• Asset Standard - Wir bieten Ihnen umfangreiche Informationen für ein Investment in Vermögensverwaltende Fonds und VV-Produkte.
  • Vergleichen Sie mit dem Produktvergleich schnell und übersichtlich Kosten, Konditionen und Performance von bis zu 6 VV-Produkten.
  • Berechnen Sie mit dem Portfolio-Tool die Wertentwicklung und Kennzahlen für eine beliebige Fondszusammenstellung.
Pressemitteilung

MFS: Wirtschaft und Märkte aktuell - KW 01-22

© MFS

07.01.2022 - Weil die Fed eine schnellere Straffung der Geldpolitik andeutete, gaben Aktien in der ersten Handelswoche des neuen Jahres weltweit nach. Die US-Zehnjahresrendite stieg kräftig, von 1,50% auf 1,79%, den Höchststand des letzten Jahres. Das Barrel Rohöl der Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich von 75,50 US-Dollar auf 79,15 US-Dollar. Gemessen am CBOE Volatility Index (VIX) legte die Volatilität letzte Woche von 17,7 auf 19,6 zu.

KONJUNKTUR

Das Aktienjahr 2021

2021 ist der S&P 500 Index um 26,9% gestiegen, der dritte Jahresgewinn in Folge. Auch Dow Jones und Nasdaq haben mit 18,7% bzw. 21,4% Wertzuwachs das dritte Jahr in Folge zugelegt. Letztes Jahr hat der S&P 500 an 70 Handelstagen auf Allzeithochs geschlossen, der zweithöchste Wert aller Zeiten hinter den 77 Rekordhochs von 1995. Seit November 2020 stieg der Index jeden Monat auf mindestens ein neues Allzeithoch. Am längsten musste man 2021 vom 2. September bis zum 21. Oktober warten, nämlich 33 Handelstage. Die erfolgreichsten S&P-500-Sektoren waren 2021 Energie und Immobilien, die beide um über 40% zulegten. Aber auch Technologie- und Finanzwerte stiegen um mehr als 30%. Unterdessen verzeichnete der MSCI World Index 20,1% Plus. Laut FactSet sind die Unternehmensgewinne 2021 um schätzungsweise 45,1% gestiegen, so viel wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2008. Nach dem Flow Show Report der Bank of America verzeichneten internationale Aktien letztes Jahr 949 Milliarden US-Dollar Mittelzuflüsse, ebenfalls so viel wie noch nie. Die Nettozuflüsse waren höher als in den letzten zwei Jahrzehnten zusammen.

Fed veröffentlicht Protokoll der Dezembersitzung

In der Dezembersitzung des Offenmarktausschusses ging es um die Verringerung der Anleihebestände der Notenbank von fast 8,3 Billionen US-Dollar. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll will man nach der ersten Zinserhöhung damit beginnen. Zwar wurde kein genauer Anfangszeitpunkt genannt, doch könnte es nach Aussagen von Sitzungsteilnehmern in diesem Jahr so weit sein, vielleicht schon in den nächsten Monaten und damit unerwartet früh. Die Fed rechnet in diesem Jahr mit drei Zinserhöhungen um jeweils einen Viertel Prozentpunkt, weiteren drei Zinserhöhungen im nächsten Jahr und zwei Zinsschritten 2024. Am Markt wird damit gerechnet, dass die Fed im März mit den Zinserhöhungen beginnt.

Neues vom US-Arbeitsmarkt

Auch wegen der vielen neuen Coronafälle wurden in den USA im Dezember weniger neue Stellen geschaffen als erwartet, teilte das amerikanische Arbeitsministerium am Freitag mit. Außerhalb der Landwirtschaft stieg die Beschäftigung nur um 199.000, sodass die Arbeitslosenquote nach Angaben des Bureau of Labor Statistics auf 3,9% fiel. Dow Jones hatte mit 422.000 neuen Stellen, aber auch mit einer Arbeitslosenquote von 4,1% gerechnet. In der Woche bis zum 1. Januar wurden 207.000 Erstanträge auf Arbeitslosengeld gestellt, 7.000 mehr als in der Vorwoche. Erwartet worden waren 195.000. Unteressen haben im November so viele Menschen wie selten ihre Stelle gekündigt, während die Vakanzen abnahmen. Insgesamt gaben nach Ministeriumsangaben 4,5 Millionen Menschen ihre Stelle auf, 8,9% mehr als im Oktober und mehr als im September, dem mit 4,4 Millionen Kündigungen bisherigen Rekordmonat. Die Fed dürfte die etwas schwächeren Daten in den nächsten Monaten aber nicht überbewerten, da noch immer viel für Personalmangel spricht.

COVID-19-Inzidenz schnellt hoch

Mit über einer Million gab es in den USA so viele neue Coronafälle wie noch nie, schreibt die Johns-Hopkins-Universität. Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) entfallen jetzt 95% der sequenzierten Coronatests auf Omikron und nur noch 4,6% auf die zuvor dominierende Deltavariante. Auch Australien berichtete über einen neuen Infektionsrekord, da sich die Omikronvariante hier ebenfalls fast überall ausbreitete. Außerdem wurden mehr Menschen ins Krankenhaus eingeliefert. Mit 37.379 Neuinfektionen an nur einem Tag verzeichnete Indien den höchsten Wert seit Anfang September. Angesichts des massiven Anstiegs der Coronafälle warnte die Weltgesundheitsorganisation vor einer ungleichen Impfstoffverteilung. Sie habe die Entstehung neuer Varianten wie Omikron begünstigt, die jetzt die Erholung der Weltwirtschaft bedrohten.

