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Pressemitteilung

Jyske Invest: Renditeüberblick August 2018

Unter den bedeutenden globalen Aktienmärkten gingen im August die USA als Sieger hervor, während es die Aktienmärkte der Emerging Markets schwer hatten. Die Kennzahlen und Bilanzen aus den USA zeigten erneut ein gutes Wachstum und keine nennenswerten Andeutungen von Auswirkungen des Handelskriegs.
© Jyske Invest

Neues

Der Konflikt zwischen der Türkei und den USA sowie eine Besorgnis erregende Politik in der Türkei resultierten in Kursverlusten

Der Streit zwischen den USA und der Türkei über die Freilassung eines amerikanischen Pfarrers, der in der Türkei des Mitwirkens am Putschversuch im Jahr 2016 angeklagt ist, verschärfte sich im August. Donald Trump setzte die Türkei unter Druck - unter anderem durch erhöhte Zollsätze für Aluminium und Stahl und durch seine berüchtigten Tweets im sozialen Medium Twitter. Die Eskalation des Konflikts war der Tropfen, der die bereits bedrängte türkische Lira dazu brachte, stark nachzugeben. Die Lira befand sich bereits unter dem Druck der Besorgnis internationaler Anleger bezüglich der fehlenden Selbständigkeit der türkischen Zentralbank im Kielwasser der jüngsten Zinsänderungen. Die Unsicherheit griff auf andere anfällige Märkte über.


Die Märkte waren weiterhin vom Handelskrieg zwischen den USA und China geprägt

Die USA hatten China im Laufe des Monats August zusätzliche Zölle auferlegt - und China reagierte prompt - wie schon früher - nach der Devise „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Am 6. Juli wurden Zölle in Höhe von 25 % auf Waren im Gesamtwert von 34 Mrd. USD erhoben - und im August wurden weitere Zölle auf Waren im Gesamtwert von 16 Mrd. USD erhoben. Gleichzeitig blieb US-Präsident Trump bei seiner Drohung, zusätzlich Zoll auf Waren von bis zu 200 Mrd. USD zu erheben. Die Anleger sind darum besorgt, was Chinas nächster Schritt sein wird, wenn es irgendwann keine US-amerikanischen Waren mehr gibt, auf die Zoll erhoben werden können. Es scheint jedoch auch gewisse Versuche zu geben, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.


Der erwartete Wahlerfolg der Partei Sverigesdemokraterne bei der Parlamentswahl in Schweden setzte die schwedische Krone unter Druck

Die Einwohner Schwedens gehen am 9. September an die Wahlurnen, und der Wahl wurde im Laufe des Monats August eine gewisse Aufmerksamkeit zuteil - auch vonseiten der internationalen Anleger. Das Interesse ergab sich insbesondere aus der Aussicht auf einen überragenden Sieg für die EU-skeptische Partei Sverigesdemokraterne, auf deren Agenda unter anderem ein neuer EU-Entscheid steht. Ausgehend von den jüngsten Meinungsumfragen herrscht immer noch kein klares Bild von der Zusammensetzung der künftigen Regierung. Die Aufmerksamkeit auf Schweden ergab sich auch aus der kritischen Haltung der Sverigesdemokraterne gegenüber Einwanderern. Diese hat eine gefühlsbetonte Debatte entfacht und hat auch indirekt Verbindung zu einer größeren Zahl von Autos, die in Brand gesteckt wurden.


Marktrendite

Die USA waren im August die Sieger an den globalen Aktienmärkten

Unter den bedeutenden globalen Aktienmärkten gingen im August die USA als Sieger hervor, während es die Aktienmärkte der Emerging Markets schwer hatten. Die Kennzahlen und Bilanzen aus den USA zeigten erneut ein gutes Wachstum und keine nennenswerten Andeutungen von Auswirkungen des Handelskriegs. Dafür hatten es die Aktienmärkte vieler Emerging Markets schwer - zum Beispiel China aufgrund der Handelskrise und die Türkei aufgrund des Streits mit den USA und des fehlenden Vertrauens der internationalen Anleger in die türkische Geldpolitik. Vom Handelskrieg betroffene Sektoren hatten es im August ebenfalls schwer. Dagegen hatte der IT-Sektor im Kielwasser der guten Bilanzen mehrerer IT-Riesen ein starkes Comeback.


Zunehmende Risikoaversion führte zu sinkenden Zinsen

Das Zinsniveau ließ im August ein wenig nach, was hauptsächlich auf eine zunehmende Risikoaversion zurückzuführen war. Die Themen des Monats waren die Unruhen in der Türkei, der italienische Staatshaushalt sowie das anhaltende Risiko für eine Eskalation des Handelskriegs. Zu Beginn des Monats stürzte der Kurs der türkischen Lira ab - unter anderem als eine Folge des fehlenden Vertrauens in die Geldpolitik des Landes. In Italien herrschte große Nervosität bezüglich des künftigen Budgets. Der Markt befürchtet, dass das Budget nicht den Richtlinien der EU entsprechen wird. Zum Ende des Monats lagen die Zinsen für eine 10-jährige dänische Staatsanleihe bei 0,30 % und waren damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als zu Beginn des Monats.

Die Renditen an den Rentenmärkten der Emerging Market-Länder waren im August negativ. Davon war die Türkei sehr stark betroffen. Die Mehrrendite türkischer Anleihen in USD stieg im Verhältnis zu einer amerikanischen Staatsanleihe von etwa 4,3 % auf fast 6 %. Brasilien und nicht zuletzt Argentinien verzeichneten ebenfalls hohe Zinsanstiege. Auch die Anleihen in Lokalwährungen litten sehr stark, da sich sowohl die türkische Lira als auch der argentinische Peso um etwa 25 % abschwächten.

Die Unruhe in den Emerging Markets griff auf die Unternehmensanleihen über. Die Investment Grade-Anleihen erzielten trotzdem positive Renditen, während die Unternehmensanleihen mit niedrigerem Rating eine Nullrendite verzeichneten. Zum Ende des Monats wurden im Markt viele neue Anleihen begeben. Diese Anleihen zeigten die Tendenz, dass ihre Kurse anschließend sanken.






Wichtige Information

Frühere Gewinne und die frühere Kursentwicklung sind nicht als zuverlässiger Indikator für künftige Gewinne und die künftige Kursentwicklung zu verstehen. Der Gewinn und/oder die Kursentwicklung können negativ sein. Keine der hier enthaltenen Informationen ist als Anlageberatung zu verstehen, vor einem Kauf oder Verkauf sollten Sie sich immer an Ihren Investment- und Steuerberater wenden.