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Interview

Kenneth Taubes/Paresh Upadhyaya (Amundi): US Midterm-Wahlen 2018

Für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Trump und der demokratischen Führung im Repräsentantenhaus sehen wir zwei mögliche Szenarien: Das Wahlergebnis könnte die Regierung spalten und die Gesetzgebung praktisch zum Erliegen bringen. Wo ein gemeinsames Interesse besteht, könnte es jedoch auch zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Trump und der demokratischen Führung im Repräsentantenhaus kommen.
© Amundi Asset Management

Das Wichtigste:

Die Demokraten haben bei den Midterm-Wahlen das Repräsentantenhaus gewonnen, die GOP (Grand Old Party) konnte ihre Mehrheit im Senat ausbauen.

Mögliche Szenarien:

Wie wird sich die Mehrheit der Demokraten im „House“ auf die Zusammenarbeit zwischen der Führung der demokratischen Partei und Trump auswirken? Zwei Szenarien sind denkbar: Sie könnte die Regierung spalten und die Gesetzgebung praktisch zum Erliegen bringen. Wo ein gemeinsames Interesse besteht, könnte sie jedoch auch zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Trump und der demokratischen Führung im Repräsentantenhaus führen (Infrastrukturinvestitionen). Die größte Gefahr für die Finanzmärkte, eine Aussetzung von Trumps Steuerkürzungen, dürfte kaum eintreten, da die Demokraten weder im Repräsentantenhaus noch im Senat über die notwendige Mehrheit für ein Veto verfügen. In der Haushaltspolitik wird Trump in Zukunft jedoch mit dem demokratischen House zusammenarbeiten müssen. Auch die Steuerpolitik, die in die Verantwortung des Repräsentantenhauses fällt, wird er nicht länger allein bestimmen können. Der Präsident kann jedoch auch in Zukunft nach Belieben Zölle erheben. Eine weitere Eskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA ist daher sehr wahrscheinlich, nachdem Trump zuletzt weitere chinesische Importe im Wert von USD 267 Mrd. mit Zöllen belegt hatte.

Reaktion der Märkte und Auswirkungen für Anleger:

Wir erwarten keine unmittelbare, signifikante Reaktion der Märkte. Für die Zukunft wird jedoch entscheidend sein, ob die Regierung wichtige Gesetze auf den Weg bringen kann. Die Rentenmärkte könnten unter Druck geraten, wenn der Präsident und der Kongress ein neues Konjunkturprogramm verabschieden. Für die kommenden Monate erwarten wir jedoch keine größeren Zinssprünge bei zehnjährigen Laufzeiten. Die Aktienmärkte reagierten in der Vergangenheit meistens mit schwacher Kursentwicklung auf anstehende Zwischenwahlen und legten dann bis Jahresende wieder zu. Wir erwarten, dass sich dieser Trend auch in diesem Jahr fortsetzt. Nach den Wahlen und mit Blick auf das kommende Jahren rücken Fundamentaldaten (etwa die Ertragsnachhaltigkeit) mehr in den Mittelpunkt. Der Ausblick 2019 für die US-Aktienmärkte ist weiterhin positiv. Da der Wirtschafts- und Finanzzyklus sich jedoch seinem Ende nähert, kommt es entscheidend auf die Wertpapierauswahl an.

Lesen Sie hier das Interview zu den Ergebnissen und Folgen der Us-Midterm Wahlen mit Kenneth J. Taubes (CIO of US Investment Management) und Paresh Upadhyaya (Director of Currency Strategy, US Portfolio Manager).

Informationen zum Artikel
Autor: Kenneth Taubes und Paresh Upadhyaya
Unternehmen: Amundi Asset Management