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Pressemitteilung

DJE: Mögliche Rückschläge als Kaufgelegenheiten nutzen

Der Blick nach vorne bietet genügend Futter – für Bären und für Bullen. Selten in der Geschichte dürfte die Politik so unberechenbar und zugleich so einflussreich gewesen sein.
© DJE Kapital AG

Der Blick nach vorne bietet genügend Futter – für Bären und für Bullen. Selten in der Geschichte dürfte die Politik so unberechenbar und zugleich so einflussreich gewesen sein. Über allem schwebt die Unsicherheit, was der nächste Trump-Tweet verursachen könnte. Wir gehen weiter von einem Minimalkonsens im Handelskonflikt aus und sehen Rückschläge als Kaufgelegenheiten.

Das Analystenteam von DJE beobachtet und bewertet die Märkte laufend anhand der hauseigenen FMM-Methode nach fundamentalen, monetären und markttechnischen Kriterien. Einmal im Monat fassen sie ihre Ergebnisse zusammen.

Vom Analystenteam der DJE Kapital AG

Mögliche Rückschläge sehen wir weiterhin als Kaufgelegenheiten. Wir glauben nicht an einen Regimewechsel. Selbst der heftige Rückschlag im Dezember hat sich im Nachhinein als gute Gelegenheit, als „buy the dip“ erwiesen. Warum?

  1. Aktien sind weiter eine – relativ zu Anleihen betrachtet – günstige Anlageklasse.
  2. Die Konjunkturdaten haben sich bereits ordentlich eingetrübt, inzwischen sieht man bereits wieder erste positive Signale. Zugegeben, hierbei hängt viel von China ab.
  3. Sehr viel Geld steht an der Seitenlinie bereit, die Investoren sind bei weitem nicht voll investiert, auch wenn kurzfristig noch einige Sentiment-Indikatoren im leicht überkauften Bereich stehen.

Unterm Strich behalten wir – nach Abwägung aller Chancen und Risiken – unsere Investitionsquotenempfehlung bei. Das bedeutet: Wir bleiben relativ hoch investiert und empfehlen eine Investitionsquote von 85% bis 95%.

Fundamental

  • Die wichtigste Frage ist: Sind die kleinen positiven Signale wie die Verbesserungen der chinesischen Kreditgewährung oder der Einkaufsmanagerindex nur ein Strohfeuer oder der Beginn einer nachhaltigen Erholung. Wir glauben zweites, denn wir unterstellen, dass bald ein Minimalkonsens in den Handelsgesprächen gefunden wird.
  • Konjunkturell sieht vieles derzeit aus wie 2016, als sich die Lage in China relativ schnell verbesserte. Der Unterschied ist, dass die Stimulierungsmaßnahmen anders aussehen. Diesmal wird nicht direkt über Infrastruktur, den Häusermarkt und Autos eingegriffen, sondern indirekt über Steuern. Es hängt also vom Konsumenten ab, ob dieser entsprechend reagiert. Politische Unsicherheit ist in diesem Fall Gift.
  • Die Einschätzung des Marktkonsens dürfte eine Lösung im Handelskonflikt sein. Folglich erwarten wir keine großen Kursreaktionen im Nachgang einer Einigung.
  • Im Umkehrschluss bedeutet die aktuelle Marktannahme aber auch, dass das Enttäuschungspotenzial beim Scheitern der Verhandlungen groß sein kann. Daher der Vorschlag: im Moment lassen sich dank der noch halbwegs niedrigen Volatilität günstig Optionen zur Absicherung kaufen.
  • Die jüngsten Trump-Tweets sind vermutlich deshalb eskaliert, weil die Chinesen bei den staatseigenen Betrieben (SOEs) zurückgerudert sind. Sie wollen den SOEs verständlicherweise nicht die Subventionen streichen, denn das ist Teil ihrer Planwirtschaft und würde es schwierig machen, den Arbeitsmarkt in Schach zu halten. Davor haben sie am meisten Angst. Wir können uns auch vorstellen, dass die einseitigen Iransanktionen der USA (kein Staat solle mehr Öl aus dem Iran importieren) ein Hindernis für die Chinesen sind, denn immerhin sind die Chinesen die größten Importeure iranischen Öls.
  • Fest steht, die Chinesen wollen das Gesicht nicht verlieren und haben sicherlich einen längeren Horizont als die nächsten Wahlen (wie Trump) zu gewinnen. Wir rechnen mit einem kleinen Kompromiss, nicht mit dem großen Wurf.
  • Das US-Wirtschaftswachstum ist zuletzt u.a. durch den Lageraufbau getrieben worden. Das dürfte sich in den nächsten Quartalen drehen, wenn vom Lager abverkauft werden muss. Lagerabbau bremst das Wachstum. Wie immer muss man das allerdings von zwei Seiten betrachten. In einer Welt, in der die Börse so stark von den Notenbanken abhängt, könnte das am Ende sogar positiv sein, weil die FED weiter abwartet oder ggf. die Anleihenverkäufe früher zurückfährt als erst im September.
  • In Deutschland ist die Differenz der Einkaufsmanagerindizes (PMI) – auf der einen Seite der gut laufende Service-Bereich, auf der anderen Seite das schlecht laufende verarbeitende Gewerbe – selten so groß gewesen wie heute. Die Frage ist, wie die Annäherung erfolgt. Knickt auch der Service-Bereich ein? Bislang gibt es dafür wenig Signale. Der Transmissionsriemen für einen schlechteren Service-PMI wäre ein schlechterer Arbeitsmarkt. Insofern können wir heute durchaus noch hoffen, dass sich der PMI Manufacturing wieder belebt. In diese Richtung deutet auch die jüngste Sentix-Umfrage.

