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Pressemitteilung

Jyske Invest: Renditeüberblick Februar 2019

Auch im Februar regierte der Brexit die Schlagzeilen
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Neues

  • Auch im Februar regierte der Brexit die Schlagzeilen. Diesmal mit Lichtblicken, obwohl der EU-Präsident Donald Tusk zu Beginn des Monats der britischen Premierministerin Theresa May die kalte Schulter gezeigt hatte. Nach dem Tumult im britischen Parlament, bei dem mehrere Politiker die beiden großen Parteien verließen, kam die Labour-Partei zum Zug und eröffnete die Möglichkeit für einen Volksentscheid über Theresa Mays neue Pläne, hierunter ein neuer Entwurf für eine Vereinbarung, einen No-Deal und schließlich der Aufschub des Zeitpunktes für den Brexit. Einerseits verringert dies das Risiko für einen No-Deal wesentlich. Andererseits kann sich dadurch der Zeitpunkt für eine Klärung verzögern.

Krieg und Frieden auf dem asiatischen Kontinent

  • Während sich der US-amerikanische Präsident mit dem nordkoreanischen Staatschef traf, um in Bezug auf Atomwaffen friedliche Lösungen zu finden, und während sich zwischen den USA und China eine friedliche Lösung des Handelskonflikts anbahnte, gerieten die beiden Atommächte Indien und Pakistan in Streit. Ausgangspunkt dafür war die Kashmir-Provinz, in der vor kurzem mehrere indische Soldaten bei einem Terrorangriff ums Leben gekommen waren. Den genannten Ereignissen ist jedoch gemeinsam, dass die Finanzmärkte nur mit Achselzucken darauf reagierten. Die Anleger sind weitgehend davon überzeugt, dass die Kriegshandlungen nicht außer Kontrolle geraten werden, auch wenn dieses Jahr in Indien Wahlen stattfinden.

Bilanzsaison für das vierte Quartal zeigte Schwäche

  • Die Bilanzsaison für das vierte Quartal 2018 war von Schwäche geprägt, war jedoch nicht katastrophal. Auch wenn mehr als 70 % der Unternehmen die Erwartungen übertrafen, war das Niveau das tiefste seit dem ersten Quartal 2015. Zudem besteht Aussicht auf einen Rückgang des Gewinns im ersten Quartal 2019, wenn man diesen mit dem gleichen Vorjahresquartal vergleicht. Ursache dafür können unter anderem die Signale hinsichtlich eines schwächeren globalen Wirtschaftswachstums sein - unter anderem eine Konsequenz des Handelskriegs. Andererseits werden die Unternehmen von der US-Zentralbank unterstützt, die darauf bedacht zu sein scheint, das Wachstum nicht mit geldpolitischen Straffungen zu hemmen. Dies kam kürzlich auch in einer Rede von Fed-Chef Jerome Powell im Senat zum Ausdruck.

Marktrendite

Die globalen Aktienmärkte setzten im Februar das Momentum fort

  • Die Aktienmärkte der Welt konnten das am 25. Dezember 2018 erreichte Kursmomentum aufrechterhalten. Nach einem Anstieg um mehr als 3 % im Februar sind die Aktienmärkte dieses Jahr um mehr als 11% - und um 16 % seit der Wende - gestiegen. Im Februar lagen insbesondere die IT-Unternehmen vorn. Unter anderem im Kielwasser der überraschend guten Bilanzen von beispielsweise Apple Inc. Übergeordnet waren es hauptsächlich die konjunkturempfindlichen Aktien, hierunter die Industrie-Aktien, die am besten abschnitten. Den Aktienmärkten der Emerging Market-Länder fiel es schwer, Schritt zu halten. Dies galt vor allem Russland, Südafrika und der Türkei, die von länderspezifischen Nachrichten über Sanktionsrisiken, wirtschaftliche Probleme einer staatlichen Versorgungsgesellschaft bzw. enttäuschende Bilanzen beeinträchtigt waren.

Ein anhaltend niedriges Zinsniveau

  • In Dänemark war das Zinsniveau im Februar überwiegend rückläufig, jedoch führte ein Anstieg in den letzten Tagen des Monats dazu, dass das Niveau am Monatsende nahezu unverändert war. Es besteht weiterhin eine gute Nachfrage nach festverzinslichen Anleihen mit längerer Laufzeit, und die 30-jährigen kündbaren Hypothekenanleihen mit einem Kuponzins von 1,5 % wurden bei etwa 97,50 gehandelt. Dies bedeutete, dass eine Reihe von Darlehensnehmern mit Darlehen in 2,5 %- und 3 %-Anleihen Ihre Darlehen mit Vorteil konvertieren konnten. Die Anleiherenditen waren im Februar typischerweise positiv, wobei die höchsten Renditen bei den Anleihen mit der längsten Laufzeit erzielt wurden.
  • Nach einem sehr positiven Start an den Anleihemärkten der Emerging Market-Länder im Januar war der Februar eher neutral, auch wenn die Tendenz weiterhin positiv ist und die Nachfrage bezüglich der Anlageklasse steigt. Die Anlageklasse wird nach wie vor von einer weniger straffen Geldpolitik in den USA, einem besserer Dialog bezüglich der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China sowie einer negativen Korrektur im Jahr 2018 unterstützt. Die neuen Anleihemärkte in externen Schulden endeten mit einer Rendite von etwa 0,1 %, während Begebungen in Lokalwährung schlechter abschnitten und geringfügig im Minus endeten.     
  • Die positive Entwicklung in den Kreditmärkten setzte sich im Februar fort, und die große Zahl neuer Begebungen, deren Summe sich allein für Investment Grade-Begebungen auf 20 Mrd. EUR beläuft, hat die Kreditspreads nicht nennenswert unter Druck gesetzt. Die Wirtschaftsdaten enttäuschten, die Märkte schienen jedoch positive Erwartungen hinsichtlich einer Lösung des Handelskonflikts zwischen China und den USA und eines weicheren Brexits zu haben. Die anhaltenden Spreadeinengungen resultierten im Februar in ansehnlichen positiven Renditen.



Wichtige Information

Frühere Gewinne und die frühere Kursentwicklung sind nicht als zuverlässiger Indikator für künftige Gewinne und die künftige Kursentwicklung zu verstehen. Der Gewinn und/oder die Kursentwicklung können negativ sein. Keine der hier enthaltenen Informationen ist als Anlageberatung zu verstehen, vor einem Kauf oder Verkauf sollten Sie sich immer an Ihren Investment- und Steuerberater wenden.