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Pressemitteilung

Union Investment: MarktTicker 47. Kalenderwoche

© Union Investment

Was diese Woche wichtig war: Handelskonflikt und Hongkong

Nach freundlichem Wochenstart übten die Anleger Zurückhaltung

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China war der dominierende Faktor in der Handelswoche. Es gab zahlreiche Schlagzeilen über Fort- und Rückschritte bei den Verhandlungen. Die letztlich aber damit einhergehende Verunsicherung der Anleger ließ die Aktienmärkte leicht ins Minus tendieren. Staatsanleihen waren hingegen wieder stärker gefragt, vor allem US-Schatzanweisungen.

Die Lage im Handelskonflikt stellt sich derzeit unklar dar, es sieht aktuell nach einer Verzögerung des gesamten Prozesses aus. Medienberichten zufolge war von einer Verschiebung des Abschlusses in das kommende Jahr hinein die Rede. Darüber hinaus trat die Lage in Hongkong verstärkt ins Blickfeld der Anleger. Mit der vom US-Kongress verabschiedeten Gesetzesvorlage zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong könnte sich im Falle einer Unterzeichnung durch US-Präsident Donald Trump die allgemeine Verhandlungslage im Handelskonflikt deutlich verschlechtern.

Markit-Einkaufsmanagerindizes im Euroraum gemischt

In einer Woche mit vergleichsweise wenig marktrelevanten Konjunkturdaten kamen freundlichen Daten vom US-Immobilienmarkt, nicht zuletzt von der Zinspolitik der Fed unterstützt.

Bei der genaueren Analyse der Daten zum deutschen BIP im dritten Quartal zeigte sich, dass sowohl der Bau als auch der private Konsum die Treiber waren, die ein Abgleiten in die technische Rezession verhinderten. Die Ausrüstungsinvestitionen von staatlicher Seite gaben hingegen deutlich nach.

Der am heutigen Freitag veröffentlichten Markit-Einkaufsmanagerindex für den Euroraum waren im November leicht rückläufig. Mit 50,3 Punkten liegt der Index nunmehr knapp über der 50er-Expansionsmarkte. Der zuletzt deutlich unter die Räder geratene Teilindex für das Verarbeitende Gewerbe konnte mit 46,6 Punkten auf niedrigem Niveau hinzugewinnen und lag über den Erwartungen der Analysten. Der Dienstleistungssektor gab hingegen um 0,7 auf 51,5 Punkte nach und fiel damit schwächer als zuvor angenommen aus .

Aktien: Euphorie im Wochenverlauf gebremst

Märkte drehen nach Jahreshoch

Der Zuversicht der Anleger im Handelskonflikt folgte mit der zunehmenden Eskalation der Lage in Hongkong die Unsicherheit. Zunächst spiegelte sich die positive Stimmung in neuen Jahreshöchstständen bei einigen Aktienindizes wider. So konnten im Euroraum sowohl der EURO STOXX 50- als auch der DAX30-Index am Dienstag - innerhalb des Tageshandels - auf neue Jahreshöhen klettern. In den USA stiegen der Dow Jones Industrial Average und der marktbreitere S&P 500 ebenfalls entsprechend an. Zudem konnten dort auch große US-Unternehmen wie Apple oder Microsoft historische Höchststände ihrer Aktienkurse feiern. Zur Wochenmitte setzte dann unter dem Eindruck des politischen Geschehens ein kleiner Umschwung ein. Letztlich lagen weltweit die Indizes der großen Märkte leicht im Minus. Der MSCI World beispielsweise gab im Wochenvergleich (alle Stände per Freitagmittag) 0,5 Prozent ab.

Mit Blick auf den Euroraum lag der STOXX Europe 600-Index mit 0,6 Prozent im Minus. Autos (minus 2,1 Prozent), Chemiewerte und Versicherungen (jeweils minus 1,2 Prozent) gaben am meisten ab. Leichte Zugewinne verbuchten auf Branchenebene Gesundheit (plus 0,5 Prozent) sowie der Reisesektor (plus 0,2 Prozent).

