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Pressemitteilung

MFS: Niedrigere US-Inflation sorgt für Euphorie

© MFS

11.11.2022  - Internationale Aktien legten diese Woche zu, vor allem, weil die unerwartet niedrige US-Inflation US-Aktien kräftig steigen ließ. Außerdem wurden in China die Coronarestriktionen etwas gelockert. Die US-Zehnjahresrendite fiel von 4,17% letzten Freitag auf 3,82% diesen Donnerstag; wegen des Veterans Day war der amerikanische Anleihenmarkt am Freitag geschlossen. Das Barrel Rohöl der Sorte West Texas Intermediate verbilligte sich von 92 US-Dollar vor einer Woche auf 89,25 US-Dollar. Gemessen am CBOE Volatility Index (VIX) ging die Volatilität von 24,75 auf 23,6 zurück.

KONJUNKTUR

Niedrigere US-Inflation nährt Hoffnung auf maßvollere Fed

Wie am Donnerstag bekannt wurde, haben die amerikanischen Verbraucherpreise im Oktober unerwartet schwach zugelegt. Aktien und Anleihen stiegen daraufhin kräftig, hofft man doch jetzt auf maßvollere Zinserhöhungen in den nächsten Offenmarktausschusssitzungen und eine Zinspause noch in der ersten Hälfte des neuen Jahres. Nach 8,2% z.Vj. im September haben die Verbraucherpreise im Oktober nur um 7,7% z.Vj. zugelegt. Auch die Kernrate ging zurück, von 6,6% im September auf 6,3%. Für Dezember erwarten die Anleger jetzt nicht mehr zum fünften Mal in Folge 75 Basispunkte, sondern lediglich einen Zinsschritt um einen halben Prozentpunkt. Für den Februar sind sich die Investoren uneins; die Hälfte rechnet mit 50, die andere Hälfte mit 25 Basispunkten. Nach Bekanntwerden der Inflationszahlen äußerten sich am Donnerstag viele regionale Notenbankchefs. Sie begrüßten die niedrigere Teuerung, betonten aber auch, dass die Zinsen weiter erhöht werden müssten. Die Geldpolitik müsse noch einige Zeit restriktiv bleiben, damit die Inflation nachhaltig fiele. Wegen des niedrigeren Preisauftriebs wurden die Finanzbedingungen deutlich lockerer. Die Fed dürfte die steigenden Aktien- und Anleihenkurse aber wohl ebenso wenig schätzen wie den schwächeren Dollar.

Unterdurchschnittliche Verluste der Demokraten bei den Zwischenwahlen

Noch sind viele Stimmen nicht gezählt, doch dürften die Republikaner das Repräsentantenhaus knapp gewinnen, und die Senatsmehrheit könnte von der Stichwahl in Georgia Anfang Dezember abhängen. Vor den Wahlen hatten die Auguren eine große republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus und eine knappe im Senat erwartet. An den Märkten schätzt man in der Regel eine Machtteilung zwischen den beiden Parteien; laut Goldman Sachs legen die Aktienmärkte dann meist etwas stärker zu als bei einer Kongressmehrheit für die Partei des Präsidenten. In den letzten 90 Jahren hat der S&P 500 Index von den Zwischenwahlen bis zum Jahresende im Median um 3% und im Folgejahr im Median um 17% zugelegt, weil die politische Unsicherheit dann nachlässt. Am besten für Aktien war aber eine Machtteilung mit einem demokratischen Präsidenten. Im Schnitt legten Aktien dann um jährlich 16% zu, schreibt die Bank of America. Die Deutsche Bank wiederum hat herausgefunden, dass in den zwölf Monaten nach den 19 Zwischenwahlen seit dem Zweiten Weltkrieg der S&P 500 jedes Mal gestiegen ist.

Neuer Zusammenbruch einer Kryptowährungsbörse erschüttert die Märkte

Die überraschende Insolvenz von FTX, einer der weltgrößten Kryptowährungsbörsen, hat die Märkte zur Wochenmitte verunsichert. Kundengelder in Höhe von fast 10 Milliarden US-Dollar waren an ein mit FTX verbundenes Handelshaus ausgeliehen worden. Jetzt fürchtet man die Folgen des Zusammenbruchs für andere Märkte. Die Undurchsichtigkeit des nur wenig regulierten Marktes, der unklare Wert der Sicherheiten und die bei Digitalwährungen üblichen hohen Fremdfinanzierungsquoten hatten in den letzten zwölf Monaten wiederholt zu Problemen geführt, die oft auch an etablierten Märkten Verkäufe auslösten. Der Wert des Bitcoin ist von fast 70.000 US-Dollar vor einem Jahr auf knapp 16.000 US-Dollar am Mittwoch gefallen, als die erhoffte Rettung von FTX durch einen Wettbewerber ausblieb. Die amerikanische Wertpapieraufsicht und das Justizministerium untersuchen, wofür das Unternehmen die Kundengelder genutzt hat.

