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Pressemitteilung

Münsterländische Bank: Rückblick auf das zweite Quartal 2019

© Münsterländische Bank Thie & Co. (MLB)

Die Entwicklung an den Anlagemärkten:

Der zu Beginn des Jahres begonnene Erholungstrend hat sich im 2. Quartal 2019 weiter fortgesetzt, wenn auch mit einer abgeschwächten Dynamik. Währungsbereinigt legte der amerikanische Dow Jones im laufenden Jahr knapp 15% zu. Der Dax hat im gleichen Zeitraum eine Performance von rund 17,5% verzeichnet.
Im Bereich der Währungen konnte der Euro gegenüber dem US-Dollar im 2. Quartal seine negative Entwicklung der ersten Monate 2019 wieder leicht abbauen. Er notiert zum 28.06.2019 bei 1,14 EUR/USD. Aufgrund der unsicheren Situation um den Brexit hat das Britische Pfund im 2. Quartalgegenüber dem Euro stark verloren und liegt zum Halbjahresende bei 0,90 EUR/GBP. Den Währungsgewinn aus den ersten drei Monaten musste das Pfund damit vollständig wieder abgeben. Die Renditen deutscher Bundesanleihen sanken im ersten Halbjahr auf historische Tiefstände. Die Bundesanleihe mit 10-jähriger Laufzeit bietet derzeit eine negative Rendite von -0,32% p. a. Folglich verzeichneten Anleihen im ersten Halbjahr deutliche Kursanstiege. Auch in den USA setzte sich der Zinsrückgang insgesamt fort. In unsicheren Zeiten machte das Gold als „Krisenwährung“ seinem Namen alle Ehre. Die währungsbereinigte Performance im 1. Halbjahr 2019 beträgt knapp 11%. Der Preisanstieg des Rohöls fiel in den ersten sechs Monaten mit rund 25% deutlich aus.

Aktuelles Kapitalmarktumfeld und Ausblick

Das 2. Quartal 2019 war geprägt von einerseits weiter steigenden Kursen an den Kapitalmärkten, aber andererseits von schwächeren Prognosen für die konjunkturelle Entwicklung der wichtigsten Volkswirtschaften.

Konjunktur:

Die Wachstumsprognosen für die Entwicklung der europäischen Wirtschaft wurden in den letzten Wochen von den meisten Marktbeobachtern stärker als erwartet reduziert. Insbesondere der Industriesektor leidet zunehmend unter einem rückläufigen Exportgeschäft. Hintergrund ist die immer noch nicht abschätzbare Entwicklung des Handelskonflikts zwischen den USA und China und der US-Zollpolitik gegenüber Europa. Stabilisierend wirkt in Europa dagegen eine hohe Binnennachfrage, die von einem hohen Beschäftigungsniveau und günstigen Finanzierungsmöglichkeiten profitiert. Die Wachstumserwartungen des Bruttoinlandsproduktes im Euroraum für 2020 wurden von +1,4% auf +1,1% zwar deutlich zurückgenommen, weisen jedoch nach den für 2019 erwarteten +0,9% noch einen positiven Trend auf.*
Das Wirtschaftswachstum in den USA ist mit +3,1% sehr stark.* Jedoch laufen die positiven Wirkungen der Steuersenkungspolitik der letzten zwei Jahre aus und die negativen Folgen der USHandelspolitik werden für die amerikanische Wirtschaft zunehmend spürbar. Die hohen Einfuhrzölle vereinnahmt der Staat, während die damit steigenden Preise die Unternehmen und Verbraucher belasten. Die Gegenmaßnahmen z. B. Chinas in Form hoher Importzölle führen bereits zu deutlichen Rückgängen im US-Export. Nach einem erwarteten BIP-Wachstum von +2,5% für 2019 ist derzeit mit einem Wachstum von +1,8% für 2020 zu rechnen.*
Die Entwicklung der Wirtschaft in China ist von großer Bedeutung für alle anderen Volkswirtschaften, insbesondere auch für die deutsche Exportwirtschaft. Das Wachstum in China wird für 2019 von offizieller chinesischer Seite mit +6,3% angegeben. Die Erwartung für 2020 liegt bei +6,0%.* Alle volkswirtschaftlichen Daten werden von staatlicher Seite ermittelt und veröffentlicht. Die zahlreichen staatlichen Programme zur Konjunkturunterstützung weisen daher auf Schwächen in der Wachstumsperspektive hin. Zentrales Thema für den weiteren Konjunkturverlauf ist und bleibt daher die weitere Entwicklung der Handelskonflikte. Die Volkswirtschaften weltweit werden entweder unter einer Verschärfung der Auseinandersetzung leiden oder bei einer Beilegung der Konflikte neues Wachstumspotenzial entfalten können.

Aktien:

Die Kurse an den Aktienmärkten werden zur Zeit wesentlich vom jeweils aktuellen Sachstand beim Thema Handelskonflikt bestimmt. Derzeit dominieren die Hoffnungen auf eine Beruhigung der Auseinandersetzungen. Sowohl US-Präsident Trump als auch die chinesische Regierung stehen innenpolitisch unter Erfolgsdruck und wollen negative Wirtschaftsnachrichten vermeiden. Vorgehensweise und mögliche Maßnahmen der US-Handelspolitik sind jedoch nicht kalkulierbar.

Zinsen:

Im letzten Quartal hat sich der Trend sinkender Zinsen verstärkt. So sank die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe auf ein bisheriges Rekordtief von unter -0,32% p. a. Die europäische Zentralbank hält ihren Kurs des billigen Geldes bei, weitere Zinssenkungen scheinen nicht ausgeschlossen. Die US-Notenbank FED reagiert auf die rückläufigen Konjunkturerwartungen und bereitet die Märkte auf mehrere Zinssenkungen in diesem Jahr vor.


Lesen Sie mehr im Kapitalmarktbericht "Rückblick auf das zweite Quartal 2019"  der Münsterländische Bank Thie % Co. (MLB).

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