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Interview

Stefan Breintner (DJE Kapital AG): „Goldgräberstimmung“

© DJE

Handelskonflikt, Brexit, expansive Geldpolitik, fallende Anleiherenditen – Gold ist gefragt und pendelt zurzeit um die Marke von 1.500 US-Dollar pro Unze. Das Edelmetall ist damit so wertvoll wie zuletzt im Frühjahr 2013. Geht der Höhenflug weiter? Dazu äußert sich Stefan Breintner, Fondsmanager des DJE - Gold & Ressourcen.

Gold pendelt um die Marke von 1.500 US-Dollar. So hoch stand das Edelmetall seit 2013 nicht mehr. Was sind die Gründe für die Stärke, die Gold gerade zeigt?

Als wichtigste Gründe sind vor allem die gestiegenen Zinssenkungserwartungen und die fallenden Anleiherenditen zu sehen: Vor allem aufgrund dieser Entwicklung hatten die Gold-ETFs zuletzt wieder stärkere Zuflüsse. Aufgrund der gefallenen Anleiherenditen sind die Realzinsen in den wichtigsten Wirtschaftsregionen entweder bereits negativ oder rückläufig. Fallende bzw. negative Realzinsen sind generell sehr positiv für Gold und Sachwerte

Welcher Faktor hat aus Ihrer Sicht den stärksten Einfluss?

Der US-Realzins ist meiner Meinung nach der wichtigste Einflussfaktor für den Goldpreis, gefolgt von den Zentralbanken. 2019 und voraussichtlich darüber hinaus werden sie eine wichtige Stütze bleiben. Der Lobbyverband der Goldminenindustrie, das World Gold Council, geht davon aus, dass die Zentralbanken in diesem Jahr rund 500 bis 600 Tonnen Gold kaufen. Hinzu kommt, dass das Goldangebot aus laufender Minenproduktion in diesem Jahr seinen Höhepunkt erreicht und in den nächsten Jahren strukturell fallen könnte.

Niedrige Zinsen, ein schwächelnder US-Dollar, Handelsspannungen und geopolitische Spannungen am Persischen Golf: Ist Gold nur in einem Klima der Unsicherheit stark?

In einem Klima der Unsicherheit ist Gold meist stärker gefragt als in einem wirtschaftlich sehr freundlichen Umfeld. Wichtiger ist aber immer das Realzinsumfeld. Wenn es rückläufig oder negativ ist, ist dies generell gut für Goldanlagen.

Wird diese Stärke auch in den nächsten Monaten anhalten? Welche fundamentalen Gründe sprechen dafür?

Es sprechen aus meiner Sicht einige Punkte dafür, dass Gold weiterhin gefragt bleibt, vor allem die stark gestiegenen Kurse sehr lang laufender Anleihen, beispielweise die Kursverdoppelung der 100-jährigen Österreich-Anleihe oder der internationale Wettlauf um Währungsabwertung. Hinzu kommen die gestiegenen Erwartungen an die Zentralbanken, die Zinsen zu senken. Diese sind in erster Linie auf die Zuspitzung des Handelskonflikts zwischen den USA und China zurückzuführen, und der lässt die Marktteilnehmer vorsichtig werden. Zusammen führen die Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump, der US-Notenbank und Chinas Regierung auch dazu, dass der Goldpreis voraussichtlich länger hoch bleiben dürfte.

Je unsicherer die Lage, desto attraktiver wird Gold?

Die wachsende wirtschaftliche Unsicherheit – Stichwort Handelskonflikt, Stichwort Brexit – ist für Anleger ein wichtiger Faktor. Die Furcht vor einer Rezession der Weltwirtschaft wird größer, und das rückt den Status von Gold als sicherem Hafen wieder in den Fokus der Anleger. Auch die wahrscheinlich weiterhin sehr expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank spricht für Gold.

Ist es für Anleger angesichts der gestiegenen Preise schon zu spät, um das Depot jetzt mit Gold abzusichern?

Nein, meiner Meinung nach ist es dafür nicht zu spät: Gold ist Anfang August erstmals seit dem großen Ausverkauf im April 2013 wieder über die Marke von 1.500 US-Dollar pro Feinunze gestiegen. Jedoch sind die Investoren weltweit bislang kaum in Gold investiert. Schätzungsweise entfallen nur 1–2% des weltweiten Anlagevermögens auf Goldanlagen. Viele Investoren haben aufgrund der zahlreichen Kursenttäuschungen seit 2011 Ihre Goldbestände stark zurückgefahren.

Welche Faktoren könnten den Goldpreis derzeit ausbremsen?

Eine schnelle und klare Beilegung des Handelskonflikts zwischen den USA und China würde die Sorgen an den Märkten sicherlich verringern. Verbesserte Konjunkturaussichten hätten wiederum – unter Umständen stark – steigende Anleiherenditen zur Folge. Ein Umfeld steigender Realzinsen würde den Goldpreis bremsen, ebenso die Erwartung steigender Zinsen. Außerdem würde es sich negativ auf den Goldpreis auswirken, wenn die Notenbanken Teile ihrer Goldbestände verkaufen würden oder wenn sie ins sogenannte Quantitative Tightening übergehen würden, d.h. Anleihen verkaufen.

Für welchen Anlegertyp eignet sich das Edelmetall als Anlagealternative besonders?

Gold eignet sich grundsätzlich für jeden Anlegertyp, wobei sich physische Goldbestände besser für risikoaverse Anleger eignen als Goldminenaktien. Das Edelmetall ist weitgehend unkorreliert zu anderen Anlageklassen, und es bleibt auch weiterhin ein Schutz gegen viele unkalkulierbare Risiken des Finanzsystems.


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Rechtliche Hinweise

Alle veröffentlichten Angaben dienen ausschließlich Ihrer Information und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Langfristige Erfahrungen und Auszeichnungen garantieren keinen Anlageerfolg. Wertpapiere unterliegen marktbedingten Kursschwankungen, die möglicherweise nicht durch das aktive Management des Vermögensverwalters oder des Anlageberaters ausgeglichen werden können. Diese Information kann ein Beratungsgespräch nicht ersetzen. Alle Angaben sind mit Sorgfalt und nach bestem Wissen entsprechend dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung gemacht worden. Trotz aller Sorgfalt können sich die Daten inzwischen verändert haben. Weitere Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie auf der Webseite
www.dje.de
. Der Verkaufsprospekt und weitere Informationen sind in deutscher Sprache kostenlos bei der DJE Investment S.A. oder unter www.dje.de erhältlich. Verwaltungsgesellschaft der Fonds ist die DJE Investment S.A. Vertriebsstelle ist die DJE Kapital AG.

Informationen zum Artikel
Autor: Stefan Breintner
Unternehmen: DJE Kapital AG

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