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Pressemitteilung

DJE: FMM-Strategie - Konsolidierung voraus

© DJE Kapital AG

05.07.2019 Nach dem schlechten Mai haben wir einen ausgesprochen guten Juni gesehen. Dafür hat es sich gelohnt, auf unsere markttechnischen Indikatoren zu hören und nicht weiter aus dem Markt herauszugehen – obwohl das fundamentale Bild zu Anfang des Monats noch wirklich mau aussah. Unser Blick nach vorn bleibt zuversichtlich, allerdings dürften die Bäume im Sommer nicht in den Himmel wachsen. Erstens spricht die übliche Saisonalität dagegen und zweitens sind die Kurse dieses Jahr schon ordentlich gestiegen – bei gleichzeitig rückläufigen Gewinnschätzungen und zahlreichen Gewinnwarnungen. Eine Baisse ist trotz der vielen Hiobsbotschaften aus Politik und Wirtschaft aus unserer Sicht nicht in Sicht. Aktienrückkäufe und eine expansive Fiskalpolitik wirken einer solchen Entwicklung derzeit entgegen.

Wir gehen davon aus, dass der Markt den Sommer über konsolidiert. Ab September können wir uns eine bessere Börse vorstellen, falls die Konjunktur stabil bleibt. Das war auch unsere These zum Jahresbeginn: schwache Konjunktur im ersten Halbjahr und u.a. dank Basiseffekten ein besseres zweites Halbjahr. Dies ist auch der springende Punkt: Wegen der zuletzt schlechten Wirtschaftsdaten ist die Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen gestiegen. Die Marktteilnehmer rechnen daher inzwischen fest mit mehreren Senkungen. Die Kurse der Aktien, die aufgrund ihrer hohen Dividendenausschüttungen rentenähnlich sind, spiegeln diese Erwartung.

In der Vergangenheit wurden Leitzinssenkungen meist von einer schwachen Börse begleitet (weil oft die Rezession schon begonnen hatte, von daher mit aktueller Situation eingeschränkt vergleichbar). Sollten die von der Börse bereits gefeierten Zinssenkungen nicht kommen, weil sich die Wirtschaft stabilisiert, würde das wiederum zu Enttäuschungen führen. Das halten wir kurzfristig aber für unwahrscheinlich, weil sich die Notenbank ihres Einflusses auf die Börse bewusst ist. Eine sicher eingepreiste Senkung werden sie in der jetzigen Lage kaum verschieben. Gerade die jüngsten, schwachen Inflationsdaten geben der US-Notenbank (Fed) Spielraum. Außerdem war es eine Lehre für die Notenbanken aus der Finanzkrise, proaktiv zu unterstützen. Wir rechnen folglich mit Zinssenkungen und weiterem Doping der Märkte und verfolgen stets aufmerksam, wie der Markt reagiert.

Das Thema Value haben wir auch noch nicht ad acta gelegt. Bei überraschend besserer Konjunktur und steigenden Zinsen hätten diese Aktien Aufholpotential. Im Moment ist es noch zu früh, aber im Jahresverlauf könnte sich eine Chance ergeben.

