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Marktkommentar

Volker Schilling (Greiff): Greiffbar - Investments zum Anfassen (21. Juni 2019)

Boris Johnson und Jeremy Hunt gehen in die Urabstimmung der britischen Torries zur Wahl des neuen Vorsitzenden und damit automatisch des nächsten Premierminister Großbritanniens.
© Greiff capital management AG

Welche Themen waren diese Woche am Finanzmarkt relevant?

  • Johnson und Hunt, zwei glorreiche Halunken
  • Draghi, Trump, Powell, The Good, the bad and the Ugly
  • Facebooks Libra, spiel mir das Lied vom Tod

Zwei glorreiche Halunken

Boris Johnson und Jeremy Hunt gehen in die Urabstimmung der britischen Torries zur Wahl des neuen Vorsitzenden und damit automatisch des nächsten Premierminister Großbritanniens. Ein Showdown der besonderen Art, den Hunt löste Johnson als Außenminister ab, als der Mays Kurs nicht mehr mittragen wollten. Der Hardliner oder der Gemäßigte heißt daher die Wahlmöglichkeit. Konsequenzen für die Kapitalmärkte: Mit Boris Johnson wird der ungeordnete Austritt wahrscheinlicher, während Hunt eher für weitere Verhandlungen steht. Highnoon in Downing Street.

Der Originalwestern trägt übrigens den Titel „The Good, the Bad and the Ugly“. Wer denkt da nicht sofort an die drei Protagonisten der vergangenen Woche: Mario Draghi, Donald Trump und Jerome Powell. Die lieferten sich einen verbalen Schlagabtausch, der dem üblichen Saloongespräch im Western in nichts nachsteht. Da zückt der böse Trump den Twittercolt und schießt dem Helden der EZB verbal vor die Füße. Dieser zeigt sich als Italiener unbeeindruckt, denn für eine handvoll Dollars tanzt der erst gar nicht. Besser könnte ein Spaghettiwestern kaum sein. Doch während an der Saloonbar meistens einer auf der Strecke bleibt, ist der ungeliebte unter den Dreien, US Notenbank Chef Jerome Powell, von Trumps Rücktrittswünschen ungerührt und wird nach eigenen Aussagen sein unabhängiges Revier verteidigen. Fazit: Kleiner Schusswechsel ohne Folgen.

Spiel mir das Lied vom Tod

Wer kennt sie nicht die eingängige Westernmelodie mit der Mundharmonika. Diese Woche haben wir sie wieder gehört, als Facebook verkündete, dass man mit einer eigenen digitalen Währung an den Start gehen will. Libra soll der neue digitale Coin heißen und bereits 2020 als Zahlungsmittel eingeführt werden. Spannend ist das allemal, denn wir reden hier über nichts geringeres als den Tod der alten Währungen. Während der Bitcoin und sein Hype bereits die Nervenkostüme der Anleger, wie der Notenbanken und Regulierer erbarmungslos in Anspruch genommen hat, wird Libra eine echte Bedrohung für das analoge Geld. Facebook erreicht mehr Menschen als so mancher Großstaat mit seinem Währungsraum. Damit kann man mit Fug und Recht vom Versuch einer Weltwährung sprechen. Blockchain unchained! Und da eine Währung Macht bedeutet und wer Macht besitzt, sich diese auch ungern nehmen lässt, reitet mit seinem Gefolge in die Stadt und stellt den Eindringling zur Rede. Während also Facebook ein neues El Dorado vor sich sieht, verteidigen die Staaten ihren Schatz im Silbersee. Und was bedeutet das für die Anleger? Facebookaktionäre profitieren erst einmal vom Vorstoß des Tech-Giganten, aber noch ist die Schlacht nicht geschlagen. Es ist mit sehr viel Gegenwind der Notenbanken und der Staatengemeinschaft zu rechnen, die sich die Währungshoheit nicht aus der Hand nehmen lassen wollen. Libra wird daher sicherlich einen holprigen Start haben.

Zu guter Letzt: Vergangene Woche habe ich sie auf Beyond your Dreams, kurz BYD, aufmerksam gemacht. Wie versprochen hierfür das passende Zitat von Henry Ford zur Erfindung des Autos: “Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: schnellere Pferde.” In diesem Sinne schauen sie sich den Marktführer für E-Mobilität BYD einmal an, bevor sie in den Sonnenuntergang reiten.


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Informationen zum Artikel
Autor: Volker Schilling
Unternehmen: Greiff capital management AG

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