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Pressemitteilung

WAVE: Kapitalmarktbericht April 2017

Das globale Konjunkturumfeld präsentierte sich im Berichtsmonat März anhaltend freundlich. Die USA vermeldeten für 2016 ein robustes BIP-Wachstum i.H.v. 1,6%. In der Eurozone waren es vorrangig die Frühindikatoren, die positive Signale sendeten.
© WAVE Management AG

Die Einkaufsmanagerindizes – sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor – haben sich klar oberhalb der Wachstumsschwelle etabliert. Auch in den deutschen Chefetagen hellte sich die Stimmung weiter auf, der ifo-Geschäftsklimaindex kletterte auf den höchsten Wert seit sechs Jahren. 

Konjunktur / politische Entwicklungen

Erneut waren es aber politische Themen, die den Monat dominierten. Ende März reichte die britische Premierministerin May offiziell die „Scheidung“ von der EU ein, indem Großbritannien den Austritt aus der EU nach Artikel 50 des EU-Vertrags für 2019 erklärte. Bis dahin sind nun zähe Verhandlungen über die Austrittsmodalitäten und die weiteren Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU zu erwarten. Die ebenfalls im März abgehaltenen Parlamentswahlen in den Niederlanden führten nicht zum befürchteten Sieg der Rechtspopulisten. Das unerwartet schwache Abschneiden weckte zudem Hoffnung, auf einen Wahlsieg des linksliberalen Kandidaten Macron bei der anstehenden Präsidentschaftswahl in Frankreich im Mai. Die Sorgen über die Fragilität der Eurozone nahmen dadurch für den Moment ab. Jenseits des Atlantiks musste der neue US-Präsident Trump eine innerparteiliche Schlappe einstecken. In mehreren Anläufen gelang es ihm nicht, die Gesundheitsreform „Obamacare“ seines Vorgängers zu kippen.

Entwicklung Kapitalmärkte

Im Berichtsmonat März verzeichneten die europäischen Aktienmärkte die bisher stärksten Kurssteigerungen in 2017 und beendeten das erste Quartal mit einer positiven Wertentwicklung. Als Katalysatoren der Bewegung wirkten das aufgehellte politische Umfeld sowie die konjunkturelle Entwicklung. Die Niederlage der Rechtspopulisten bei der Parlamentswahl in den Niederlanden sowie gestiegene Wahlchancen des linksliberalen Kandidaten Macron für die französische Parlamentswahl wirkten sich ebenso positiv aus, wie verbesserte Konjunkturaussichten. Nach zähem Ringen um die runde Marke von 12.000-Punkten, nahm der DAX schließlich Kurs auf das bisherige Rekordhoch aus April 2015 und beendete den Monat mit einem Zugewinn i.H.v. 4,0%.

Getrieben durch die relative Stärke der Börsen der südlichen Euro-Peripherie, kletterte der EuroStoxx50 um 5,5%. Die US-Indizes schalteten, nach einer weiteren Zinserhöhung der Fed sowie einem Dämpfer für den neuen US-Präsidenten beim Versuch, die Gesundheitsreform seines Vorgängers abzuschaffen, in den Korrekturmodus. Der DowJones gab um 0,7% nach, der marktbreitere S&P500 trat per Saldo auf der Stelle. An den asiatischen Börsen gab der japanische Nikkei, unter dem Eindruck des wiedererstarkten Yen, 1,1% ab. Der chinesische Shanghai Composite setzte um 0,6% zurück.

An den Rentenmärkten wurden im Berichtsmonat März per Saldo steigende Renditen verzeichnet. Diese Entwicklung vollzog sich schwerpunktmäßig in der ersten Monatshälfte, wohingegen ab Monatsmitte durch das in Aussicht gestellte vorsichtigere Agieren der US-Notenbank Fed hinsichtlich weiterer Zinsschritte in Kombination mit nachlassendem Inflationsdruck, wieder ein deutlicher Renditerückgang einsetzte. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg per Saldo um 12 Basispunkte auf 0,33%. Die Rendite 10-jähriger italienischer Staatstitel weitete sich um 23 Basispunkte auf 2,31% aus. Spanische Staatstitel identischer Laufzeit weiteten sich hingegen lediglich um 1 Basispunkt auf 1,65% aus.

Der Kurs des Euro erholte sich im Berichtsmonat Februar ggü. dem USD leicht. Zum Monatsultimo kostete die Gemeinschaftswährung 1,0652 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,0576 USD/EUR).