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Marktkommentar

Frank Fischer (Shareholder Value): Deutsche Konjunktur stottert erheblich

© Shareholder Value Management AG

11.09.2023 - Ohne Optimismus geht es an der Börse nicht. Und das auch in schwachen Phasen, wie wir sie im Moment erleben. Doch wenn man die jüngsten Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute liest, kann einem das schon auf den Magen schlagen.

„Die deutsche Konjunktur stottert erheblich“

Ob national oder international – der deutsche Wirtschaftsmotor stottert zurzeit erheblich. Hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) schon im Juni prognostiziert, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 0,3 Prozent schrumpfen würde, so setzen jetzt das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) und das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen noch einen drauf. So rechnen das IfW und das IWH mit einem Minus von 0,5 Prozent. Und das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen wird in seiner Herbstprognose sogar noch skeptischer und rechnet mit einem BIP-Rückgang um 0,6 Prozent (Quelle: Wirtschaftsabschwung noch stärker). Die Gründe dafür sind vielfältig: Die hohe Inflation hatte die verfügbaren Einkommen der Deutschen gedrückt und ihnen die Lust am Geldausgeben verdorben. Einige Konjunkturforscher waren davon ausgegangen, dass die steigenden Tariflöhne und Inflationsprämien in der zweiten Jahreshälfte für eine Trendwende sorgen und der Einzelhandel und Dienstleister davon profitieren würden. Dem scheint aber nicht so zu sein. Und vom rückläufigen Export kommen auch keine Impulse. Hinzu kommt, dass die deutschen Unternehmen ihre Produktion im Juli den dritten Monat in Folge heruntergefahren haben. 

Hoher Ölpreis drückt auf die Stimmung

Doch das ist noch nicht alles. Der steigende Ölpreis schlägt sich in den Kassen der Unternehmen nieder – und drückt auf die Stimmung der Investoren. Der Preis pro Barrel ist erstmals seit Mitte 2022 drei Monate in Folge gestiegen. Und das muss noch nicht das Ende sein, denn es zeichnet sich ab, dass Saudi-Arabien seine freiwilligen Produktionskürzungen bis Jahresende verlängert, um die Ölnotierungen zu stützen (Quelle: Saudi-Arabien verlängert Öl-Förderkürzung bis Ende des Jahres). Auch Russland beabsichtigt, seine Exportkürzungen länger aufrechtzuerhalten. In den USA sind die offiziellen Lagerbestände zuletzt um zehn Millionen Barrel auf das niedrigste Niveau seit Dezember gesunken. Und: Ölprodukte waren in den USA bereits im Mai und Juni stärker gefragt als vor der Corona-Pandemie. Im Juni wurden täglich gar 20,7 Millionen Barrel gekauft – so viel wie seit Juni 2018 nicht mehr. An den Terminbörsen sind Kontrakte zur kurzfristigen Lieferung von US-Öl der Sorte WTI nun mehr als zwei US-Dollar pro Barrel teurer als die zur Lieferung in drei Monaten – das signalisiert Knappheit. Sorgt das auch für neue Inflationsrisiken in den USA und Europa?

Erste Hoffnungsschimmer

 So weit so schlecht. Auf der anderen Seite haben Spekulationen auf ein Ende der Zinserhöhungen in den USA nach eher durchwachsenen US-Arbeitsmarktdaten die Märkte ein wenig beruhigt. Zusätzlich gibt es leichte Entspannungssignale im angespannten chinesischen Immobiliensektor. Wie es heißt, hat der Projektentwickler Country Garden einen Zahlungsaufschub von seinen Gläubigern erhalten (Quelle: Country Garden erhält Zahlungsaufschub). Somit ist das Risiko, dass die Krise auf den Finanzsektor überschwappt, wohl derzeit etwas geringer als noch vor ein paar Wochen.

Und: Die Börse handelt immer die Zukunft. Und die zeigt erste Hoffnungsschimmer. So erwarten die Wirtschaftsforschungsunternehmen für Deutschland im Median eine BIP-Steigerung zwischen 0,7 und 2,0 Prozent. Deshalb hält sich auch der DAX noch recht wacker. Und für die Weltwirtschaft liegen die Prognosen zwischen plus 1,3 und 1,8 Prozent. Das ist zwar nicht viel, bedeutet aber immerhin einen gewissen Aufschwung. 


 

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