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Pressemitteilung

Union Investment: MarktTicker 43. Kalenderwoche

© Union Investment

Was diese Woche wichtig war: PMIs im Euroraum, Draghis EZB-Abschied

Europäische Einkaufsmanagerindizes verhalten

Die wirtschaftliche Lage im Euroraum bleibt angeschlagen, wie die jüngsten Daten zeigen: Die am Donnerstag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes (PMIs) für den Euroraum lagen - sowohl das Verarbeitende Gewerbe als auch die Dienstleistungen betreffend – leicht unter den Erwartungen. Mit 50,2 Punkten befand sich der Gesamtindex aber noch leicht über der Expansionsschwelle von 50 Zählern. Nach wie vor schwach tendierte das Verarbeitende Gewerbe (45,7 Punkte). Auf Länderebene stand einem anhaltend niedrigen Niveau in Deutschland eine leichte Verbesserung in Frankreich entgegen. Auch der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex verharrte im Oktober im Rahmen der Erwartungen bei 94,6 Punkten. Schwächer tendierte der am Freitag veröffentlichte deutsche Konsumklimaindex (GfK), der mit 9,6 Punkten unter der durchschnittlichen Schätzung (9,8 Punkte) der Marktteilnehmer lag.

Mit Blick auf die US-Daten stand der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter auf der Agenda. Im September gab es einen Rückgang von minus 1,1 Prozent, der ebenfalls unter den Erwartungen (lt. Bloomberg minus 0,7 Prozent) lag.

EZB bleibt bei ihrer geldpolitischen Ausrichtung

Am Donnerstag tagte die Europäische Zentralbank (EZB). Die geldpolitische Ausrichtung blieb wie erwartet unverändert. Präsident Mario Draghi sah sich in seinem letzten Auftritt in der Pressekonferenz im Hinblick die bislang als für notwendig erachteten geldpolitischen Maßnahmen bestätigt. Zudem skizzierte Draghi seine Visionen hinsichtlich einer vertieften Integration der EWU. Damit einhergehend folgte ein Aufruf an die Politk zu wachstumsfreundlichen Strukturreformen und einer expansiveren Fiskalpolitik. Neue Details zur Aufschlüsselung des Anleiheankaufprogramms gab es nicht. Die EZB wird sich hierbei eine größtmögliche Flexibilität bewahren. Wir gehen davon aus, dass ab 1. November verstärkt Unternehmensanleihen von der EZB erworben werden.

Mit dem nun stattfindenden Wechsel an der Spitze sollte Kontinuität in der Geldpolitik der EZB zu erwarten sein. Nachfolgerin Christine Lagarde dürfte ihre geldpolitischen Entscheidungen in einem breiten Dialog vorbereiten, die Überlegungen der EZB sollten transparenter werden. Die ehemalige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist politisch bestens vernetzt und wird ihre Kontakte nutzen, um die Mitgliedsstaaten an ihre Verantwortung für Wachstum in der Eurozone zu erinnern. Lagardes grundsätzliche Haltung gleicht letztlich der von Draghi.

Aktien: Berichtssaison mit Höhen und Tiefen

DAX mit Jahreshoch

Die Aktienmärkte tendierten in der Berichtswoche zumeist freundlich. Der MSCI World legte um ein knappes Prozent zu. Fortschritte im Brexit-Verfahren und im Handelsstreit waren unterstützende Faktoren. Vor dem Hintergrund der Berichtssaison der Unternehmen zum 3. Quartal tendierten vor allem die europäischen Aktienmärkte ins Plus. Beim DAX 30-Index ging es am Donnerstag mit 12.915 Punkten in Richtung 13.000er Marke. Am Freitag gab es einen leichten Rücksetzer, dennoch legte Deutschlands Leitindex im Wochenvergleich rund 1,7 Prozent zu. Von den Schwergewichten berichteten Daimler und BASF in der Berichtswoche über eine ganz erfreuliche Geschäftsentwicklung. Die Daimler-Aktie war auch Wochengewinner im DAX 30-Index und legte um knapp neun Prozent gegenüber der Vorwoche zu. Schlusslicht war die Vorzugsaktie von Henkel, die knapp fünf Prozent auf Wochensicht verlor. Nach eher enttäuschenden Quartalsdaten wurde am Donnerstagabend ein Managementwechsel vom Unternehmen angekündigt.

