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Pressemitteilung

Jyske Invest: Renditeüberblick Juli 2017

An den Märkten ging China im Juli in Führung, die Farce im Weißen Haus setzte sich fort, und bei der Marktrendite lagen die Emerging Markets vorn, der Fall des Dollars schickte sie allerdings ins Minus: Lesen Sie die wichtigsten Themen zum Monat Juli von Jyske Invest.
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Neus

China ging im Juli in den Märkten - unterstützt von den Wirtschaftsdaten - in Führung

  • Das chinesische BIP für das zweite Quartal wurde im Juli veröffentlicht und war die jüngste Zahl einer Reihe von Wirtschaftsdaten aus China, die das Bild einer starken chinesischen Wirtschaft zeichnen. Das BIP für das zweite Quartal war um 6,9 % höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Bemerkenswerte an China ist die Stärke der jüngsten Daten angesichts der geldpolitischen Straffungen, die es im Laufe der letzten zwölf Monate gegeben hat. Die festen Investitionen – sowohl in die Infrastruktur als auch in Wohnungen - waren solide, während die Investitionen im Privatsektor eine steigende Tendenz verzeichneten. Der Export ist solide, und der Privatverbrauch/Einzelhandel zeigt sich gut. China ist somit ein wichtiger Faktor in Verbindung mit der positiven Entwicklung an den Aktienmärkten der Emerging Markets.

Geopolitische Spannungen

  • Der Juli war erneut von geopolitischen Spannungen geprägt. Nordkorea ist sowohl dem Westen als auch China ein Dorn im Auge. Nordkoreas Test einer Interkontinentalrakete führte erneut zu Reaktionen in den USA sowie Südkorea und Japan. Die Präsenz der USA in der Region ist für die Chinesen ein rotes Tuch, weshalb sie es vorzögen, wenn Nordkorea den USA keinen Anlass zu dieser Präsenz gäbe. Darüber hinaus hat sich der Konflikt zwischen den USA und Russland wieder verschärft, nachdem der Kongress in den USA mit überwiegender Mehrheit weiteren Sanktionen gegen Russland und den Iran zustimmte. Russland reagierte prompt mit diplomatischen Gegenzügen.

Die Farce im Weißen Haus setzte sich im Juli fort - während es an wichtigen politischen Initiativen fehlte

  • Die ausbleibende Durchführung der versprochenen Wirtschaftsinitiativen von Donald Trump in Kombination mit mehreren politischen Skandalen innerhalb des Stabs von Trump ließ den Dollar im Juli erneut zu Boden fallen. Donald Trump versuchte ein weiteres Mal vergeblich, Barack Obamas Gesundheitsreform „Obamacare“ umzukehren. Trotz der republikanischen Mehrheit in beiden Kammern fiel der Vorschlag mehrmals aufgrund von Streitigkeiten unter den Republikanern. Gleichzeitig stand die Schwingtür im Weißen Haus nicht still, wobei der neu ernannte Kommunikationsverantwortliche des Weißen Hauses, Anthony Scaramucci, den Posten nur 10 Tage innehatte. Im Laufe dieser 10 Tage vermochte er es jedoch, sich mit mehreren Mitarbeitern anzulegen, und er war auch die Ursache für die Entlassung von Verwaltungschef Reince Pribus, u. a. aufgrund von Beschuldigungen hinsichtlich Informationslecks.

Marktrendite

Die weltweiten Emerging Markets führten im Juli erneut an, und der Fall des Dollar schickte die Marktrendite ins Minus

  • Gute chinesische Wirtschaftsdaten und eine bessere Stimmung in Brasilien nach einigen schwierigen Monaten ließen die Aktienmärkte der Emerging Markets im Juli mit Anstiegen bei den Aktienkursen von fast 5 % ein weiteres Mal in Führung gehen. Die etablierten Aktienmärkte der Welt blieben aufgrund von geopolitischen Turbulenzen und fehlenden politischen Initiativen in den USA zurück. Die Bilanzsaison zeigte sich jedoch von ihrer guten Seite und trug dazu bei, dass die Aktienkurse ins Plus gingen. Unter anderem gab es ein Comeback für den IT-Sektor, der im Juli am besten abschnitt und von eben diesen guten Bilanzen begünstigt war. Die politische Farce im Weißen Haus und die Abwesenheit politischer Initiativen in den USA waren einige der Gründe für den schwachen Dollar, der für die dänischen Anleger ungünstig war. Trotz der Anstiege bei den Aktienkursen um fast 2 % an den Aktienmärkten der Welt endeten die dänischen Anleger mit einem Minus, da der Dollar um mehr als 3 % sank.

Fokus auf Fed und EZB an den Zinsmärkten

  • Die Tendenz zu steigenden Zinsen Ende Juni setzten sich in der ersten Juliwoche fort. Danach fielen die Zinsen und endeten auf unverändertem Niveau. Im Laufe des Monats war der Fokus sehr stark auf die Meldungen der EZB und der Fed gerichtet. Beide Zentralbanken waren darauf aufmerksam, dass die Inflation unter der langfristigen Zielstellung von 2 % lag.
  • Der Markt für Unternehmensanleihen zeichnete sich im Juli positiv und blieb im Großen und Ganzen von der Volatilität bei den Staatsanleihen unbeeinflusst. Der Fonds JI Virksomhedsobligationer erzielte eine Rendite von 1,17 %, während der Fonds JI Højt Ratede Virksomhedsobligationer 0,9 % abwarfen.
  • Nach einem unruhigen Start in den Juli mit steigenden globalen Zinsen kam der Markt wieder zur Ruhe, wobei insbesondere Nye obligationsmarkeder im Zuge der steigenden Ölpreise ein gutes Comeback hatten. Der Fonds Nye Obligationsmarkeder Valuta hatte es schwerer und wurde vom geschwächten USD (-3,3 %) beeinflusst, der die Emerging Markets-Währungen gegenüber DKK mit sich riss. Darüber hinaus schwächte sich die argentinische Währung um fast 10 % ab. Die Stimmung ist im Vorfeld der Parlamentswahl im Oktober, wo ein großer Teil der Mitglieder zur Wahl steht, nervös.


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