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Pressemitteilung

Jyske Invest: Renditeüberblick Juli 2018

Handelskrieg regierte im Juli erneut die Schlagzeilen und historisch starker Beginn der Bilanzsaison in den USA – übrige Regionen konnten nicht Schritt halten.
© Jyske Invest

Neues

Handelskrieg regierte im Juli erneut die Schlagzeilen

  • Der Handelskrieg hatte auch im Juli wieder die volle Aufmerksamkeit der Anleger. Insbesondere zwischen den USA und China gab es keine Anzeichen für eine Versöhnung. Die USA erhoben auf chinesische Waren Zoll in Höhe von 34 Mrd. USD. Dieser Betrag erscheint vielleicht sehr hoch, macht jedoch nur 1,2 % des Imports der USA aus China aus. Der Zoll wird zudem nur auf Halbfabrikate und Maschinen erhoben. Deshalb erscheint der Zoll hauptsächlich als ein rhetorisches Mittel, es besteht jedoch nach wie vor Risiko für eine fortschreitende Eskalation. Nach einem Treffen zwischen dem Vorsitzenden der Europa-Kommission, Jean-Claude Juncker, und dem amerikanischen Präsidenten, Donald Trump klangen die Töne zwischen den USA und Europa versöhnlicher. Auch wenn das Ergebnis weder besonders explizit noch konkret ausfiel, gab es den Anlegern doch Anlass dazu, auf das verringerte Risiko für eine Eskalation zu reagieren.

Historisch starker Beginn der Bilanzsaison in den USA – übrige Regionen konnten nicht Schritt halten

  • Der Monat Juli ist die Zeit für Quartalsbilanzen, insbesondere in den USA und Europa, während die Bilanzen der japanischen Unternehmen meist erst später veröffentlicht werden. Vor allem in den USA hatte die Bilanzsaison einen hervorragenden Start. Ende Juli, wo etwa ein Viertel der amerikanischen Unternehmen die Quartalsbilanzen vorgelegt hatten, hatten 91 % der Unternehmen die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen, und das Gewinnwachstum lag im Verhältnis zum Vorjahr bei 24 %. Die Zahl der Überraschungen liegt gewöhnlich bei 70-80 %. Vieles deutet darauf, dass die Analysten u. a. den Effekt der Steuerreform unterschätzt hatten. Im Vergleich hierzu betrug der Anteil positiver Überraschungen in Europa 56 %.

Marktrendite

Aktienmärkte der Welt verzeichneten Anstiege im Kielwasser der Bilanzen und der sich abschwächenden Nervosität

  • Die historisch starke Bilanzsaison in den USA, verringerte Furcht vor einer Eskalation des Handelskriegs und wachsender Optimismus in Lateinamerika waren die Hauptgründe für den starken globalen Aktienmarkt im Juli. Sowohl die USA als auch Europa verzeichneten Anstiege von mehr als 3 %. Die USA wurden für die starke Bilanzsaison belohnt, während Europa davon begünstigt war, dass sich die Furcht vor einer Eskalation des Handelskriegs abschwächte. Es war jedoch Lateinamerika, das im Juli unter den Regionen mit einem Anstieg von fast 9 % den ersten Platz belegte. Der große Anstieg war jedoch eher Ausdruck für die abgeschwächte Furcht als für eigentliche positive Nachrichten. Der Effekt der Streiks in Brasilien auf die Wirtschaft scheint nicht so groß zu sein als zunächst erwartet, und die Äußerungen des künftigen mexikanischen sozialistischen Präsidenten waren weniger marktfeindlich als befürchtet. China erholte sich zum Ende des Monats nach positiven Meldungen über finanz- und geldpolitische Initiativen. Der Effekt war jedoch nicht so stark, dass er den Markt aus dem Minus für den Juli insgesamt befreien konnte.

Versöhnung zwischen den USA und der EU bewirkte Zinsanstieg und erhöhten Risikoappetit

  • Im Juli stieg das Zinsniveau sowohl in den USA als auch in Europa. Die Zinsen für eine 10-jährige dänische Staatsanleihe stiegen im Juli um 0,15 Prozentpunkte und lagen damit zum Ende des Monats bei 0,4 %. Das steigende Zinsniveau ist vor allem eine Reaktion auf die versöhnlichen Töne zwischen den USA und Europa bezüglich des drohenden Handelskriegs. Die dänischen Rentenfonds erzielten jedoch Renditen nahe Null. Dies war eine Folge davon, dass die dänischen Hypothekenanleihen um einiges besser abschnitten als entsprechende Staatsanleihen.
  • Trotz steigender Zinsen für amerikanische Staatsanleihen gab es an den Rentenmärkten der Emerging Markets positive Renditen. Die Märkte für Kernwährungen erzielten somit Renditen in Höhe von 2,25 %, während die Anleihen in Lokalwährung 1,34 % ergaben. Die versöhnlichen Töne zwischen den USA und Europa bewirkten einen erhöhten Risikoappetit, da sich das Risiko für eine Eskalation des Handelskriegs abschwächte. Es besteht somit eine größere Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich das wirtschaftliche Wachstum fortsetzen kann.
  • Die Unternehmensanleihen profitierten ebenfalls vom zunehmenden Risikoappetit. Somit erzielten die risikoreicheren Vermögenswerte die höchsten Renditen. Die Unternehmensanleihen mit niedrigerem Rating ergaben eine Rendite von 1,25 %, während die Anleihen mit hohem Rating nur 0,29 % erzielten. Die veröffentlichten Bilanzzahlen sind im Allgemeinen stark, entsprechen aber in etwa den Erwartungen.

 

Wichtige Information

Frühere Gewinne und die frühere Kursentwicklung sind nicht als zuverlässiger Indikator für künftige Gewinne und die künftige Kursentwicklung zu verstehen. Der Gewinn und/oder die Kursentwicklung können negativ sein. Keine der hier enthaltenen Informationen ist als Anlageberatung zu verstehen, vor einem Kauf oder Verkauf sollten Sie sich immer an Ihren Investment- und Steuerberater wenden.