Autosektor vorne

Bezüglich der Sektorenentwicklung stand der Automobilsektor im Blickpunkt. Nach den guten Berichten von Daimler und Tesla aus den USA konnte der Automobilindex im STOXX Europe 600-Index 3,8 Prozent zulegen. Der herabgesenkte Ausblick des US-Automobilproduzenten Ford vermochte die gute Stimmung unter den Anlegern nicht zu trüben. Zudem konnten die Sparten Öl und Gas sowie die Grundstoffe jeweils 2,8 Prozent im positiven Stimmungsumfeld hinzugewinnen. Merklich im Minus lagen die Gewinner der Vorwochen: Nahrung und Getränke (minus 1,4 Prozent) und Immobilien (minus 1,5 Prozent). Die Technologiebranche lag mit 0,3 Prozent leicht im Minus. Das US-Unternehmen Texas Instruments hatte zur Wochenmitte von einem Gewinnrückgang und einem Umsatzeinbruch berichtet. Die Aktie verlor in der Folge rund sieben Prozent und belastete die Technologiebereich. Letztlich legte aber auch der US-Gesamtmarkt (Dow Jones Industrial Average und S&P 500) zu, mit 0,3 beziehungsweise 0,4 Prozent aber geringer als die europäischen Pendants. Erwähnt sei zudem der FTSE 100, der im Rahmen der Brexit-Fortschritte in der Berichtswoche rund zwei Prozent an Wert gewann.

Renten: Wenig Bewegung

Renditen im Euroraum und den USA im Seitwärtstrend

Die Entwicklung an den Rentenmärkten war in der aktuellen Berichtswoche recht unspektakulär. Die Renditen im Euroraum traten auf der Stelle. Lediglich in Griechenland war ein Rückgang der Verzinsung im Zehnjahresbereich zu beobachten. Die Rendite fiel dort um acht Basispunkte auf rund 1,2 Prozent. Unverändert zeigte sich auch der italienische Staatsanleihemarkt. Damit hatte auch der von der EU-Kommission angemahnte Erklärungsbedarf zum italienischen Haushalt für 2020 keinen Einfluss. Diesbezüglich gab es aber auch für Belgien, Frankreich. Portugal und Spanien Post von der EU. Der Markt setzt auf Kooperation bei den Verhandlungen. Auch am US-Anleihemarkt zeigten sich die Renditen unverändert.

Unternehmensanleihen freundlich

Am europäischen Unternehmensanleihemarkt hat sich die Neuemissionstätigkeit der Unternehmen während der Berichtssaison stark verringert. Es gab nur wenige Neuemissionen, die – auch vor dem Start des EZB-Ankaufprogramms - sehr gut nachgefragt waren. Der Gesamtmarkt (ICE Bofa Merrill Lynch Euro Corporates-Index, ER00) konnte bis Donnerstagabend leicht zulegen. Die Risikoprämien (Asset Swap Spreads) gingen leicht zurück.

Im Bereich der Anleihen aus den Schwellenländern lagen in US-Dollar und Euro notierte Papiere unverändert. Die dort in der Berichtswoche platzierten neuen Titel waren gut nachgefragt und konnten sogar im Falle Saudi-Arabiens ohne nennenswerte Neuemissionsprämie platziert werden.

Ausblick auf die kommende Woche

In der neuen Handelswoche stehen einige interessante Veröffentlichungen an. Sowohl für die USA als auch den Euroraum werden zur Wochenmitte die vorläufigen Daten zum Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal bekanntgegeben. Der Konsens geht in beiden Wirtschaftsräumen von rückläufigen Daten aus. Am Freitag folgt in den USA der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe. Hier erhofft sich der Schnitt der befragten Analysten eine Verbesserung auf 49 Punkte. Darüber hinaus steht am Mittwoch die US-Notenbank im Blickpunkt. Eine weitere Senkung der Fed Funds Rate um 25 Basispunkte wird im Rahmen des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds erwartet. Zum Wochenschluss steht dann der US-Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Vor dem Hintergrund des Streiks bei General Motors haben die Daten zu den neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft (non farm payrolls) für Oktober nur begrenzte Aussagekraft.

Die Berichtssaison zum dritten Quartal setzt sich mit zahlreichen Unternehmensberichten fort.




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Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: 25. Oktober 2019, soweit nicht anders angegeben.



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