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Pressemitteilung

Jyske Invest: Renditeüberblick Juni 2017

​Die US-Zentralbank war mal wieder im Fokus, aber auch andere Zentralbanken zogen im Juni die Aufmerksamkeit auf sich. Bei den Marktrenditen übertönten die Währungsbewegungen die Aktienkurse. Mehr dazu im Renditeüberblick für Juni 2017 von Jyske Invest.
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Die US-Zentralbank im Fokus

  • Die Fed hat die Zinsen erwartungsgemäß um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Dies ist die dritte Zinserhöhung in den letzten sechs Monaten. Die wichtigste Botschaft der Fed-Chefin Janet Yellen war jedoch die Beurteilung, dass der Rückgang der Inflation in den letzten drei Monaten insbesondere aus vorübergehenden Faktoren resultiere, und dass die Fed sowohl von einem erneuten Anstieg der Inflation als auch des Wachstums ausgehe. Die Fed senkte leicht ihre Zinserwartungen, hielt jedoch daran fest, dass es Aussicht auf eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr bestehe. Darüber hinaus reagierten die Finanzmärkte auf Janet Yellens Äußerung zur angespannten Bewertung am Aktienmarkt. Gleichzeitig fügte Yellen hinzu, dass die Wirtschaft ihrer Ansicht nach höhere Zinsen verkraften könne. 

Auch andere Zentralbanken zogen die Aufmerksamkeit auf sich

  • Anscheinend ist es in der britischen Zentralbank (BoE) zu Uneinigkeit über die künftige Zinspolitik gekommen. Jedenfalls haben sich die Mitglieder widersprüchlich geäußert, und dies hat Zinsschwankungen ausgelöst. Haldane, Chefökonom der BoE, äußerte, dass die Zentralbank eventuell die Geldpolitik später in diesem Jahr straffen werde. In der jüngsten BoE-Sitzung stimmte er für unveränderte Zinsen. Haldanes Äußerungen widersprechen den früheren Äußerungen des BoE-Chefs Carney, wonach die BoE keine Eile habe, die Zinsen anzuheben. Mario Draghi, der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), brachte zum Ausdruck, dass die EZB bestimmt keine Eile habe, die Geldpolitik zu normalisieren. Und so lange, wie sich das zugrunde liegende Inflationsbild nicht ändert, wird die EZB sehr vorsichtig sein.

Parlamentswahlen auf der Agenda in Europa

  • Die britische Premierministerin Theresa May spielte ein riskantes Spiel und verlor. Nach einer dramatischen Wahlnacht wurde festgestellt, dass die Konservativen ihre Mehrheit verloren hatten. Die Konservative Partei ist weiterhin die größte Partei, sie verfehlte jedoch die magischen 326 Sitze. Daher musste Theresa May bluten, um die kleine nordirische Democratic Unionist Party (DUP) zu überzeugen. Die Konservativen sind stark geschwächt, die Briten werden jedoch vermutlich mehr Geduld mit der Partei haben, als dies normalerweise der Fall ist, da schwierige Verhandlungen mit der EU bevorstehen. Der neu gewählte französische Präsident, Emmanuel Macron, dagegen gewann erwartungsgemäß seine Mehrheit. Seine neue Partei, La République en marche, besiegte alle anderen und gewann 308 Sitze - eine absolute Mehrheit fordert 289 Sitze. Einige Affären haben jedoch die neuen Minister der Koalitionspartei Modem belastet und damit den Sieg bereits beschmutzt.

Marktrendite

Währungsbewegungen übertönten die Aktienkurse im Juni

  • Die Kursentwicklung an den globalen Aktienmärkten im Juni war ein etwas gemischtes Erlebnis. Nicht zuletzt für dänische Anleger, da sich starke Währungsschwankungen überwiegend zu ihren Ungunsten auswirkten. Starke Kursverluste sowohl des Dollar als auch des japanischen Yen belasteten eine bereits gemischte Aktienrendite, und die globalen Aktienmärkte beendeten den Juni mit einem Kursverlust von gut 1 % für dänische Anleger. Europas Aktien hatten es am schwersten, während die globalen Emerging Markets-Aktienmärkte am besten abschnitten, und die US-Aktienmärkte starteten leicht im Plus und endeten leicht im Minus für dänische Anleger, da der Dollar ca. 1,5 % einbüßte. Ein steigender Euro und steigende Zinsen waren keine wünschenswerte Situation für europäische Aktien. Steigende Zinsen prägten vor allem die zinssensitiven Sektoren. Die Sektoren Telekom und Versorgung waren von steigenden Zinsen belastet, während der Finanzsektor davon profitierte. Die Energieaktien hatten es schwer, da der Ölpreis im Lauf von Juni auf seinen tiefsten Stand seit zehn Monaten sank.

EZB-Äußerungen lösten Zinsanstieg aus

  • Der Juni war ein relativ ereignisloser Monat für die Rentenmärkte. Der erste Teil des Monats war von einem rückläufigen Ölpreis geprägt, was sinkende Inflationserwartungen zur Folge hatte. Ende des Monats stand die EZB im Mittelpunkt des Interesses. Mario Draghi äußerte, dass eine Ankurbelung der Wirtschaft weiter erforderlich sei, dass sich die deflationären Tendenzen jedoch abschwächten. Diese Äußerung löste eine relativ starke Marktreaktion aus, und im Lauf von wenigen Tagen stieg der Zins einer 10-jährigen Anleihe um 0,2 Prozentpunkte.
  • Die Rendite von Unternehmensanleihen mit niedrigeren Ratings lag fast bei null, während die Unternehmensanleihen mit höheren Ratings von den steigenden Zinsen bei den Staatsanleihen beeinflusst waren und daher eine Rendite von -0,54 % erzielten.
  • Die Renditen der Emerging Markets-Anleihen waren von der Entwicklung der US-Staatsanleihen beeinflusst, bei denen der Zins Ende des Monats auch verhältnismäßig stark stieg. Deshalb brachten sowohl Anleihen in Lokalwährung als auch Anleihen in Kernwährung im Juni negative Renditen. Darüber hinaus waren einzelne Länder vom rückläufigen Ölpreis negativ beeinflusst.


Wichtige Information

Frühere Gewinne und die frühere Kursentwicklung sind nicht als zuverlässiger Indikator für künftige Gewinne und die künftige Kursentwicklung zu verstehen. Der Gewinn und/oder die Kursentwicklung können negativ sein. Keine der hier enthaltenen Informationen ist als Anlageberatung zu verstehen, vor einem Kauf oder Verkauf sollten Sie sich immer an Ihren Investment- und Steuerberater wenden.