• Asset Standard - Wir bieten Ihnen umfangreiche Informationen für ein Investment in Vermögensverwaltende Fonds.
  • Vergleichen Sie mit dem Fondsvergleich schnell und übersichtlich Kosten, Konditionen und Performance von bis zu 6 VV-Fonds.
  • Berechnen Sie mit dem Portfolio-Tool die Wertentwicklung und Kennzahlen für eine beliebige Fondszusammenstellung.
Pressemitteilung

Impact AM: Marktbericht März 2022

© Impact Asset Management

19.04.2022 -

Der Monat in Kürze:

  • Hohe Volatilität in der ersten Monatshälfte, gefolgt von deutlicher Gegenbewegung
  • Defensive Aktien führen die Performance an, Zykliker hinken hinterher
  • Weiter steigende Zinsen mit Abflachung der Zinskurven, Anleihen bleiben unter Druck
  • ESG Fokus: Sika AG, Nutznießer der europäischen Renovierungswelle

Die Aktienmärkte gerieten in der ersten Märzhälfte weiter unter Druck, erholten sich aber im Monatsverlauf deutlich. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine bestimmten das Marktgeschehen, die Wachstumsaussichten wurden von vielen Analysten auch aufgrund der weitreichenden Sanktionsmaßnahmen zurückgenommen. Gerade die potenziellen Ausfälle russischer Rohstofflieferungen führten zu teils stark steigenden Rohstoffpreisen, betroffen waren vor allem der Energiekomplex, als auch bestimmte Industriemetalle. Diese Entwicklung ergänzte die bestehenden Diskussionen einer restriktiveren Geldpolitik, in der Folge stiegen die Zinsniveaus weiter an. Die Marktstimmung erreichte Mitte des Monats ein intensiv negatives Niveau, es folgte eine deutliche Gegenbewegung an den meisten Märkten, wohl ausgelöst durch Eindeckungen von Absicherungspositionen und weiteren Glattstellungen. Sinnbildlich konnte der russische Rubel nahezu die gesamten Verluste der vergangenen Wochen wieder ausgleichen. Ausgenommen blieben die Anleihenmärkte, diese gerieten angesichts steigender Zinsniveaus im gesamten Monat unter Druck, was sich negativ auf die Performance vieler Mischfonds auswirkte.

Generell konnten sich die defensiven Marktsegmente wie im Vormonat besser als die eher zyklischen Segmente entwickeln. Entsprechend zählten zu den Gewinnern die amerikanischen Börsen, die Branchen Gesundheit und Versorger sowie der Aktienfaktor Minimum Volatility. Unter den zyklischen Segmenten konnten sich die Branchen Energie und Grundstoffe aufgrund steigender Rohstoffpreise gut entwickeln, Anleihen mit hohen Kreditrisiken profitierten von ihren relativ kurzen Laufzeiten. Staatsanleihen und qualitativ hochwertige Unternehmensanleihen zählten wie im Vormonat zu den Verlierern, sie konnten nicht von der generell defensiven Marktstimmung profitieren.

Das Spannungsfeld zwischen geopolitischen Krisen, Wachstumssorgen, zunehmendem Preisdruck und restriktiver Geldpolitik lässt sich weiter am besten an den sogenannten Zinskurven ablesen. Wieder war der Anstieg der Zinsen vor allem bei kürzeren Laufzeiten zu beobachten, die Abflachung der Zinskurve führte nun zu ersten Inversionen - längere Laufzeiten notieren mit geringeren Zinsniveaus als kürzere Laufzeiten. Historisch ist diese Entwicklung regelmäßig zu beobachten, sie gehört zu einem „normalen" Zins- und Wirtschaftszyklus und wird der späten Phase vor einer möglichen Rezession zugeordnet. Abweichend von der Norm der letzten Jahre ist eher der herrschende Preisdruck, der von vielen Analysten als Zeichen einer drohenden Stagflation gewertet wird, d.h. einer Rezession mit steigenden Preisniveaus. Aus unserer Sicht wird hierbei zu wenig die primäre Ursache des aktuellen Preisdrucks beachtet - Störungen der Angebotsseite aufgrund der Corona Lockdowns wurden potenziert durch erhöhte Nachfrage, erzeugt durch staatliche Stützungsmaßnahmen und einmalige Transferleistungen. Es ist demnach fraglich, ob starkes Wirtschaftswachstum den aktuellen Preisdruck erzeugt, welcher nun durch Zinsanhebungen „abgekühlt" werden muss. Eher trifft es zu, dass die Zinsanstiege und geplanten Zinsanhebungen auf eine geschwächte Wirtschaft treffen, dessen Leistung preisbereinigt unter den Niveaus von 2019 liegt. Viele Marktsegmente sehen das ähnlich, an den Terminmärkten werden bereits im Jahr 2023 Zinssenkungen eingepreist, die gegenwärtige Outperformance der defensiven Wertpapiere haben wir bereits beschrieben. Bezeichnend ist auch, dass in China die Geldpolitik aktuell eher gelockert wird und in Europa geldpolitisch auch sehr vorsichtig agiert wird.

Diese makroökonomischen Überlegungen liefern uns nur den Rahmen für das Portfoliomanagement, es sind aber viele abweichende Varianten denkbar, welche durch Sonderfaktoren - Stichwort Ukraine - beeinflusst werden könnten. Umso wichtiger erscheint es uns, auf solche Unternehmen zu setzen, welche sich flexibel an verschiedenste wirtschaftliche Rahmenbedingungen anpassen können. An den Aktien qualitativ hochwertiger Unternehmen führt damit aus unserer Sicht weiter kein Weg vorbei.

Finden Sie hier weitere Artikel und Informationen von Impact Asset Management.

Asset Standard - Wir sind das Fachportal für Vermogensverwaltende Fonds.

Klicken Sie sich einfach durch!

  • Finden Sie mit dem Fondsfinder die Fonds, die zu Ihnen oder Ihren Kunden passen.
  • Vergleichen Sie mit dem Fondsvergleich schnell und übersichtlich Kosten, Konditionen und Performance verschiedener Fonds.
  • Berechnen Sie mit dem Portfolio-Tool die historische Wertentwicklung und Kennzahlen für eine beliebige Fondszusammenstellung.
  • Lesen Sie aktuelle Kommentare und Nachrichten von verschiedenen Asset Managern.
  • Finden Sie in unserem Nachrichten-Archiv auch ältere Artikel von Autoren, Unternehmen und zu bestimmten Themen.
  • Informieren Sie sich im Event-Archiv über aktuelle Webinare und Veranstaltungen verschiedener Asset Manager.
  • Registrieren Sie sich und profitieren Sie kostenlos von weiteren Funktionen unserer Seite:
    • Erstellen Sie im User-Bereich Watchlisten und Portfolioberechnungen, die Sie dauerhaft speichern können.
    • Studieren Sie unsere Reports über VV-Fonds und Stiftungsfonds.
    • Laden Sie sich unsere professionellen Research-Papers - ProFunds auf den Fondsinformationsseiten herunter.