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Pressemitteilung

Jyske Invest: Renditeüberblick Mai 2018

Die Aussicht auf eine italienische Regierung mit einer expansiven und protektionistischen Politik rief bei den Anlegern Stirnrunzeln hervor.
© Jyske Invest

Neues

Schwelende Unruhe in Südeuropa

  • Die Aussicht auf eine italienische Regierung mit einer expansiven und protektionistischen Politik rief bei den Anlegern Stirnrunzeln hervor. Einerseits, weil deren politische Tagesordnung mit der EU kollidiert - andererseits, weil dadurch die ohnehin schon hohen italienischen Schulden unter zusätzlichen Druck geraten. Dies trieb die italienischen Zinsen in die Höhe und veranlasste die Anleger zur Flucht. Die Besorgnis griff auch auf Spanien über, wo ein umfassendes Korruptionsverfahren mit Gefängnisstrafen zur Folge geführt wurde - und auf einen in Bedrängnis geratenen Premierminister, da das Korruptionsverfahren Verbindung zu ihm aufzeigt.

Donald Trump erneut im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit

  • Viele hatten damit gerechnet, dass Donald Trumps Androhungen bezüglich Zoll Teil der Verhandlungspolitik waren - Zölle auf Stahl und Aluminium im Verhältnis zur EU wurden jedoch im Mai eine Realität. Die EU machte sich deshalb für eine Vergeltung bereit - und es kamen Ideen wie u. a. Zoll auf eine Reihe von bekannten Markenwaren innerhalb von Bekleidung, Whisky, Kosmetik und Motorräder auf den Tisch.
  • Der hoch profilierte Gipfel zwischen Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un, der für den 12. Juni in Singapore geplant war, wurde in einem offenen Brief des Weißen Hauses abgesagt. Damit wurde das psychologische Spiel darum, wer der beiden Machthaber das größte Interesse an einem Treffen habe, fortgeführt.
  • Während Donald Trump in den Schlagzeilen war, lief die US-Wirtschaft auf hohem Tempo weiter. Die Bilanzsaison verlief äußerst positiv - und auch die Wirtschaftsdaten waren erfreulich. Diese zeigten u. a. eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt, wo die Arbeitslosigkeit auf 3,8 % zurückging. Dies ist das niedrigste Niveau seit der IT-Blase.

Schlechte Nachrichten aus den Emerging Market-Ländern

  • Die Emerging Markets hatten es im März recht schwer - und dies nicht ohne Grund. In Süd- und Mittelamerika war ein negativer Fokus auf Brasilien gerichtet, das von Streiks geprägt war, sowie Mexiko, wo die Präsidentschaftswahl bevorsteht. Darüber hinaus befand sich die Türkei unter starkem Druck, und zwar aufgrund der Besorgnis darüber, dass die türkische Zentralbank nicht unabhängig von Präsident Erdogan ist, während gleichzeitig die Parlamentswahl bevorsteht.

Marktrendite

Dollar und gute Bilanzen waren die Hauptursache für positive Renditen im Mai

  • Eine hervorragende Bilanzsaison und ein steigender Dollar trugen dazu bei, dass die Aktienmärkte weltweit den Monat Mai im positiven Bereich beendeten. Die positiven Renditen wurden trotz eines schwelenden Handelskrieges, negativer Nachrichten aus mehreren Märkten und neuer Turbulenzen in Italien und Spanien erzielt. Insbesondere die IT-Unternehmen trugen zur guten Stimmung und zur Rendite bei. Giganten wie Apple, Facebook und Microsoft waren die Hauptursache für die Anstiege im Sektor. Die zinsempfindlichen und defensiven Sektoren hatten es dagegen am schwersten. Der Sektor Telekommunikation war am schwersten betroffen, und dies war auch die Folge einer schwerwiegenden Exponierung gegenüber Dollarschulden und gegenüber den Emerging Markets, die eine schwere Zeit hatten.

Unruhe in Italien löst Zinsfall aus

  • Der Monat Mai begann mit einem schwach steigenden Zinsniveau. Mitte des Monats änderte sich jedoch die Stimmung, und die Zinsen gingen im verbleibenden Teil des Monats zurück. Das stark rückläufige Zinsniveau war vor allem eine Reaktion auf die politische Situation in Italien, wo zwei EU-feindliche Parteien die Regierung bilden sollten. Äußerungen über Schuldensenkungen und eine erhebliche Erhöhung des Haushaltsdefizits ließen die italienischen Zinsen rasant steigen. In Ländern wie Dänemark und Deutschland dagegen sanken die Zinsen, und am Ende des Monats lagen die Zinsen für eine 10-jährige dänische Staatsanleihe bei 0,35 %, während sie Mitte Mai noch bei ganzen 0,65 % gelegen hatten.
  • Trotz sinkender Zinsen für traditionelle Anleihen erzielten die Anleihen der Emerging Markets im Mai übergeordnet negative Renditen. Länder mit Herausforderungen finanzpolitischer Art und mit Finanzierungsschwierigkeiten (Sambia, Venezuela, Libanon und Argentinien) waren im negativen Markt besonders beeinträchtigt.
  • Auch Unternehmensanleihen hatten einen negativen Monat, wobei die Unruhe in Italien eine zunehmende Risikoaversion auslöste. Deshalb hatten es italienische Anleihen besonders schwer. Den größten negativen Beitrag leistete das italienische Unternehmen Intensa.