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Pressemitteilung

J. P. Morgan AM: Gibt es für Anleger eine Alternative?

© J. P. Morgan Asset Management

Frankfurt, 8. Juli 2019 – Statt allmählicher Normalisierung der Zinspolitik hat Mario Draghi die Märkte Ende Juni mit der Ankündigung überrascht, die ohnehin sehr niedrigen Zinsen möglicherweise noch weiter zu senken. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen fielen daraufhin auf ein Rekordtief. Und auch die Ankündigung, dass Christine Lagarde für Mario Draghi als Nachfolgerin auf dem EZB-Chefsessel folgen soll, lässt stark vermuten, dass die Ära der Niedrigzinspolitik vorerst anhalten wird.

Für Anleger bedeutet dieses anhaltende Niedrigzinsumfeld, dass sie jenseits klassischer „sicherer Anlagehäfen“ nach Ertragsquellen suchen müssen. So haben in den letzten Jahren viele Anlegergruppen stärker als zuvor auf Risikoanlagen gesetzt. „Diese Strategie hat über lange Phasen des aktuellen Konjunkturzyklus gut funktioniert. Mit zunehmender Reife des Zyklus sollten Anleger jedoch auch weitere Optionen in Betracht ziehen, mit denen sie die Widerstandsfähigkeit ihres Portfolios stärken können, um besser auf steigende Volatilität und eventuelle Rezessionsphasen vorbereitet zu sein“, erläutert Tilmann Galler, globaler Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.

Über klassische Anlageklassen hinaus denken

Die klassische Diversifizierung über Aktien und Anleihen kann im Niedrigzinsumfeld nur bedingt helfen. „Der Spielraum für Kursgewinne von Staatsanleihen zum Ausgleich eines Kursrückgangs bei Aktien ist begrenzter als in vorherigen Abschwüngen. Auch liquide Mittel als Sicherheitspuffer sind in Europa aufgrund der negativen Realverzinsung wenig attraktiv“, führt Galler aus. So gilt es für Anleger, ihren Horizont über herkömmliche Anlagekategorien hinaus zu erweitern, um ihr Portfolio widerstandsfähiger zu machen und gleichzeitig eine positive Realverzinsung zu erreichen. Hier können alternative Anlageklassen eine Lösung bieten.

Der jüngst zum zweiten Mal veröffentlichte „Guide to Alternatives“ von J.P. Morgan Asset Management zeigt die Ertragsmöglichkeiten verschiedener klassischer und alternativer Anlageklassen auf. Typische „Renditesteigerer“ sind Strategien wie Private Credit oder Private Equity, die höhere Ertragschancen als öffentliche Märkte bieten. Allerdings müssen Anleger die geringere Liquidität dieser Märkte in Kauf nehmen und diese Anlageklassen langfristig, also über den gesamten Zyklus hinweg, halten können.

Auch bei Betrachtung der Korrelation verschiedener Anlageklassen können die

alternativen Anlagen dazu beitragen, das Portfolio besser zu diversifizieren.
Besonders geeignet als „Diversifizierer“ sind Strategien, deren Erträge eine
geringe Korrelation zu klassischen Anlagen aufweisen, beispielsweise bestimmte
Hedgefonds­strategien oder Sachwerte (materielle Vermögenswerte einschließlich
Immobilien, Infrastruktur und Transport). „Mit einer Beimischung alternativer
Anlageklassen lässt sich ein Portfolio für Abschwünge rüsten und gleichzeitig
auch der Gesamtertrag des Portfolios verbessern“, betont Tilmann Galler.

Alternative Anlageklassen als Portfolioergänzung

Für langfristig orientierte Anleger, die auf einen Teil ihrer Liquidität verzichten können, ist eine strategische Allokation in alternative Anlagen also eine sinnvolle Option, um das Risiko-Renditeprofil ihres Portfolios zu verbessern. Die konkrete Gewichtung der jeweiligen alternativen Anlageklasse innerhalb eines diversifizierten Portfolios hängt dabei von den persönlichen Ertragszielen, Anlagehorizonten und Liquiditätsbeschränkungen ab. Auch für Anleger, die eine tägliche Liquidität ihrer Anlagen benötigen, steht ein wachsendes Spektrum liquider alternativer Anlagestrategien, die in öffentliche Kapitalmärkte investieren, zur Verfügung.

So lautet Tilmann Gallers Fazit: „Angesichts der negativen Verzinsung liquider Mittel und des beschränkten Aufwärtspotenzials von Staatsanleihen im Fall eines Abschwungs lohnt sich heute ein Blick über die traditionelle Portfolioaufteilung auf Aktien und Anleihen hinaus. Alternative Anlagen können dazu beitragen, bessere bereinigte Renditen zu erzielen, den Ertrag zu steigern und die Portfolios in der Spätphase des Zyklus robuster zu machen.“

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