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Pressemitteilung

MainFirst: Der Blick über den Tellerrand

© MainFirst

11.03.2020 - Das Festlegen auf die „richtige“ Assetallokation zeigt sich 2020 für Anleger als eine der größten Herausforderungen. Da die Renditen von Industrieländer-Anleihen auf oder ganz nahe bei historischen Tiefs liegen, könnten Investoren auf der Suche nach attraktiven Renditen durchaus über die eigenen Grenzen hinausblicken, um ihren Ertragsbedarf zu sättigen. Schwellenländer-Unternehmensanleihen haben im vergangenen Jahr auch vom weltweiten Trend zu niedrigeren Zinsen und den wirtschaftlich guten Rahmenbedingungen profitiert. Gleichwohl hat diese Assetklasse weiteres Potenzial, ordentliche Renditen zu liefern. Sozusagen als ein zusätzlicher Ertragsbaustein in einem breit aufgestellten Portfolio.

Handfeste Argumente für aufstrebende Staaten

Der Coronavirus-Ausbruch ist derzeit das bestimmende Thema an den Märkten. Die Risikostimmung vieler Investoren wird dadurch determiniert. Gleichwohl gilt, dass die langfristigen makroökonomischen Trends, spätestens nachdem man das Virus baldigst und nachhaltig in Schach halten kann, wieder in den Mittelpunkt rücken sollten. Das große Bild spricht dabei nach wie vor für sorgfältig ausgewählte Investments in Schwellenländern. Die aufstrebenden Staaten haben in den zurückliegenden Jahrzehnten einen tiefgreifenden Wandel erlebt; bedingt durch Treiber wie demografische Entwicklungen und wachsenden Konsum. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass das Wachstum in den Schwellenländern auch im laufenden Jahr anzieht und Industrienationen im direkten Vergleich das Nachsehen haben. Die günstigeren Finanzierungsbedingungen infolge der geldpolitischen Lockerung in vielen Schwellenländern dürften sich zunehmend positiv auf die Wachstums- und Gewinnaussichten der Unternehmen auswirken. Im Gegensatz zu den meisten Industriestaaten sind ferner viele aufstrebende Länder in der durchaus komfortablen Lage, die Zinsen bei einem wirtschaftlichen Einbruch weiter zu senken. Vorausgesetzt, die großen Weltregionen erleben keinen massiven, längerfristigen Abschwung ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, in deren Sog auch die Schwellenländer Leidtragende sein dürften.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im immer breiteren Spektrum der Sub-Anlageklasse Emerging Markets-Unternehmensanleihen wider. Das Universum der Schwellenländer-Corporate-Bonds ist in den zurückliegenden Jahren rasant gewachsen. Diese Entwicklung ist auf verschiedene Gründe zurückzuführen. So waren die Ausfallquoten bei Unternehmensanleihen aus Schwellenländern bisher im Durchschnitt niedriger als bei Unternehmensanleihen der Industriestaaten. Ein Aspekt, der bei der Portfolioallokation oftmals unterschätzt wird.

Innerhalb dieses breiteren Universums der EM-Unternehmenswerte lohnt sich dabei auch ein gezielter Blick auf High-Yield-Schuldpapiere, denn in diesem unteren Bonitätsbereich bietet sich ein relativ attraktiver Spread. Mitunter wird hierbei eine wesentlich höhere Ausfallquote antizipiert, als für 2020 möglicherweise zu erwarten ist. Folglich gibt es eine Reihe an Unternehmen, die auf dem aktuellen Niveau immer noch günstig bewertet sind. Hochzinsunternehmensanleihen aus den Emerging Markets können damit einerseits ein guter Renditelieferant sein und andererseits ein ideales Diversifizierungsinstrument für das Gesamtportfolio.

Wichtig ist, gute positionierte Unternehmen zu günstigen Preisen zu finden, die dank Wachstumstreibern ihren Wert langfristig steigern können und sich im Wettbewerb behaupten. Insofern ist ein aktiver Allokationsansatz – unter Anwendung einer Top-down- und einer Bottom-up-Perspektive – ein Gebot der Stunde.

Autoren: Dorothea Fröhlich, Thomas Rutz und Dimitrios Nteventzis, Fondsmanager des MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced und des MainFirst Emerging Markets Credit Opportunities Fund.



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