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Pressemitteilung

Union Investment: MarktTicker 31. Kalenderwoche

© Union Investment

Wöchentliche Information zu den Kapitalmärkten für den Zeitraum vom 29. Juli – 02. August 2019

  • Diese Woche: US-Notenbank senkt Zins/ Trump verschärft Handelskonflikt
  • Aktien: Deutliche Verluste zum Wochenende
  • Renten: Unsicherheit lässt Renditen fallen
  • Ausblick: Deutsche Industriedaten; US-ISM-Index

Was diese Woche wichtig war: US-Notenbank senkt Zins / US-Präsident Trump verschärft Handelskonflikt

Anleger enttäuscht, kein Zinssenkungszyklus

Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Mittwoch wie von den Anlegern erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt. Nach der ersten Zinssenkung seit zehn Jahren liegt das Leitzinsband der Fed nunmehr bei zwei bis 2,25 Prozent. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell machte jedoch klar, dass dies nicht der Beginn einer Reihe von Zinssenkungen sei. Der Schritt sei mit Blick auf die globale wirtschaftliche Entwicklung als Prävention gegen konjunkturelle Abwärtsrisiken gedacht. Zusätzlich hat die Fed ihren Bilanzanpassungsprozess, also die Reduzierung ihrer Anleihebestände, vorzeitig zum 1. August beendet und damit einen weiteren Lockerungsschritt vorgenommen.

US-Notenbankgouverneure uneins

Einige Anleger hatten einen aggressiveren Schritt mit einer Absenkung von 50 Basispunkten erwartet. Darüber hinaus sorgte die Aussage, dass es sich hierbei nicht um den Auftakt zu einem Zinssenkungszyklus handele, für Enttäuschung. Die Notwendigkeit einer geldpolitischen Lockerung zum jetzigen Zeitpunkt war innerhalb des Gremiums offenbar nicht einmütig, wie die Gegenstimmen von zwei regionalen Notenbankgouverneuren belegen. Sie hätten die Leitzinsen lieber unverändert gelassen. Auch das offizielle Statement klingt vorsichtig. So wird betont, man denke über den künftigen Leitzinspfad nach und werde nach Datenlage dafür Sorge tragen, den Aufschwung am Laufen zu halten.

US-Präsident Trump verschärft Handelskonflikt

Zölle für Importe über weitere 300 Milliarden US-Dollar verkündet

Für die Märkte überraschend hat US-Präsident Trump zum Wochenschluss den Handelskonflikt mit China noch einmal deutlich verschärft. Trump kündigte am Donnerstagabend die Einführung von Zöllen in Höhe von 10 Prozent auf bislang nicht betroffene Importgüter aus China im Volumen von 300 Milliarden US-Dollar ab dem 1. September an. Hiervon sind nun auch Konsumgüter betroffen. Nachdem dies unmittelbar auf ein Gespräch mit Finanzminister Mnuchin und dem Handelsbeauftragten Lightizer folgte, beide waren von den Verhandlungen in Shanghai zurückgekehrt, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass sich die USA und China in der Handelsdebatte nicht nähergekommen sind. Obwohl klar war, dass der Handelsstreit ein längerfristiges Thema bleiben wird, kam dieser Schritt für die Märkte unerwartet. Eine Gegenreaktion Pekings ist ersten Meldungen zufolge aus dem chinesischen Außenministerium zu erwarten.

Aktien: Deutliche Verluste zum Wochenschluss

Konsumgüterunternehmen betroffen

An den Aktienmärkten war die Handelswoche von Verlusten geprägt. Die mit Enttäuschung aufgenommene Fed-Zinsentscheidung sorgte zur Wochenmitte für nachgebende Notierungen. Mit den von der US-Administration angekündigten Zöllen zum 1. September hat sich der Abschwung an den Märkten zum Wochenschluss noch einmal verstärkt. Am US-Markt sind nun auch Konsumgüter und damit auch der US-Verbraucher betroffen. Dies dürfte sich entsprechend auf das Geschäft von Konsumgüterunternehmen auswirken. Es ist damit zu rechnen, dass die Analysten ihre Gewinnerwartungen für diese Unternehmen entsprechend korrigieren werden. Am US-Aktienmarkt (Stand circa 16.00 Uhr) verloren der Dow Jones Industrial Average und der marktbreitere S&P 500-Index auf Wochensicht 2,8 beziehungsweise 2,9 Prozent. Im Euroraum gaben der EURO STOXX 50- und der STOXX Europe 600-Index 3,4 respektive 2,6 Prozent ab. Der Dax 30-Index verlor 3,9 Prozent.

Defensive Branchen halten sich

Ein Blick auf die Branchenentwicklung im STOXX Europe 600-Index zeigt: Vor allem Grundstoffe, Automobilhersteller und Zulieferer, Banken sowie Öl-&Gasunternehmen gaben am deutlichsten ab. Die Verluste lagen zwischen rund fünf und acht Prozent. Defensive Papiere aus den Sektoren Versorger, Telekommunikation, Gesundheit sowie Nahrung und Getränke konnten sich immerhin auf Vorwochenniveau halten. Im DAX lagen Versorgertitel wie RWE und EON gegenüber dem Vortag sogar leicht im Plus.

