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Pressemitteilung

MFS: US-Inflation und Fed

© MFS

16.09.2022  - Wegen der überraschend hohen Inflation wuchs der Druck auf die Fed, die Zinsen kräftig anzuheben. Internationale Aktien gaben deshalb nach, und die US-Zehnjahresrendite stieg deutlich, von 3,26% vor einer Woche auf 3,45%, den höchsten Wert der letzten gut zehn Jahre. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte West Texas Intermediate blieb mit etwa 85,50 US-Dollar nahezu unverändert. Gemessen am CBOE Volatility Index (VIX) legte die Volatilität von 23 vor einer Woche auf 27,5 zu.

KONJUNKTUR

Hohe Inflation lässt US-Renditen kräftig steigen

Die Anleger hatten gehofft, dass ein starker Benzinpreisrückgang im August auch die Inflation dämpfen würde. Benzin kostete dann auch 10,6% weniger als im Juli, doch legten zugleich die Wohn- und Gesundheitskosten stark zu. Statt der erwarteten 8,1% stieg der Verbraucherpreisindex im August daher um 8,3% z.Vj. Auch die Kernrate, ohne die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise, war mit 6,3% z.Vj. statt der prognostizierten 5,9% überraschend hoch. Erstmals seit März ist die Kerninflation damit wieder gestiegen, was die Fed nicht sehr schätzen dürfte. Auch alternative Inflationsindikatoren wie der Sticky-Price CPI der Atlanta Fed und der Dallas Trimmed Mean sprechen für eine noch höhere Teuerung.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Daten rechnete man an den Märkten mit stärkeren Zinserhöhungen. Man geht jetzt davon aus, dass die Federal Funds Rate auf der Offenmarktausschusssitzung am Mittwoch um mindestens 75 Basispunkte angehoben wird. Selbst ein ganzer Prozentpunkt wird nicht ausgeschlossen; hier beträgt die implizite Wahrscheinlichkeit etwa 20%. Bislang hatten die Marktteilnehmer für die nächsten Sitzungen geringere Zinserhöhungen erwartet, doch schätzen sie die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 75 Basispunkte im November auf über 50%. Den Terminmärkten zufolge wird die Fed ihren Leitzins bis zum Ende des 1. Quartals 2023 auf etwa 4,50% anheben. Das wäre ein halber Prozentpunkt mehr als vor Veröffentlichung der Zahlen.

Doch keine Preisobergrenzen für Energie in der EU

Die Europäische Union erwägt eine Zufallsgewinnsteuer für Elektrizitätsproduzenten, die aus anderen Energiequellen als Erdgas Strom produzieren. Die geschätzten Einnahmen von etwa 140 Milliarden Euro sollen den Verbrauchern zugutekommen. Die Einzelheiten, zu denen auch eine Preisobergrenze zählen könnte, werden wohl noch vor dem EU-Gipfel am Monatsende ausgearbeitet. Wie schwierig die Lage in Europa ist, zeigt sich auch daran, dass die Bundesregierung plant, drei Versorger zu verstaatlichen, um einen Zusammenbruch des lokalen Energiemarkts zu verhindern.

Doch kein Eisenbahnerstreik in den USA

Nach einer Intervention des Weißen Hauses wurde ein potenziell problematischer Streik im Güterverkehr in letzter Minute abgewendet. Etwa 30% des amerikanischen Frachttransports entfällt auf die Schiene, sodass der Streik zu massiven Lieferengpässen geführt hätte – und das in einer Zeit, in der sich die Logistik endlich wieder von den Pandemiefolgen erholt. Die ohnehin schon hohe Inflation wäre dann wohl noch stärker gestiegen. Am Donnerstag kam eine vorläufige Einigung zustande, die die Gewerkschaftsmitglieder aber noch bestätigen müssen.