KURZ GEFASST

Die britische Regierung will die Sondersteuer auf Bankgewinne von 8% auf 3% senken. Das soll den Bankensektor wettbewerbsfähiger machen, wenn die Unternehmenssteuer im April von 19% auf 25% angehoben wird. Die Sondersteuer war nach der internationalen Finanzkrise eingeführt worden, um einen Teil der staatlichen Rettungsmaßnahmen zu finanzieren.

In einer Pressekonferenz nach den Zwischenwahlen erklärte US-Präsident Joe Biden, 2024 wieder antreten zu wollen.

Russlands Präsident Wladimir Putin wird nächste Woche wohl nicht zum G20-Gipfel auf der indonesischen Insel Bali reisen. Chinas Xi Jinping und Joe Biden dürften sich vermutlich am Montag am Rande des Gipfels zu einem Zweiergespräch treffen.

Laut Huw Pill, Chefvolkswirt der Bank of England, könnte es falsch gewesen sein, bis zum Ende der Coronazeit auf eine expansive Geldpolitik zu setzen. Die Notenpresse habe aus seiner Sicht zum massiven Inflationsanstieg beigetragen, schreibt Bloomberg.

Am Freitag wird Biden auf der UN-Klimakonferenz in Ägypten sprechen und neue Maßnahmen gegen den Klimawandel bekannt geben.

Im 3. Quartal ist die britische Wirtschaft annualisiert um 0,7% geschrumpft, schrieb das nationale Statistikamt am Freitag.

Dem Vernehmen nach will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Friedensverhandlungen mit Russland aufnehmen, wenn die territoriale Integrität der Ukraine gewahrt bleibt, Moskau Reparationen leistet und die Kriegsverbrecher bestraft werden. Die Hoffnungen auf erfolgreiche Verhandlungen halten sich aber in Grenzen, da die russischen Gebietsansprüche laut Putin nach wie vor nicht verhandelbar sind.

Nach dem Senior Loan Officer Opinion Survey der Fed straffen die Banken ihre Bedingungen für Handels- und Unternehmenskredite.

Nach einer Studie der Federal Reserve Bank of San Francisco sind die amerikanischen Finanzbedingungen jetzt um etwa 200 Basispunkte straffer, als die derzeitige Federal Funds Rate von knapp 4% vermuten lässt. Sie beruft sich auf einen Indikator auf Basis von Finanzmarktdaten.

Erstmals seit der Frühphase der Pandemie sind die chinesischen Exporte im Oktober gefallen. Auch die Importe gingen zurück, da neuerliche Coronarestriktionen in vielen Landesteilen die Binnennachfrage schwächten. Die Inzidenz war zuletzt so hoch wie seit Mitte April nicht mehr. Der neue Ständige Ausschuss des chinesischen Politbüros drängte lokale Behörden zu gezielteren Restriktionen, um die wirtschaftlichen Folgen zu begrenzen. Am Freitag wurde ein 20-Punkte-Plan vorgelegt, der sie etwas lockert.

Am Donnerstag hat ein Bundesrichter Bidens geplanten Verzicht auf die Rückzahlung von Studienkrediten für rechtswidrig erklärt. Das Programm, eingeführt per Präsidentenerlass und nicht durch den Kongress, hätte die Steuerzahler laut dem Penn Wharton Budget Model etwa 520 Milliarden US-Dollar gekostet. Die Regierung hat Berufung eingelegt.

Nach den schwächeren US-Inflationsdaten hat sich der Zinsvorsprung der USA gegenüber anderen Ländern verringert. Der Dollar gab daraufhin nach. Seit dem Höchststand Ende September ist der Dollar-Index jetzt um 6,5% gefallen. Für US-Unternehmen mit Auslandsaktivitäten kann das nur gut sein.

Die chinesischen Behörden haben die Banken angewiesen, dem Immobiliensektor in den letzten beiden Monaten dieses Jahres mit Krediten in Höhe von 56 Milliarden US-Dollar zu helfen. Bereits im September hatte der Staat die Banken instruiert, Kredite in Höhe von 85 Milliarden US-Dollar an den Sektor zu vergeben.

 

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