs

Der US-Arbeitsmarkt verzeichnet Negativ-Rekorde: Im April bauten die Unternehmen 20,5 Millionen Stellen ab. Die Arbeitslosenquote sprang von 4,4% im März auf 14,7%. Auch am deutschen Arbeitsmarkt hat sich die Lage im April verschlechtert. Saisonbereinigt legte die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Vormonat um 373.000 zu. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 5,8%. Im März und April (bis 26.4.) erfasste die Bundesagentur 715.000 Anzeigen für Kurzarbeit für bis zu 10,1 Millionen Personen.

Gewinne

In den USA haben 454 Unternehmen aus dem Index S&P 500 Zahlen für das 1. Quartal 2020 vorgelegt. Bedingt durch die Corona-Pandemie ist derzeit mit einem Rückgang beim operativen Gewinnwachstum pro Aktie gegenüber Vorjahresquartal von 46,7% zu rechnen.  Aus dem europäischen Index Stoxx 600 haben 254 Unternehmen Zahlen für das 1. Quartal vorgelegt. Derzeit wird mit einem Rückgang der Gewinne gegenüber Vorjahreszeitraum um knapp 35% gerechnet, die Umsätze sollen um fast 4% schrumpfen.

Inflation

In Deutschland ging die Inflationsrate im April von 1,4% auf 0,9% zurück. Wesentlicher Grund dafür waren die um 5,8% gefallenen Energiepreise. Ohne Energiepreise betrug die Inflationsrate 1,5%. Die Aussagekraft der Daten ist allerdings begrenzt, da wegen der Corona-Beschränkungen die Preise vieler Güter nicht erhoben werden konnten. Die Inflationsrate in der Eurozone fiel von 0,7% auf 0,4%. In den USA ging sie von 1,5% (Kernrate: 2,1%) auf 0,3% (1,4%) zurück.

Zinsen

Die Europäische Zentralbank hat auf ihrer jüngsten Sitzung angekündigt, ihr Anleihekaufprogramm Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) so lange aufrecht zu erhalten, bis sie die Corona-Krise für beendet hält. Ursprünglich sollte das Programm nur bis Jahresende laufen. Die US-Zentralbank ergriff zuletzt keine weiteren Maßnahmen. Sie erwirbt US-Staatsanleihen ohne vorab festgelegte Obergrenze. Daneben werden Kredite an kleine und mittlere Unternehmen ausgereicht. Ein anderes Programm soll die Liquidität von US-Bundesstaaten und Kommunen sichern.

Risiken

  • Verzögerung der Erholung der Wirtschaft durch Mißerfolge bei der Eindämmung von COVID-19.
  • Masseninsolvenzen bei Klein- und mittelständischen Unternehmen durch die Folgen der Quarantänemaßnahmen.
  • Anstieg der Arbeitslosigkeit und Konsumrückgang durch Schwäche im verarbeitenden Gewerbe und Dienstleistungen.
  • Geopolitische Spannungen.
  • Insolvenzen im Energiesektor aufgrund des Preiskriegs auf dem Rohölmarkt.





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Informationen zum Artikel
Autor: Tilmann Galler
Unternehmen: J.P. Morgan

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