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Pressemitteilung

Jyske Invest: Renditeüberblick August 2017

Nordkorea fordert Weltgemeinschaft heraus, Jackson Hole-Konferenz der Fed – am wichtigsten ist, was nicht gesagt wurde, Erneute Aufmerksamkeit hinsichtlich einer „Disruption an den Aktienmärkten": Lesen Sie hier das Neueste zu den Märkten im Renditeüberblick von Jyske Invest.

Neues

Nordkorea fordert Weltgemeinschaft heraus.

  • Der US-amerikanische Präsident Donald Trump drohte Nordkorea mit Feuer und Schwert, wenn das Land nicht besser aufpasse. Die Äußerungen folgten auf einen Bericht, laut dem Nordkorea einen kleineren Atomsprengkopf entwickelt habe, der in einer der nordkoreanischen Raketen abgeschossen werden könne. Nordkoreas Reaktion auf die drastischen Äußerungen von Präsident Trump war die Vorlage von Plänen hinsichtlich eines Angriffs auf die Pazifikinsel Guam, auf der sich eine amerikanische Militärbase befindet. Der Konflikt eskalierte im Zuge einer größeren Militärübung zwischen den USA und Südkorea, die von Nordkorea als Training für eine künftige Invasion des Landes aufgefasst wurde. Als Reaktion auf die Militärübung schickte der nordkoreanische Regierungschef eine Testrakete über Japan hinweg.

Kansas City, jährliche Jackson Hole-Konferenz der Fed – am wichtigsten ist, was nicht gesagt wurde

  • Unter den prominenten Rednern auf dem Jackson Hole-Symposium der Fed in Kansas City waren die beiden bedeutendsten Zentralbankchefs. Die Reden von US-Zentralbankchefin Janet Yellen und EZB-Chef Mario Draghi hatten den größten Effekt auf den Devisenmarkt, und der Euro stieg auf das höchste Niveau seit mehr als zwei Jahren. Das interessanteste war, dass Mario Draghi davon abließ, den Euro herunterzureden, und dass Janet Yellen keine Signale für eine geldpolitische Straffung sendete.

Erneute Aufmerksamkeit hinsichtlich einer „Disruption an den Aktienmärkten"

  • „Disruption“ bedeutet Unterbrechung, Störung oder Zusammenbruch. In der Wirtschaft wird der Begriff insbesondere für das Phänomen verwendet, dass die Nutzung neuer Technologien und Formate die Marktsituation einschneidend ändert und beispielsweise dazu führt, dass bisherige Produkte und Leistungen überflüssig werden. Amazon war die treibende Kraft hinter dem Übergang von physischem Einzelhandel zu Online-Handel, was im amerikanischen Einzelhandel großen Tumult verursachte. Amazon kündigte im Juni den Kauf der Supermarktkette Whole Foods Markets an – und im August, zum gleichen Zeitpunkt wie die Genehmigung der Akquisition, kündigte das Unternehmen einen Preiskrieg an, was den übrigen Sektor in Angst und Bangen versetzte.

Marktrendite

Die Emerging Markets verblieben im August weltweit in Führungsposition – der Dollar ließ weiter nach

  • Die globalen Aktienmärkte verzeichneten trotz der zunehmenden geopolitischen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel einen weiteren Monat mit positiven Renditen. Die Märkte belohnten u. a. eine gute Bilanzsaison in China. Gleichzeitig gelang es dem brasilianischen Parlament, ein Amtsenthebungsverfahren zu vermeiden. Dies minderte die Furcht vor zusätzlichen Turbulenzen in Brasilien. Die globalen Aktienmärkte sind dieses Jahr in hohem Maße von Währungsschwankungen beeinflusst, und der August machte keine Ausnahme. Die Schwingtür von Donald Trumps Kabinett, ist - zuletzt mit der Verabschiedung des Chefstrategen Steve Bannon - dem Dollar nicht zuträglich, und dieser fiel im August um weitere fast 1 % und mehr als 12 % in diesem Jahr. Der IT-Sektor lag weiterhin an der Spitze – im August war der Sektor von einer guten Bilanz des Mobilgiganten Apple unterstützt. Dagegen hatte es der Energiesektor aufgrund der sinkenden Ölpreise, die vom steigenden Ölangebot aus den USA gedrückt wurden, weiterhin schwer.

Sinkendes Zinsniveau im August

  • Der Zinsfall wirkte sich sowohl auf die kurzfristigen als auch auf die langfristigen Anleihen aus. Ende des Monats betrugen die Zinsen für eine 10-jährige Staatsanleihe somit 0,50 %, während die Zinsen für eine 2-jährige Staatsanleihe bei nur -0,65 % lagen. Zurzeit ist die Aufmerksamkeit auf eventuelle Meldungen bezüglich des Ankaufprogramms der EZB gerichtet, das im Dezember endet. Die Märkte hatten in Verbindung mit dem Treffen der Zentralbanker in Jackson Hole auf eine Meldung gehofft, es gab jedoch vonseiten der EZB keine neue Stellungnahme. Ende August wurde die Ausstellung für die jetzigen kündbaren Anleiheserien eingestellt, und die Serien wurden von entsprechenden Serien mit um drei Jahre längeren Laufzeiten abgelöst. In diesem Zusammenhang gab es vorübergehend ein größeres Angebot an kündbaren Anleihen. Trotz der steigenden Nachfrage schnitten die kündbaren Hypothekenanleihen im August hervorragend ab.
  • Im Gegensatz dazu hatten es die Unternehmensanleihen im August schwer. Die Unruhe bezüglich Nordkoreas sowie eine allgemein niedrige Aktivität als eine Folge der Sommerpause bedeuteten, dass die Unternehmensanleihen mit den traditionellen Anleihen nicht Schritt halten konnten. Die Unternehmensanleihen mit niedrigeren Rating erzielten eine Rendite nahe Null.
  • Sinkende US-Zinsen und eine umfassende Liquidität, die in neue Begebungen investiert werden konnte, waren den neuen Märkten im August zuträglich. Der Ölpreis hatte im Juni und im Juli einen ansehnlichen Anstieg auf fast 50 USD verzeichnet und unterstützte, trotz eines geringfügigen Rückgangs im August, mehrere der Öl exportierenden Länder. Darüber hinaus ist eine Erholung der Wachstumsraten in den Emerging Markets zu erkennen, und nur wenige Länder sind von Inflation herausgefordert. Der US-Dollar war im Großteil des Jahres herausgefordert, weshalb eine Tendenz zu Stabilisierung im August für die lokalen Zinsen und Währungen in den Emerging Markets-Ländern positiv war. An einzelnen Ereignissen sei die Primärwahl in Argentinien genannt, die aus der Sicht der Anleger nahezu in einem „Best Case-Szenario" endete. Dies lässt auf einen guten Ausgang der Wahl im Oktober und damit auf gute Bedingungen für den Reformprozess hoffen, der für das Land von wesentlicher Bedeutung ist. Sowohl Jyske Invest Emerging Market Bonds als auch Jyske Invest Emerging Local Market Bonds haben die Gewichtung von Argentinien im Vorfeld der Wahl erhöht.


Wichtige Information

Frühere Gewinne und die frühere Kursentwicklung sind nicht als zuverlässiger Indikator für künftige Gewinne und die künftige Kursentwicklung zu verstehen. Der Gewinn und/oder die Kursentwicklung können negativ sein. Keine der hier enthaltenen Informationen ist als Anlageberatung zu verstehen, vor einem Kauf oder Verkauf sollten Sie sich immer an Ihren Investment- und Steuerberater wenden.