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Pressemitteilung

Union Investment: MarktTicker 48. Kalenderwoche

© Union Investment

Was diese Woche wichtig war: Handelskonflikt und Konjunkturdaten

Gesprächsausgang im Handelsstreit ist weiter offen

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China war auch in der jüngsten Berichtswoche ein zentraler Treiber an den Finanzmärkten. Beide Seiten sprachen zunächst von einer gegenseitigen Annäherung, was Anleger auf eine baldige Einigung hoffen ließ. In den USA markierten wichtige Aktienindizes daraufhin Rekordstände. In der zweiten Wochenhälfte wendete sich das Blatt jedoch wieder. Der US-Kongress hatte ein Gesetz für mehr Demokratie und Menschenrechte in Hongkong an Donald Trump zur Unterzeichnung gegeben. Sollte die Regierung in Peking die Menschenrechte in Hongkong nicht wahren, würden die USA demnach die bislang gewährten Handelsprivilegien kassieren und damit den Wirtschafts- und Finanzplatz Honkong erheblich schwächen. China kritisierte die USA scharf und warf Washington „bösartige Absichten“ vor. Am Freitagmorgen gerieten die Devisenmärkte in Asien unter Druck. Darüber hinaus schlossen die wichtigen Aktienindizes im Minus. Auffällig dabei war das hohe Handelsvolumen, gerade vor dem Hintergrund, dass in den USA viele Marktteilnehmer fehlen. Dort wurde Donnerstag das Erntedankfest gefeiert. Viele Händler haben ein langes Wochenende. Es bleibt nun abzuwarten, wie stark das Gesetz den Fortschritt der Verhandlungen behindert. US-Präsident Trump hatte wenig Spielraum, sich gegen den Entwurf des Kongresses zu wehren. Das dürfte zwar auch der Führung in Peking klar sein, ob das aber ausreicht, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen oder sogar Gegenmaßnahmen zu verhindern? Die kommenden Tage werden es zeigen.

Konjunkturelle Entwicklung tritt auf der Stelle

Der vielbeachtete Ifo-Geschäftsklimaindex hat sich, wie mehrheitlich von den Analysten erwartet, im November leicht erholt. Nach revidiert 94,7 Punkten im Vormonat Oktober stieg der Index zuletzt auf 95 Punkte an. Ein großer Erholungsschritt war dies jedoch nicht, vielmehr ein Stabilisierungszeichen vor dem Hintergrund des zuletzt zu beobachtenden Vorbeischrammens an einer technischen Rezession. Die Verbesserung des Gesamtindex wurde im Wesentlichen von einer gestiegenen Erwartungskomponente getragen. Aus Branchensicht hat sich die Stimmung im Handel und den Dienstleistungen aufgehellt, in der Industrie und in der florierenden Bauwirtschaft hingegen zuletzt etwas eingetrübt.

In den USA war eine ähnliche Entwicklung festzustellen. Auch dort waren die jüngsten Zahlen weder Fisch noch Fleisch. Das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal wurde um 0,2 Prozent nach oben revidiert. Getragen wurde die Verbesserung von höheren Investitionen. Es wäre sicherlich ein gutes Signal, wenn die Investitionszurückhaltung ein Ende finden könnte. Gleichzeitig trübt sich aber der so wichtige private Konsum in den USA langsam aber sicher ein. Ein guter Indikator dafür dürften die Umsätze am heutigen Black Friday und dem kommenden Cyber Monday sein. Die beiden Tage stellen traditionell den Auftakt des Weihnachtsgeschäfts dar.

Aktien: Rekordstände in den USA

Defensive Titel gefragt

Trotz der Verunsicherung zum Wochenende hin blicken die Aktienmärkte auf eine überwiegend freundliche Woche zurück. Wochenverlierer war die Börse in Hongkong mit einem Minus von knapp zwei Prozent. An der Spitze standen einmal mehr die Indizes aus den USA, die Rekordstände verbuchten. Auch die europäischen Märkte legten leicht zu. Gefragt waren eher defensiven Sektoren wie Immobilien und nicht-zyklische Konsumwerte.