Berichtssaison mit zahlreichen Gewinnwarnungen

Mit Blick auf die Entwicklung der Berichtssaison zum zweiten Quartal fiel diese bislang gemischt aus. In Summe verlief diese mehrheitlich gemäß der Erwartungen, dennoch spiegelt sich die aktuelle Konjunkturflaute zunehmend in den Unternehmenserwartungen wider. So formulierten zuletzt Konzerne wie Bayer oder Siemens, letztere berichtete zum dritten Quartal, ihre Geschäftsprognosen vorsichtiger. Die Hoffnung auf eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr dürfte stark zurückgeschraubt werden. Ähnlich sehen es die Anleger, so verlor etwa die Siemens-Aktie im Vergleich zum Vorwochenschluss rund neun Prozent an Wert.

Renten: Unsicherheit lässt Renditen fallen

US-Renten

Der US-Rentenmarkt reagierte auf die Fed-Entscheidung am Mittwoch mit nur geringen Kursausschlägen. US-Schatzanweisungen mit kurzen Laufzeiten gaben etwas nach. Über den damit einhergehenden Renditeanstieg verflachte zunächst die US-Zinskurve. Erst mit der Zollankündigung durch die US-Regierung und der damit einhergehenden Unsicherheit unter den Anlegern kam es zu größeren Kursbewegungen. Im Zehnjahresbereich fiel die Rendite bis Freitagmittag deutlich um 20 Basispunkte in Richtung 1,85 Prozent. Auf diesem Renditeniveau wurden US-Treasuries zuletzt im Herbst/Winter 2016 gehandelt. Der Renditerückgang umfasste alle Laufzeitbereiche, die amerikanische Zinskurve hat sich im Vergleich zum Vorwochenschluss deutlich nach unten verschoben.

Euro-Renten

Am europäischen Rentenmarkt fielen, parallel zu den US-Staatsanleihen, die Renditen ebenfalls mehrheitlich. Nach einer zunächst ausgeprägten Seitwärtsbewegung verzinsten sich deutsche Zehnjahrespapiere am Freitag mit minus 0,49 Prozent auf einem historischen Tief. Deutlich abwärts ging es auch bei den Langläufern. Die Rendite 30-jähriger Bundesanleihen unterschritt am Freitag zeitweise sogar die Nulllinie und lag damit 20 Basispunkte tiefer als in der Vorwoche. Die deutsche Zinsstrukturkurve tendierte letztlich flacher. Je länger die Laufzeit umso ausgeprägter war der Renditerückgang. In der Peripherie war der Renditeabschwung weniger ausgeprägt. Griechische Papiere traten auf der Stelle, in Italien zog die Verzinsung nach etwas besser als erwarteten Wirtschaftsdaten und der Spekulation auf Neuwahlen hingegen etwas an.

Konjunktur

Konjunkturseitig zeigt sich der Rentenmarkt weiterhin unterstützt. Mit einem geringen BIP-Zuwachs in Höhe von 0,2 Prozent im zweiten Quartal und weiterhin schwachen Stimmungs- und Frühindikatoren dürfte sich die Europäische Zentralbank (EZB) mit der geplanten Lockerung ihrer Geldpolitik auf dem richtigen Weg sehen. Auch verlor der in der Berichtswoche veröffentlichte Economic Sentiment Indicator (ESI) der EU-Kommission im Juli 0,6 Punkte auf 102,7 Zähler und fiel damit auf den tiefsten Stand seit März 2016. Zudem spricht die jüngste Teuerungsrate im Euroraum für Juli, die insgesamt von 1,3 auf 1,1 Prozent und im Kern von 1,1 auf 0,9 Prozent zurückfiel, für die nun im September erwarteten EZB-Maßnahmen.

Ausblick auf die kommende Woche

Deutsche Industrie im Blickpunkt

Die Notenbanken sind nun durch, daher sollten die volkswirtschaftlichen Fundamentaldaten wieder verstärkt im Blickpunkt stehen. Am Montag wird der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleistungen im Euroraum (Juli) bekanntgegeben. Der Dienstleistungsbereich hatte sich in jüngster Vergangenheit im Vergleich zum verarbeitenden Gewerbe recht gut gehalten. Der Konsens rechnet mit unverändert 53,3 Punkten. Am Dienstag folgt der Auftragseingang in der deutschen Industrie im Juni, den Tag darauf wird zudem die deutsche Industrieproduktion bekannt gegeben. Die derzeit vorherrschende schlechte Stimmung in der deutschen Industrie (Ifo-Geschäftsklimaindex, Einkaufsmanagerindizes) lässt wenig Gutes erahnen. Eine Trendwende dürfte kaum zu erwarten sein, die Analysten erwarten bei den Auftragseingängen für Juni allerdings im Schnitt ein Plus von einem Prozent.

US-ISM-Index für Dienstleistungen

In den USA ist am Montag lediglich der ISM-Index für die Dienstleistungsbranche relevant. Die Prognose liegt im Durchschnitt bei 55,5 Punkten und damit weiterhin im expansiven Bereich.


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