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Pressemitteilung

Union Investment: MarktTicker 6. Kalenderwoche

© Union Investment

Was diese Woche wichtig war: Anleger gehen wieder ins Risiko

Märkte mit deutlicher Gegenbewegung in der Berichtswoche

In der Berichtswoche kam es an den Finanzmärkten zu einer starken Gegenbewegung. Weder die derzeit im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus schwer zu kalkulierenden Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaftsentwicklung noch schlechte Wirtschaftsdaten wie etwa deutlich rückläufige Auftragseingänge in der deutschen Wirtschaft im Januar vermochten die verbesserte Stimmung einzutrüben. Zahlreiche große US-Unternehmen haben jüngst die Einschränkung ihrer Geschäftstätigkeit in China bekanntgegeben, die Anleger haben dies bislang ohne weiteres hingenommen. Die großen US-Aktienindizes konnten sogar neue historische Höchststände erzielen. Auch der DAX 30-Index lag nicht mehr allzu weit von seinem historischen Hoch entfernt. Die Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff gegen den Corona-Virus und weitere Bewegung bei den Zöllen im Handelsstreit zwischen den USA und China lieferten positive Impulse und stützten die Aufwärtsbewegung.

Am Markt für als sicher geltende Staatsanleihen wie US-Schatzanweisungen und deutsche Bundespapiere waren im Umkehrschluss Verluste zu beobachten. Ein Teil der in der Vorwoche angefallenen Gewinne wurde wieder abgegeben.

Konjunktur: Schwache deutsche Auftragseingänge

Die deutschen Auftragseingänge in der Industrie zeigten sich im Januar überraschend schwach. Eine rückläufige Nachfrage aus dem Euroraum führte im Dezember gegenüber dem Vormonat zu einem Rückgang um 2,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es mit minus 8,7 Prozent sogar einen deutlichen Einbruch.

In den USA lag der dortige ISM-Index über den Erwartungen. Der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter blieb im Rahmen der Einschätzung und sorgte so für keine Überraschung. Am heutigen Freitag gab es hingegen vom US-Arbeitsmarkt sehr positive Nachrichten. Im Januar wurden 225.000 Stellen neu geschaffen. Erwartet wurden dem Konsens zufolge lediglich 165.000 neue Jobs.

Aktien: US-Indizes auf All-Time-High

US-Aktien unbeeindruckt auf neuen Höhen

Die Hoffnung auf einen baldigen Durchbruch im Kampf gegen den Corona-Virus hat den Aktienmärkten im Wochenverlauf Auftrieb gegeben. Eine starke Gegenbewegung zur vorangegangenen Verlustwoche ließ die US-Indizes sogar auf historische Höchststände klettern. Standard&Poor’s 500, Dow Jonas Industrial Average und auch der Nasdaq-Composite legten zwischen 1,8 und 3,4 Prozent bis Freitag zu. Im Euroraum lag EURO STOXX 50-Index 4,5 Prozent im Plus, der DAX 30-Index stieg um 4,3 Prozent an.

Die weltweit zu beobachtende Entspannung an den Aktienmärkten spiegelt sich im MSCI-World mit einem Plus von 3,2 Prozent wider. Der für die asiatische Region repräsentative MSCI-EM Asia legte dabei um 4,6 Prozent zu. Der Hang Seng China Enterprise-Index stieg um 4,5 Prozent an.

Mit Blick auf die europäische Branchenentwicklung lagen Technologiewerte (plus 6,5 Prozent) und Banken (plus 5,6 Prozent) vorne. Chemietitel folgten mit plus 4,5 Prozent. Der hierzu gehörige Gesamtindex STOXX 600 Europe lag mit 3,4 Prozent im Plus.

Tesla-Aktie mit Kurssprung

Am US-Markt vollzog die Tesla-Aktie in der Berichtswoche einen heftigen Kurssprung. Nach dem vorherigen Freitagsschluss bei rund 650 US-Dollar stieg der Anteilsschein im Wochenverlauf in der Spitze auf ein Rekordhoch bei knapp 970 US-Dollar. Bezüglich der Marktkapitalisierung war der US-amerikanische Elektroautomobilhersteller zeitweise mehr wert als Volkswagen, Daimler und BMW zusammen. Mutmaßlich dürfte die Eindeckung umfangreicher Leerverkäufe zum starken Kursanstieg geführt haben. Der Höhenflug wurde aber abrupt ausgebremst. Meldungen über eine Verzögerung der Auslieferungen beim Model 3 führten zu einer starken Korrektur. Per Freitagnachmittag notierte die Tesla-Aktie bei 764 US-Dollar.