ThyssenKrupp lässt Dividende ausfallen

Bei den unternehmensspezifischen Meldungen stand Thyssenkrupp im Blickpunkt. Der Konzern veröffentlichte für das zum 30. September zu Ende gegangene Geschäftsjahr Zahlen, die an der Börse nicht gut ankamen. Im von der Presse als „desaströs“ bezeichneten Geschäftsjahr 2018/2019 ergab sich unter dem Strich ein Verlust von 309 Millionen Euro. Das Unternehmen, dass im vergangenen Herbst den DAX 30-Index verlassen musste, strich angesichts der Geschäftsentwicklung die Dividende und will bereits eingeleitete Restrukturierungmaßnahmen forcieren. Dabei steht der Verkauf der Aufzugssparte an. Die Aktie verlor am Donnerstag im Rahmen der Bekanntgabe 13,6 Prozent. Auf Wochensicht blieb für die Aktionäre von Thyssenkrupp ein Verlust in Höhe von 9,8 Prozent pro Aktie.

Im DAX30-Index führte die RWE-Aktie mit plus 3,4 Prozent die Gewinnerliste an. Adidas folgt mit 2,1 Prozent. Den größten Wochenverlust hingegen verbuchte die Wirecard-Aktie. Presseberichten zufolge setzten am Markt erneut aufkommende Zweifel an einer korrekten Bilanzierung des Unternehmens die Aktie unter Druck. Der Wert verlor im Wochenverlauf vier Prozent, dicht gefolgt von den VW-Vorzügen, die 3,8 Prozent abgaben.

Renten: Zugewinne am Staatsanleihemarkt

Vor allem US-Treasuries gesucht

Von der zur Wochenmitte hin aufkommenden Verunsicherung der Anleger konnten in erster Linie US-Schatzanweisungen profitieren. Die US-Zinsstrukturkurve tendierte dabei über die langen Laufzeiten (minus zehn Basispunkte) etwas flacher. Die Rendite für zehnjährige US-Papiere fiel von 1,83 auf 1,75 Prozent zurück. Im Euroraum wurden Anleiheverluste der Vorwoche zumeist gestoppt, die Märkte tendierten mit Ausnahme von Portugal stabil. Dort setzten sich die Gewinnmitnahmen weiter fort, entsprechend stieg die Zehnjahresrendite um sieben auf 43 Basispunkte an. Der Markt für deutsche Bundesanleihen trat nahezu auf der Stelle, die Renditen bewegten sich je nach Laufzeit um ein bis zwei Basispunkte.

Rekord-Neuemissionsvolumen am europäischen Unternehmensanleihemarkt

Am Neuemissionsmarkt für europäische Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) gab es etwas zu feiern. In der Berichtswoche wurde beim Neuemissionsvolumen eine historische Bestmarke erreicht. Mit etwas mehr als 410 Milliarden Euro im bisherigen Jahresverlauf wurde eine Rekordmarke aufgestellt. Und das laufende Handelsjahr ist noch nicht zu Ende, wenngleich in den letzten Tagen eine zunehmende Ermüdung bei den Marktteilnehmern zu vernehmen ist. Dennoch ist der Rekord nunmehr festgezurrt, das bisherige Rekordjahr 2017 (406 Milliarden Euro) wurde übertroffen. Das Niedrigzinsumfeld beziehungsweise negative Renditen sowie die Europäische Zentralbank, die seit Anfang November wieder als Käufer an den Bondmärkten auftritt, machen Unternehmensanleihen zu einer attraktiven Anlageklasse.

Der Sekundärmarkt gab hingegen in der Berichtswoche leicht ab, die Risikoprämein (Spreads) weiteten sich ein wenig aus.

Ausblick auf die kommende Woche

Am Freitag wird die Inflationsrate im Euroraum für den Monat November veröffentlicht. Es wird im Konsens mit einem leichten Anstieg um 0,1 auf 0,8 Prozent gerechnet. Verantwortlich dürfte hierfür ein leichter Anstieg der Kerninflationsrate sein, der auf die mit Beginn 2019 vorgenommene Änderung der Berechnungsmethode zurückzuführen ist.

Des Weiteren stehen zahlreiche Daten aus den USA auf der Agenda. Der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter dürfte auch im Oktober rückläufig gewesen sein. Im Schnitt wird ein Minus in Höhe 0,5 Prozent erwartet. Analysten zufolge soll dies sowohl auf rückläufige Aufträge aus dem militärischen Sektor als auch auf den Streik bei General Motors zurückzuführen sein.

Den Wochenauftakt gibt der Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland. Der Gesamtindex wird mit 95 Punkten leicht über dem Vormonatswert erwartet.


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Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: 22. November 2019, soweit nicht anders angegeben.




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