Übernahmen stützen

Rückenwind für die Aktienmärkte kommt von weiteren Übernahmen. So kündigte der Schweizer Pharmakonzern Novartis an, die US-Biotechnologiefirma Medicines für knapp zehn Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Im Segment der Luxusgüter erhöhte der französische Konzern LVMH seine Übernahmeofferte für das US-Juwelierunternehmen Tiffany (auch bekannt aus dem 1961 gedrehten US-Streifen „Frühstück bei Tiffany“). Die sich auf nunmehr 16,5 Milliarden US-Dollar (inklusive Schuldenübernahme) belaufene Übernahme gilt als die größte in der Luxusgüterbranche. LVMH wird nun auch bei Schmuck zum Weltmarktführer. Im Wochenvergleich gewann die Aktien rund drei Prozent an Wert.

Renten: EZB überprüft Strategie

Euro-Staatsanleihen mit kleinem Kursplus

Die Renditen europäischer Staatsanleihen tendierten überwiegend seitwärts. Größere Kursbewegungen blieben aus. Auch die sonst oft zu beobachtende bessere Wertentwicklung von Anleihen aus den Peripherieländern war ebenfalls nicht zu beobachten. Bezüglich der spanischen Regierungsbildung gab es nichts Neues. Ministerpräsident Sanchez setzte seine Bemühungen zu einer Mehrheitsbildung fort. Die Ratingagentur Fitch würdigte die Fortschritte in Portugal und behielt ihren positiven Ausblick bei. In Italien hielten die Diskussionen über den Haushalt für das kommende Jahr an. Die Regierungsparteien haben weiterhin unterschiedliche Interessen. Da beide Parteien derzeit aber nicht die besten Karten bei einer Neuwahl hätten, ist davon auszugehen, dass man sich zusammenraufen wird.

Weiter viele Neuemissionen bei Unternehmensanleihen

Am Markt für Unternehmensanleihen wurden wie bereits in den Vorwochen viele neue Papiere begeben. Die Nachfrage war weiterhin hoch. Selbst Emittenten mit schlechterer Bonität gelang es problemlos neue Anleihen zu platzieren. Vielfach konnten sie den zu zahlenden Aufschlag gegenüber den bereits ausstehenden Anleihen noch etwas reduzieren.

Frischer Wind im Frankfurter EZB-Tower

Christine Lagarde hat sich viel vorgenommen. Die neue Chefin der Europäischen Zentralbank kündigte eine Überprüfung der Notenbankstrategie an. Bei der genauen Analyse der Zentralbankpolitik wird alles zur Debatte stehen: Die Ziele der Geldpolitik, ihre Mittel und auch die Kommunikationspolitik. Mit hoher Priorität soll das Inflationsziel angepasst werden, denn seit Jahren gelingt es den Währungshütern nicht, ihre angestrebte Teuerungsrate auch zu erzielen. Darüber hinaus gilt es wieder mehr Konsens zwischen den einzelnen Ratsmitgliedern herzustellen. Gegenwind kam zudem von der Öffentlichkeit. Vielen Bürgern sind Negativzinsen zur schwer zu vermitteln. Eine Abkehr von der aktuellen Geldpolitik dürfte unserer Meinung nach aber nicht zu erwarten sein. Frau Lagarde hatte schon vor dem Amtsantritt auf Kontinuität in der Geldpolitik hingewiesen. Angesichts der zuletzt an die Öffentlichkeit getragenen Zerstrittenheit innerhalb des EZB-Rates wird künftig mit einer anderen Debattenkultur zu rechnen sein, nicht zuletzt, um auch die Wogen im Gremium wieder etwas zu glätten.

Ausblick auf die kommende Woche

Die relevanten Konjunkturdaten werden in der zweiten Wochenhälfte veröffentlicht. Am Freitag kommen wichtige Daten aus dem produzierenden Gewerbe in Deutschland. Hält die Industrierezession an? Viel spricht dafür, denn die Probleme in der Autoindustrie und der verlangsamte Welthandel durch die Handelsstreit haben noch immer Bestand.

Darüber hinaus wird ebenfalls am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für November präsentiert. Hier ist nicht mit negativen Überraschungen zu rechnen. Die Zahl der neugeschaffenen Stellen sollte etwas über dem Jahresdurchschnittswert liegen.

Einen Tag zuvor richten sich die Augen der Marktteilnehmer nach Wien. Dort treffen sich am Donnerstag die OPEC-Mitglieder zu ihrer regulären halbjährlichen Sitzung. Die Obergrenze bei der Förderung dürfte wohl nicht angetastet werden.



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Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: 29. November 2019, soweit nicht anders angegeben.




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