Fundamental

  • Die weltweite Konjunktur hat sich nicht verbessert, auch China schwächt sich ab.
  • US-Präsident Trump könnte in Infrastruktur investieren, um die Konjunktur am Laufen zu halten. Das Timing ist allerdings schwierig, weil er sein Pulver nicht zu früh vor der Wahl verschießen wird.
  • In den Indikatoren, die wir beobachten, sehen wir bestenfalls eine Stabilisierung
  • In diesem Jahr hat China bisher positiv überrascht. Die Wirtschaft hält sich besser, als Anfang 2019 gedacht. Zuletzt war der Immobilienmarkt nicht mehr ganz so stark, aber insgesamt gut. Dafür besteht die Hoffnung, dass der Automarkt ab Juli durch eine bessere Kreditvergabe belebt.
  • Der Einkaufsmanagerindex in China ist nur knapp unter 50. Das ist zwar im kontrahierenden Bereich, aber verhältnismäßig gut im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und angesichts der politischen Umstände.
  • Das Niveau der Umfrageindikatoren, z.B. für Geschäftsklima oder Anlegervertrauen, hat in vielen Fällen schon Krisencharakter. Auch in den USA sind die CEOs sehr zurückhaltend.
  • Interessanterweise drehen die OECD-Frühindikatoren für China leicht nach oben. Diese sind i.d.R. anderen Ländern voraus und waren auch Anfang 2016 hilfreich.
  • Sollte es zu einer konjunkturellen Aufhellung kommen, haben die Einkaufsmanagerindizes und CEO-Umfragen einiges Potential nach oben.
  • Arbeitsmarktdaten zeigen leider erste Kratzer, sowohl in Deutschland (v.a. Süddeutschland), aber auch in den USA.
  • Ein Brexit ist zwar keine Überraschung mehr und die Unternehmen hatten Zeit, sich darauf einzustellen. Aber für Deutschland wäre es eine Belastung, weil GB einer der größten Handelspartner ist.
  • In nächster Zeit wird es mehr steuerliche Anreize geben müssen, um die Konjunktur am Laufen zu halten. Dann wird auch der Druck auf Deutschland steigen, etwas zu tun.
  • Der Handelskonflikt lässt sich nicht prognostizieren. Mit etwas Glück ist vielleicht für ein paar Wochen Ruhe, allerdings kommt das Thema ganz sicher wieder zurück. Solange Trump US-Präsident ist, wird das Ganze auf offener Bühne ausgetragen. Was Trump mit dem Welthandel und der Globalisierung macht, aus unserer Sicht gefährlich. Im Grunde stellt er die Länder vor die Wahl, entweder mit den USA oder mit China zusammenzuarbeiten.
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    Monetär

  • Die Aussage der aktuell inversen Zinsstrukturkurve sollte nicht überinterpretiert werden, denn die langfristigen Zinsen sind stark manipuliert. Normal beeinflussen die Notenbanken nur das kurze Ende. Das ist dieses Mal anders, und darum ist die Aussagekraft begrenzt. Das lange Ende wird in den USA zudem durch Käufe von Europäern und Japanern gedrückt, die auf den Heimatmärkten gar keine Chance auf Rendite haben.
  • Kreditvergabe steigt nur moderat, aber sie steigt.
  • Notenbanken lockern ihre Geldpolitik, Zinssenkungen sind wahrscheinlich, sowohl in den USA als auch Europa, was aber in der Regel nur mit Verzögerung wirkt.
  • Mit fallenden US-Zinsen dürften die Kreditnachfrage und die Baugenehmigungen wieder angekurbelt werden. Baugenehmigungen hatten 2007/08 schon eine lange Korrektur hinter sich, bevor die Börse einknickte. Davon ist heute keine Spur.
  • China will die Mindestreservesätze für Banken weiter lockern und Zinsen senken, das steigert die Liquidität im Markt.
  • Draghi wird monetären Rückenwind liefern, anders gesagt: Das Doping der Märkte geht weiter.
  • Inflation ist gar kein Thema, das zeigen auch die Produzentenpreise in USA und China.
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    Markttechnisch

  • Der Saisonrhythmus verheißt den Märkten im Sommer üblicherweise etwas Gegenwind.
  • Investoren sind zurückhaltend, wie Fondsmanagerumfragen und andere Stimmungsindikatoren zeigen.
  • Auch die Nachfrage und der starke Anstieg hochqualitativer Aktien zeigt die Vorsicht der Anleger. Seit ein paar Tagen zeichnet sich allerdings eine leichte Beruhigung ab.
  • Mittelgroße Unternehmen entwickeln sich zurzeit schlechter als große, auch das spiegelt die Vorsicht der Anleger wider.
  • Aktive Aktienfonds, aber auch ETFs, verzeichnen Abflüsse.
  • Geldmarktfonds und Anleihefonds verzeichnen Zuflüsse.
  • Die Stimmung für Gold ist positiv, und wir sind weiter zuversichtlich für Gold, weil das der erste nennenswerte Impuls seit Jahren ist.

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