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Pressemitteilung

Jyske Invest: Renditeüberblick Mai 2019

USA und China verschärfen den Handelskonflikt und politische Herausforderungen dominieren Europa
© Jyske Invest

Neues

USA und China verschärfen den Handelskonflikt

  • Eben noch hatte eine Vereinbarung zwischen den USA und China in Reichweite geschienen, als die Verhandlungen ins Stocken gerieten - und dies mit Pauken und Trompeten im bekannten Trump-Stil. Die USA hoben die Zolltarife auf Waren im Wert von 200 Mrd. USD von 10 % auf 25 % an und planten Zölle auf Waren im Wert von weiteren 300 Mrd. USD. Darüber hinaus übten die USA Druck aus, indem sie ein Verbot gegen Huawei-Produkte ankündigten. China hat mitgeteilt, dass man Trumps Revolverpolitik nicht hinnehmen und keine Zugeständnisse machen werde, so lange er diese Politik verfolge. Darüber hinaus plane China eine Beschränkung des Exports von bedeutungsvollen Grundstoffen in die USA, die diese Grundstoffe heute zu 80 % aus China importiere. China erwäge aber auch andere Schritte. Auch wenn die Situation festgefahren zu sein scheint, zeigen die Erfahrungen, dass sich dies auch wieder ändern kann. Es wird erwartet, dass Trump und Xi Jinping in Verbindung mit dem G20-Gipfel Ende Juni zusammentreffen werden.

Politische Herausforderungen dominieren Europa

  • Der Brexit forderte im Mai ein Opfer, indem die britische Premierministerin Theresa May - nach einem langen und schwierigen Kampf - das Handtuch werfen musste. Paradoxerweise zeigt das Ergebnis der Europaparlamentswahl, dass die Ergebnisse EU-freundlicher Parteien besser als befürchtet ausfielen - und jetzt beginnt die Verteilung der EU-Topposten, die einem Puzzlespiel ähnelt. Während die Wahl andauerte, kam es zwischen der EU und Italien erneut zu Streitigkeiten. Italien ist das erste Land, das eine Geldstrafe wegen Überschreitung des Staatshaushalts riskiert - und es kann sich dabei um 3,5 Mrd. EUR handeln.

Geschwächte Wirtschaftsdaten und niedrige Zinsen

  • Die Wirtschaftsdaten zeigten im Laufe des Monats Mai vielerorts Schwäche, wobei dem Handelskrieg ein Großteil der Schuld dafür zugeschrieben werden kann. Unter anderem ging das deutsche Industriebarometer IFO zurück und liegt jetzt auf dem tiefsten Niveau seit 2014. Der Verkauf von Computerchips u. a. m. (Halbleiter) verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Rückgang. Traditionell hat dieser Verkauf einen starken Erklärungsgrad hinsichtlich der allgemeinen Gewinne der Unternehmen in den kommenden Monaten. Die Abbremsung war sowohl an den Aktien- als auch den Anleihemärkten deutlich erkennbar. Hier erreichten die Zinsen an mehreren Orten neue Tiefststände.

Marktrendite

Eskalation des Handelskriegs bremste die Aktienkursanstiege

  • Nach einem starken Frühjahr für die Aktienmärkte war im Mai Besorgnis vorherrschend. Der Zusammenbruch der Handelsverhandlungen zwischen den USA und China weckte unter Schutz suchenden Anlegern die größte Besorgnis. Die Aktienmärkte der Welt ließen um etwa 5 % nach, und insbesondere chinesische Aktien litten unter dem Handelskollaps mit einem Rückgang von etwa 13 %. Die Furcht davor, dass der Handelskrieg den Welthandel beeinträchtigen könnte, war ebenfalls deutlich und kam darin zum Ausdruck, dass es insbesondere die konjunkturempfindlichen Sektoren schwer hatten, während Sektoren, die von niedrigen Zinsen begünstigt werden (z. B. Versorgung und Immobilien), die geringsten Rückgänge verzeichneten.

Neuer Tiefststand bei europäischen Zinsen

  • Nach einem Anstieg des Zinsniveaus im April gingen die Zinsen im Mai wieder zurück. Ursache dafür war unter anderem der Zusammenbruch der Verhandlungen über eine Handelsvereinbarung zwischen den USA und China. Gleichzeitig hatte eine Klärung hinsichtlich des Brexits lange Aussichten. Ebenso entfachte die Unsicherheit bezüglich des italienischen Haushaltsdefizits erneut, als die EU mitteilte, dass man eine Geldstrafe für die Überschreitung des Staatshaushalts gegen Italien zu verhängen erwäge. Die Summe dieser Unsicherheitsfaktoren führte dazu, dass die Zinsen für 10-jährige deutsche Staatsanleihen am Ende des Monats nahe -0,20 % lagen. In Dänemark bedeutete das sinkende Zinsniveau, dass die 30-jährigen 1,5 %-Anleihen oberhalb von Kurs 100 lagen. Damit war es nicht mehr möglich, Darlehen innerhalb dieser Serien zu bekommen, und es wurden anstelle dessen Serien mit einem Kuponzins von 1 % eröffnet. Im Mai wurde auch eine große Zahl von Anleihen mit langen Laufzeiten ausgestellt, die ein massives Interesse vonseiten der Anleger genossen.

Unruhe nach vier Monaten mit Stabilität

  • Trumps schroffe Rhetorik und „Verhandlungen“ über soziale Medien und damit eine Eskalation des Handelskriegs sind für den Welthandel, das Preisniveau von Rohstoffen (Rückgang bei Öl um 17 %), das globale Wachstum und damit auch die Risikobereitschaft der Anleger negativ. Nach vier stabilen Monaten waren im Mai Spreaderweiterungen[ALL1]  um 3,4 Prozentpunkte im Markt für EM-Anleihen zu verzeichnen. Als eine Folge sinkender US-Zinsen, von 2,5 % auf 2,1 %, endete die Rendite jedoch nahe 0 % in Kernwährungen, während die Rendite in Lokalwährungen leicht im Plus endete.

Spreaderweiterungen neutralisierten sinkende Zinsen für Staatsanleihen

  • Die sinkenden Zinsen für Staatsanleihen trugen positiv zu den Renditen bei - sowohl für Anleihen mit hohem Rating als auch für hochverzinsliche Unternehmensanleihen. Der größere negative Beitrag von Spreaderweiterungen bedeutete jedoch, dass die absolute Rendite im Mai negativ ausfiel.   


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