KURZ GEFASST

Die amerikanischen Einzelhandelsumsätze stiegen im August um 0,3%; der Kernindex blieb unverändert. Die wöchentlichen Arbeitslosengeldanträge fielen weiter, zuletzt auf 213.000. Offensichtlich bleibt der US-Arbeitsmarkt stabil. Mitte Juli hatten die Anträge mit 261.000 einen Höchststand erreicht.

Erstmals seit 2008 ist die US-Dreimonatsrendite diese Woche auf über 3% gestiegen, auf 3,15%.

In Großbritannien bleiben die Börsen am Montag, dem 19. September, wegen der Beerdigung der Queen geschlossen.

Die chinesische Konjunktur hat sich im August erholt. Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktion und Investitionen legten unerwartet stark zu.

Die britischen Lebenshaltungskosten steigen weiter, aber das Wirtschaftswachstum blieb in den Monaten Mai bis Juli unverändert. Wie in den USA ist auch in Großbritannien der Arbeitsmarkt stabil; die Arbeitslosenquote fiel auf 3,6%, den niedrigsten Wert seit 1974. Erstmals seit 1985 notierte das Pfund am Freitag unter 1,14 US-Dollar, nachdem die Einzelhandelsumsätze im August um 1,6% gefallen waren.

Das Nettovermögen kanadischer Haushalte fiel im 2. Quartal um enorme 990 Milliarden US-Dollar, weil Immobilienpreise und Aktienkurse nachgaben.

Die Rendite amerikanischer Unternehmensanleihen mit BBB-Rating liegt jetzt erstmals seit zwölf Monaten über der Gewinnrendite des S&P 500 Index. Die höheren Renditen haben Anleihen attraktiver gemacht.

Trotz erheblicher Rückschläge in den letzten Wochen hat der Kreml erklärt, die „Spezialoperation“ in der Ukraine erst zu beenden, wenn die militärischen Ziele erreicht seien.

Der frühere US-Finanzminister Lawrence Summers, der als einer der wenigen einen starken Inflations-anstieg prognostiziert hatte, forderte die Fed nach den hohen Inflationszahlen von Dienstag zu einer Zins¬erhöhung um einen ganzen Prozentpunkt auf.

Laut Goldman Sachs Financial Conditions Index waren die Finanzbedingungen diese Woche so straff wie zuletzt zu Beginn der Pandemie – weil die Zinsen und der US-Dollar stiegen und die Aktienkurse nachgaben.

Die reale Zehnjahresrendite stieg diese Woche auf knapp 1%, was Wachstumsaktien weiter schwächte. Steigende Realrenditen bedeuten in der Regel fallende Kurs-Gewinn-Verhältnisse.

China hat den Lockdown in der wichtigen Industriestadt Chengdu gelockert.

Laut Freddie Mac ist der durchschnittliche 30-jährige Hypothekenzins in den USA diese Woche auf 6,02% gestiegen, den höchsten Wert seit 2008.

Nach der CEO-Umfrage von Business Roundtable sind wegen der hartnäckig hohen Inflation und der steigenden Zinsen weniger Neueinstellungen und Investitionen geplant. Der zugehörige Index fiel um 12 auf 84 Punkte, liegt aber noch immer deutlich über dem neutralen Niveau von 50.

Nach der GDPNow-Prognose der Atlanta Fed wird das US-BIP im 3. Quartal nur um etwa 0,5% steigen. Zu Monatsbeginn waren noch 2,6% in Aussicht gestellt worden.

Gemessen am Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan sind die US-Inflationserwartungen zurückgegangen. Die Umfrageteilnehmer erwarten für 2023 jetzt 4,6% Inflation, vor einem Monat hatten sie noch mit 4,8% gerechnet. In den nächsten fünf bis zehn Jahren soll die Teuerung aber nur 2,8% betragen und nicht wie vor einem Monat erwartet 2,9%. Der Konsumklimaindex stieg von 58,2 im August auf 59,5 im September.

 



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