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Pressemitteilung

Rouvier Associés: Monatsbericht Mai 2018

Das erste Halbjahr ist fast geschafft und wurde von vielen (geo-)politischen Themen begleitet, die immer wieder für Nervosität gesorgt haben und dieses wohl auch noch in naher Zukunft tun werden.
© Rouvier Associés

Der Mai war gekennzeichnet durch eine seltene Ballung potenziell explosiver politischer Faktoren, auf die die Aktienmärkte jedoch erstaunlich gelassen reagierten: neue Hauruckaktionen von US-Präsident Trump mit der Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran und der Verhängung von Strafzöllen im Handelskonflikt mit den europäischen Verbündeten(?), erneute gewaltsame Auseinandersetzungen im Palästinakonflikt, das unwahrscheinliche aber sehr reale Ergebnis der Wahlen in Italien, die Absetzung des spanischen Premierministers, die beängstigende Entwicklung der Staatsverschuldung in der Türkei... Die Liste ließe sich fortsetzen.

Die Aufwärtsbewegung (+2,1% für den US-amerikanischen S&P 500) oder die Widerstandskraft (-0,1% für den europäischen Stoxx 600) der Indizes mögen angesichts dessen verwundern. Vor dem Hintergrund der jüngst von der OECD bestätigten positiven Perspektiven für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung (+3,8% Wachstum für die Weltwirtschaft in diesem Jahr und +2,2% für Europa) reagierten diese vor allem auf die Zins- und Wechselkursentwicklung. Bei 10-jährigen US-Staatsanleihen sind die Renditen von 3,11% wieder auf 2,76% gefallen, bei deutschen Bundesanleihen von 0,56% auf 0,35%, während bei italienischen Staatsanleihen ein Renditeanstieg von 1,8% auf 3,1% zu beobachten war. Parallel dazu hat der Aufwärtsdruck auf den Euro nachgelassen und die Gemeinschaftswährung ist von USD 1,25 auf USD 1,17 gefallen. Dies könnte erstes Anzeichen einer Normalisierung des Dollar-Kurses sein, sehr zur Freude der europäischen Unternehmen.

Angesichts sich den durchschnittlichen Dividendenrenditen annähernder kurzfristiger US-Zinsen und potenziellen Preisdrucks aufgrund eines unkontrollierten Ölpreisanstiegs wegen der Lage im Iran und in Venezuela ist jedoch Vorsicht geboten und sollte man in der Vermögensverwaltung keine Risiken eingehen. Dieser Vorsichtsgrundsatz hat uns zu Arbitragen von Positionen konform unseres Anlageprozesses dazu bewogen, die Aktienquote des Teilfonds Rouvier Valeurs von 87% auf 82% zu senken und die defensive Basis des Rouvier Europe auszubauen.

Der Teilfonds Rouvier Valeurs hat mit einem Wertzuwachs von 1,8% (1,1% seit Jahresbeginn) in diesem Monat von seiner defensiven Ausrichtung profitiert, sein abgesichertes Pendant, der Rouvier Évolution, mit einem Wertzuwachs von 2,2% im Monatsverlauf von dem Volatilitätsanstieg in Europa im Zuge der Achterbahnfahrt in Italien. Die eher offensive Ausrichtung des Rouvier Europe war hingegen kontraproduktiv und führte im Laufe des Monats zu einem Rückgang um 1,6%. Der Rouvier Patrimoine blieb bei einem weiter rückläufigen Anleiheindex (-0,9%) sowohl im Vormonatsvergleich (-0,1%) als auch seit Jahresbeginn (-0,3%) nahezu stabil.