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Pressemitteilung

MFS: Höhere Volatilität nach der Fed-Sitzung

© MFS

06.05.2022  - Internationale Aktien schwankten diese Woche heftig und gaben dabei um mehrere Prozentpunkte nach, ausgelöst durch höhere Zinsen und teureres Öl. Die US-Zehnjahresrendite stieg von 2,90% vor einer Woche auf 3,11%, den höchsten Wert seit 2018. Das Barrel Rohöl der Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich um 3,30 US-Dollar auf 109,90 US-Dollar. Gemessen am CBOE Volatility Index (VIX) stieg die Volatilität von 30 auf 33,1. 

KONJUNKTUR

Fed strafft stärker

Wie allgemein erwartet, hat die Fed ihren Leitzins am Mittwoch um 50 Basispunkte auf 0,75% bis 1% erhöht, die erste Anhebung um einen halben Prozentpunkt seit 2000 – und die ersten zwei Zinserhöhungen in Folge seit 20 Jahren. Für die Märkte war es ein Trost, dass die Fed zur Rückführung der Leitzinsen auf ein neutrales Niveau nicht noch größere Zinsschritte plant. Notenbankchef Jerome Powell kündigte aber sowohl für Juni als auch für Juli eine Erhöhung um weitere 50 Basispunkte an – ein ungewöhnlicher Schritt. Zu den Aussichten auf eine weiche Landung zeigte er sich sehr optimistisch, und anders als bisweilen erwartet hielt er Zinserhöhungen über das neutrale Niveau hinaus nicht für nötig. Für neutral hält er einen Leitzins von 2% bis 3%.

Außerdem gab die Fed Einzelheiten zur Verringerung ihrer Bilanzsumme bekannt. Im Juni, Juli und August soll sie um jeweils 47,5 Milliarden US-Dollar schrumpfen (30 Milliarden US-Dollar Staatsanleihen, 17,5 Milliarden US-Dollar MBS), ab September schließlich um monatlich 95 Milliarden US-Dollar (60 Milliarden US-Dollar Staatsanleihen, 35 Milliarden US-Dollar MBS). Laut Powell entspricht das etwa einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte. 

EU über Energieembargo fast einig

Wie es heißt, steht die Europäische Union kurz vor der Einigung über den schrittweisen Verzicht auf russisches Öl in den nächsten sechs Monaten und russisches Erdgas bis zum Jahresende. Mehrere kleinere Mitgliedstaaten, die stark von russischer Energie abhängen, wünschen sich Ausnahmeregelungen. Deutschland, das größte Mitgliedsland, will den Boykott nach eigener Aussage mittragen, auch wenn Wirtschaftsminister Habeck vor großen wirtschaftlichen Folgen und höheren Energiepreisen warnte. Der Energieboykott ist Teil des sechsten Sanktionspakets gegen Russland. Erwogen wird auch der Ausschluss weiterer russischer Banken aus dem SWIFT-System. 

Lockdowns treffen chinesische Wirtschaft

Chinas Wirtschaft brach im April ein, weil das Land noch immer mit der Eindämmung von COVID-19 kämpft. Lockdowns in manchen Regionen und zusätzliche Bewegungseinschränkungen in anderen schadeten sowohl der Industrie- als auch der Dienstleistungskonjunktur. Wegen der Einschränkungen der persönlichen Dienstleistungen fiel der einschlägige Einkaufsmanagerindex drastisch, von 48,4 im März auf 41,9. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe gab von 48,4 auf 47,4 nach. Ende der Woche betonte Präsident Xi Jinping erneut, dass die Regierung an ihrer Null-COVID-Politik festhalten wolle. Er warnte vor einem Nachlassen der Anstrengungen trotz wachsender Unzufriedenheit der Bevölkerung. 

Stabiler US-Arbeitsmarkt im April

Im April stieg die Beschäftigung (ohne Landwirtschaft) um 428.000, der zwölfte monatliche Zuwachs in Folge. Die Arbeitslosenquote blieb mit 3,6% unverändert. Nach 0,5% im März stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne im April um 0,3%. Der monatliche Arbeitsmarktbericht ist in der Regel der am stärksten beachtete Konjunkturindikator. Zurzeit stehen aber die Verbraucherpreise auf Platz 1, die am Mittwoch veröffentlicht werden.

KURZ GEFASST

Die Bank of England hat ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1% erhöht. Damit ist er jetzt so hoch wie seit 2009 nicht mehr, obwohl das Wirtschaftswachstum wegen der steigenden Lebenshaltungskosten und ihrer Auswirkungen auf den Konsum nachlässt. Die Notenbank äußerte sich pessimistisch zur Konjunktur.

Auch die Reserve Bank of Australia hat ihren Leitzins angehoben, um 25 Basispunkte auf 0,35%, der erste Zinsschritt seit 2010. Am Freitag erhöhte sie ihre Inflationsprognose auf 4,6% zum Jahresende und stellte weitere Zinserhöhungen in Aussicht.

Unterdessen hat die Reserve Bank of India die Investoren überrascht, indem sie den Leitzins außerhalb einer regulären Notenbanksitzung um 40 Basispunkte auf 4,40% anhob.

Im Euroraum ging die Arbeitslosenquote im März auf 6,8% zurück.

Die Produktivität in den USA, also die Produktion je Arbeitsstunde, ist im 1. Quartal 2022 um 7,5% gefallen, der größte Rückgang seit 1947. Die Lohnstückkosten stiegen dadurch um 11,6% z.Vq., die Stundenlöhne um 3,2%. Die Produktivität ist zwar stets sehr volatil, doch sind die Schwankungen seit Beginn der Pandemie ungewöhnlich groß.

Die amerikanischen Rohölexporte in die EU sind im April auf fast 50 Millionen Barrel gestiegen, so viel wie seit 2016 nicht mehr.

Aufgrund der Lockdowns wegen Omikron ist das Hongkonger BIP im 1. Quartal um 4% z.Vj. gefallen, deutlich mehr als erwartet.

57% der von CNBC befragten Fondsmanager, Volkswirte und Marktstrategen glauben nicht, dass der Fed eine weiche Landung der US-Konjunktur gelingt.

Wegen der anhaltend starken Güternachfrage weitete sich das US-Handelsbilanzdefizit auf den Rekordwert von 109,8 Milliarden US-Dollar aus.

Nach Angaben der Deutschen Bank war der Gesamtertrag zehnjähriger US-Staatsanleihen in den ersten vier Monaten dieses Jahres so schwach wie zuletzt 1788.

Die deutsche Zehnjahresrendite stieg erstmals seit 2015 über 1%.

Nach der JOLTS-Umfrage des US-Arbeitsministeriums gab es im März 11,5 Millionen offene Stellen, ein neuer Rekord. 4,5 Millionen Arbeitnehmer haben ihre Stelle gekündigt, ebenfalls so viele wie noch nie. Den Daten zufolge sind die Arbeitnehmer noch immer optimistisch, besser bezahlte Arbeit zu finden. 

GEWINNMELDUNGEN

Etwa 87% der S&P-500-Unternehmen haben bis jetzt ihre Ergebnisse für das 1. Quartal 2022 vorgelegt. Kombiniert mit Schätzungen für die übrigen 13% sind die Gewinne laut FactSet Research um 8,6% und die Umsätze um etwa 13,4% gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Nur der Energiesektor übertrifft die Analystenerwartungen deutlich.


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