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Marktkommentar

Heiko Böhmer (Shareholder Value): Das steckt hinter den Zahlen von Alphabet, Amazon und Microsoft

© Shareholder Value Management AG

06.02.2024 -

Der erste Monat des neuen Jahres liegt hinter uns an den Börsen – mit zum Teil schon wieder kräftigen Zuwächsen. So sind vor allem die Magnificent Seven nach einer kurzen Schwächephase wieder da. Unterstützend haben hier sicherlich auch die Bilanzdaten gewirkt – auch wenn es bei einigen Werten aus dem Segment direkt nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen Kursrückgänge gegeben hat.

Im aktuellen Bilanz-Update stehen die Zahlen von Alphabet, Amazon und Microsoft im Fokus. Diese drei Aktien sind sowohl im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen enthalten als auch im Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value.

Alphabet: Das Kerngeschäft läuft rund

Seit mehr als zehn Jahren sind wir bei Alphabet  investiert (Alphabet Aktienanalyse: Viel mehr als nur die Google-Suche). Auch im vierten Quartal hat das Unternehmen wieder geliefert. Mit 13 Prozent fiel der Anstieg beim Umsatz ordentlich aus. Das gelang bei einer operativen Marge von immerhin 27 Prozent. Bei allen maßgeblichen Kennzahlen lag Alphabet über den Erwartungen.

Bei der genaueren Analyse der Daten fällt schon die Struktur des erzielten Wachstums auf. Das kam hauptsächlich aus dem klassischen Google-Ads Geschäft – also der Werbung. Der Blick auf die Kostenseite liefert auch einige interessante Fakten: So wird der Abbau von Jobs für Entlastung sorgen (Google-Mutter entlässt 12.000 Mitarbeiter). Belastend wirkt in diesem Segment der große Investitionsbedarf von immerhin 11 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2023. Tatsächlich zeigt das aber auch das weitere Wachstumspotenzial bei Alphabet auf. Und bei der stabilen finanziellen Lage erfüllt Alphabet hier ein wichtiges Kriterium unserer wunderbaren Unternehmen: Alphabet investiert ins eigene Unternehmen.

Zudem zeigt der Blick auf die Gesamtentwicklung 2023 auch noch die große Bedeutung der Aktienrückkäufe an: Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Alphabet hier immerhin für 62 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückgekauft. Der Umsatz im Gesamtjahr kletterte 2023 um 9 Prozent bei einer operativen Marge von 27 Prozent und damit leicht über dem 2022er Niveau von 26 Prozent.

Insgesamt haben speziell die Zahlen zum vierten Quartal 2023 überzeugt. Das gesamte Geschäft bei Alphabet läuft gut. Dennoch gab der Aktienkurs direkt nach der Bekanntgabe der Zahlen etwas nach. Daher sieht es auch so aus, als ob beim Aktienkurs das gute Ergebnis zum Teil schon vorweggenommen wurde.  

 

Amazon: Etwas schwächeres Wachstum beim wichtigen Cloud-Geschäft

Für das vierte Quartal hat Amazon eine sehr gute fundamentale Performance erreicht. Beim Umsatz für das Gesamtjahr hingegen blieb der Zuwachs mit 12 Prozent leicht hinter unseren langfristigen Erwartungen von 15 Prozent zurück. Bei den Margen hat uns Amazon aber klar positiv überrascht und die Erwartungen deutlich übertroffen – das gilt vor allem für das vierte Quartal, in dem die Umsatzrendite fünf Prozent erreicht hat. Gerade der Versandhandel hat hier wieder punkten können. Nach einer schwachen Entwicklung 2022 mit einer Marge von -1 Prozent ging es auf Jahresbasis in diesem Segment jetzt auf vier Prozent nach oben. Das ist wirklich eine starke Entwicklung. Mittlerweile sieht es so aus, als ob die vor 18 Monaten gemeldeten Überkapazitäten nicht mehr vorhanden sind. Die jetzt erreichte Erholung hatten wir nach den deutlichen Überkapazitäten beim klassischen Einzelhandelsgeschäft bei Amazon erst wieder für 2025 erwartet.  

Mit den aktuellen Daten hat Amazon nicht nur ein wirklich starkes Quartal abgeliefert. So wird auch unsere Investmentthese weiter gestützt (Amazon Aktienanalyse: AWS ist der versteckte Gewinntreiber bei Amazon). Wir erwarten eine signifikante Stabilisierung der Margen, da sich hier gleich zwei Faktoren positiv auswirken: Zum einen geht es um eine Steigerung der operativen Effizienz. Zum anderen sorgt das Cloud-Geschäft AWS für das Potenzial die Margen wieder auf das Vor-Corona-Niveau zu bringen.  

Ein Vorbehalt ergibt sich aus dem etwas schwächeren Umsatzwachstum, speziell auch im Cloudgeschäft AWS. Das Wachstum ging hier auf weniger als 20 Prozent zurück. Genau diese Entwicklung beeinflusst die langfristigen Aussichten in diesem so wichtigen Geschäftsbereich. Hier gilt es jetzt, die weitere Entwicklung genau zu verfolgen.

 

Microsoft: Massiver Gewinnanstieg

Die Ergebnisse zum zweiten Quartal bei Microsoft (Stichtag 31.12.2023) haben einmal mehr überzeugt. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent und währungsbereinigt um 16 Prozent. Der operative Gewinn stieg massiv um 33 Prozent auf 27 Milliarden Dollar. Beim Nettogewinn gelang Microsoft ein Anstieg auf annähernd 22 Milliarden Dollar, was ebenfalls einem Zuwachs um 33 Prozent entsprach (Microsoft: KI treibt Cloud-Zuwachs an).  

Im Grunde waren alle maßgeblichen Geschäftsbereiche für das Wachstum verantwortlich. Etwas unterdurchschnittlich lief es bei LinkedIn mit einem Wachstum von neun Prozent im Vorjahresvergleich. Der Geschäftsbereich Internetsuche legte nur um acht Prozent zu und bei den Geräten gab es sogar einen Rückgang um neun Prozent im Vorjahresvergleich.  

Microsoft hat auf Basis der guten Ergebnisse die Investitionen deutlich erhöht. Mit annähernd 10 Milliarden Dollar war die Investitionssumme rund 60 Prozent höher als im Vorjahr. Gerade das Cloudgeschäft wird hier deutlich ausgebaut und sollte die Basis für weiteres stabiles Wachstum bei Microsoft liefern (Microsoft-Aktienanalyse: Mehr als Windows und Office).  

Mit einem Kurszuwachs von mehr als 10 Prozent vom Jahresbeginn bis zur Bekanntgabe der Zahlen hat Microsoft einen starken Start ins Börsenjahr erlebt. Daher kam der leichte Kursrückgang direkt nach der Bekanntgabe der Zahlen nicht so überraschend.

Unser Fazit: Tech-Schwergewichte haben wieder einmal überzeugt

Wer hohe Erwartungen erfüllt oder sogar übertrifft und das über einen längeren Zeitraum, der gehört sicherlich zur Gruppe der wunderbaren Unternehmen. Alphabet, Amazon und Microsoft haben einmal mehr punkten können mit den aktuellen Geschäftszahlen. Auf Sicht der nächsten Jahre haben jedoch selbst diese Börsengiganten nun Bewertungsniveaus erreicht, bei denen das weitere Wachstum schon deutlich überdurchschnittlich ausfallen muss. Insofern werden wir die weitere Entwicklung bei diesen Tech-Giganten ganz genau verfolgen.


 

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