Deutsche Bank-Aktie weiter gesucht

Der Kurs der Deutsche Bank-Aktie legte in der Berichtswoche weiter deutlich zu. Mit einem Plus von knapp 13 Prozent auf 9,40 Euro führte das Finanzinstitut die Gewinnerliste im Dax 30-Index an. Mit der US-Investmentgesellschaft Capital Group wurde ein neuer Großinvestor bekannt, der mittlerweile 3,1 Prozent der Aktien hält. Schon in der Vorwoche kam es, nachdem bekannt wurde, dass der Konzernumbau schneller als erwartet vorangeht, bei der Aktie zu einem Kursumschwung ins Positive.

Knapp dahinter lag Infineon mit einem Plus von 12,8 Prozent, dort spiegelt sich die hohe Präferenz der Anleger für Technologiewerte wider. Der Sektor insgesamt hat den bislang veröffentlichten Ergebnissen zum 4. Quartal sehr gut abgeschnitten.

Siemens berichtete zur Wochenmitte über einen Einbruch beim operativem Gewinn im ersten Quartal. Zudem stand das Unternehmen im Rahmen der Klimadebatte (Signaltechnik für eine australische Kohlemine) zuletzt verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit. Mit (ex Dividende) 108,40 Euro lag der Kurs der Aktie im Wochenvergleich nahezu unverändert und damit im Schlussfeld der 30 größten deutschen Börsenwerte.

Renten: Sicherheit weniger gefragt – Renditen ziehen wieder an

Zinskurven nach oben verschoben

Die zunehmende Risikofreude der Anleger brachte im Gegenzug die als sicher gelten Bundesanleihen und US-Schatzanweisungen unter Druck. Kursverluste respektive dementsprechende Renditeanstiege waren die Folge. Beide Zinsstrukturkurven verschoben sich parallel nach oben. Am US-Markt war ein Renditeanstieg von bis zu zehn, bei Bundesanleihen bis zu sechs Basispunkten zu beobachten. Die (negative) Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag per Freitag bei minus 39 Basispunkten.

In der Peripherie war die Renditeentwicklung uneinheitlich. In Spanien ansteigend, in Italien war hingegen kaum Bewegung auszumachen. Heute Abend steht die Überprüfung der Kreditwürdigkeit der Italiener bei einer großen US-Ratingagentur an. Die aktuelle Einstufung liegt bei BBB mit negativem Ausblick.

Gegen den Markt: Griechische Zehnjahresrendite fällt auf Rekordtief

Das Highlight der Woche war hingegen der griechische Staatsanleihemarkt. Die Zehnjahresrendite fiel per Freitagmittag in Richtung Ein-Prozentmarke (1,06 Prozent) und damit auf ein Rekordtief. Eine bessere wirtschaftliche Verfassung lässt bei den Anlegern Phantasie hinsichtlich einer möglichen Ratingverbesserung aufkommen. Damit würden auch die Chancen steigen, dass griechische Staatsanleihen Gegenstand des Anleiheankaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) würden. Die EZB würde mit den Ankäufen den Markt für griechische Staatsbonds verknappen.

Auf Gesamtmarktebene (iBoxx € Sovereigns) gaben Euro-Staatsanleihen bis Donnerstabend per saldo 0,5 Prozent ab.

Ausblick auf die kommende Woche

Die Ausbreitung des Corona-Virus und seine Folgen wird für die Finanzmärkte zentrales Thema bleiben, wenngleich ein Abflauen des medialen Interesses zu beobachten ist. Mit Blick auf die anstehenden Konjunkturdaten wird die Veröffentlichung des Bruttoinlandsproduktes der deutschen Wirtschaft im vierten Quartal von größerem Interesse sein. Der Hinweis beim vorläufigen Jahresergebnis auf eine leichte Erholung im letzten Quartal ringt dem Konsens ein leichtes Plus in Höhe von 0,1 Prozent ab. Zudem wird auch die Wirtschaftsleistung im gesamten Euroraum bekanntgegeben.

In den USA zählen die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion (beide Januar) zu den wichtigsten Daten in der neuen Handelswoche.



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Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: 7. Februar 2020, soweit nicht anders angegeben.




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