Monetär

  • Die Geldmengenentwicklung verläuft derzeit durchwachsen. Am besten ist die Lage noch in Deutschland und Europa. Chinas M1 zeigt nur zaghafte Lebenszeichen.
  • Die Produzentenpreise in China besserten sich zuletzt wieder. Auch hier ist die Frage: Strohfeuer oder nachhaltig. Wir gehen von zweitem aus, weil u.a. wegen der Schweinegrippe in China die Fleischpreise (als wesentliche Komponente der Inflationsrate) in die Höhe steigen. Für das reale Wirtschaftswachstum (nominal minus Inflation) ist das allerdings eine Belastung.
  • Die Kreditvergabe wächst weiterhin gesund und moderat.

Markttechnik:

  • Wir haben uns gefragt, was passieren muss, damit bei Stoxx Europe 600 die Marke von 400 fällt. Seit 20 Jahren ist das ein scheinbar unüberwindbarer Widerstand. Wenn bislang nicht, wann dann? Immerhin ist die Geldmenge in Europa deutlich konstruktiver als in Japan, USA oder China.
  • Deutschland ist im weltweiten Kontext relativ schwach. Immerhin, innerhalb Europas bessert sich das Bild zuletzt. Bei einer Lösung der Handelsfragen wäre Deutschland ein großer Profiteur.
  • Bei wieder steigenden Börsen nach einer Korrektur dürften die Barbestände eine stützende Wirkung haben. Außerdem dürfte die Fear of missing out, FOMO eine Rolle spielen. Gemeint ist die Angst, bei steigenden Kursen nicht dabei zu sein, die offensichtlich zunimmt.

 

Hinweis: Alle veröffentlichten Angaben dienen ausschließlich Ihrer Information und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Langfristige Erfahrungen und Auszeichnungen garantieren keinen Anlageerfolg. Wertpapiere unterliegen marktbedingten Kursschwankungen, die möglicherweise nicht durch das aktive Management des Vermögensverwalters oder des Anlageberaters ausgeglichen werden können. Diese Information kann ein Beratungsgespräch nicht ersetzen. Alle Angaben sind mit Sorgfalt und nach bestem Wissen entsprechend dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung gemacht worden. Trotz aller Sorgfalt können sich die Daten inzwischen verändert haben. Weitere Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie auf der Webseite www.dje.de. Der Verkaufsprospekt und weitere Informationen sind in deutscher Sprache kostenlos bei der DJE Investment S.A. oder unter www.dje.de erhältlich. Verwaltungsgesellschaft der Fonds ist die DJE Investment S.A. Vertriebsstelle ist die DJE Kapital AG.


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