Evergrande aktuell 

Nach Angaben des krisengeschüttelten chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande haben die Behörden der Stadt Danzhou das Unternehmen aufgefordert, 39 noch nicht fertiggestellte Wohngebäude auf der Ferieninsel Hainan abzureißen. Vor der Veröffentlichung „wichtiger Nachrichten“ war die Evergrande-Aktie am Montag vom Handel ausgesetzt worden. Das schrieb der Immobilienentwickler in einer Mitteilung an die Hongkonger Börse, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Liste der Gläubiger und der offenen Rechnungen von Zulieferern wird immer länger. Am Wochenende wollte sich das Unternehmen bei einem Treffen mit Gläubigern um einen sechsmonatigen Aufschub für die Couponzahlungen und Rückzahlung einer Anleihe im Wert von 4,5 Milliarden Renminbi (157 Millionen US-Dollar) bemühen. Begründet wurde dies mit der „aktuellen Lage“ des Emittenten Hengda, der wichtigsten Immobiliengesellschaft von Evergrande. Dem Vernehmen nach kam es auch bei der Shimao Group, einem der stabilsten chinesischen Immobilienentwickler, zu einem Kreditereignis. Der hoch verschuldeten Branche könnten noch mehr Probleme drohen.

KURZ GEFASST

Der kasachische Machthaber hat den Sicherheitskräften des Landes erlaubt, ohne Vorwarnung auf Demonstranten zu schießen – ein verzweifelter Versuch, die Proteste gewaltsam zu beenden. Aus Demonstrationen gegen eine Benzinpreiserhöhung waren die schwersten Unruhen in dem zentralasiatischen Land seit Jahrzehnten geworden. Auch deshalb sind die Ölpreise letzte Woche stark gestiegen.

Nach dem Rekordhoch von 4,9% z.Vj. im November ist die Inflation im Euroraum im Dezember auf ein weiteres Allzeithoch von 5% gestiegen, vor allem wegen höherer Energiepreise.

Gegenüber dem japanischen Yen notiert der US-Dollar jetzt so hoch wir seit 2017 nicht mehr. Das liegt vor allem am Anstieg der US-Staatsanleiherenditen, weil Händler mit baldigen Zinserhöhungen der Fed im Kampf gegen die rasch steigende Inflation rechnen.

Im Dezember ist die türkische Inflationsrate auf 36,1% gestiegen, den höchsten Wert in der 19-jährigen Regierungszeit von Recep Tayyip Erdoğan. Allein im Dezember legten die Verbraucherpreise um 13,6% zu, schrieb das türkische Statistikamt, ein seltener zweistelliger Anstieg.

Die amerikanische Arzneimittelaufsicht hat Booster-Impfungen mit dem BioNTech-Impfstoff jetzt auch für Zwölf- bis Fünfzehnjährige zugelassen. Zum Ende der Weihnachtsferien reagierte sie damit auf den massiven Anstieg der Corona-Inzidenzen Außerdem kürzte die Behörde den Abstand zwischen der zweiten BioNTech-Dosis und der Auffrischungsimpfung von sechs auf fünf Monate.

Die OPEC+-Länder verständigten sich darauf, die Fördermenge im Februar wie geplant anzuheben, da sie keine langfristigen Auswirkungen der Omikron-Variante auf die Weltenergienachfrage erwarten. Die OPEC+, zu der neben den OPEC-Ländern auch Verbündete wie Russland gehören, hat ihr Förderziel seit August jeden Monat um 400.000 Barrel täglich angehoben.

Ende 2021 war die Nachfrage nach Hypothekenkrediten in den USA 2,7% niedriger als in den zwei Wochen zuvor. Das ergibt sich aus dem saisonbereinigten Index der Mortgage Bankers Association. Der Durchschnittszins für eine 30-jährige Festzinshypothek mit maximal 548.250 US-Dollar Volumen betrug Ende vorletzter Woche 3,33%, nach 3,27% zwei Wochen zuvor.

Wer sich in Singapur nicht boostern lässt, gilt 270 Tage nach der Zweitimpfung nicht mehr als vollständig geimpft, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben 87% der Singapurer im Rahmen des staatlichen Impfprogramms zwei Dosen erhalten. 42% erhielten bereits ihre Auffrischungsimpfung.

Im Dezember sind die australischen Hauspreise um 1,0% gestiegen, nach 1,3% im November und einem Maximum von 2,8% Anfang letzten Jahres, schreibt der Immobilienberater CoreLogic. Insgesamt legten die Hauspreise 2021 um 22% zu, in Sydney sogar um 25%.

Wegen der absehbaren Straffung der US-Geldpolitik und der Internetabschaltung in Kasachstan, dem zweitgrößten Bitcoin-Mining-Zentrum der Welt, fiel der Bitcoin auf ein Dreimonatstief.



Finden Sie hier weitere Artikel und Informationen von MFS.



Hinweise:

Die Performance der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Nur für professionelle Investoren.

Unabhängig vom Marktumfeld halten wir es für sehr wichtig, dass Investoren stark nach Assetklassen diversifizieren. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Investmentberater können Sie dazu beitragen, dass Ihr Portfolio angemessen diversifiziert ist und zu Ihren Langfristzielen, Ihrem Zeithorizont und Ihrer Risikobereitschaft passt. Diversifikation garantiert aber keine Gewinne und schützt auch nicht vor Verlusten.

Diese Informationen sowie Nennungen von Unternehmen und Einzelwerten dürfen nicht als Anlageberatung, Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Hinweis auf die Kauf- oder Verkaufs­absichten eines MFS-Produkts aufgefasst werden.

Die hier genannten Einzelwerte können, aber müssen nicht in MFS-Fonds enthalten sein. Eine vollständige Liste aller Einzelwerte von MFS-Portfolios finden Sie in deren aktuellen Jahres-, Halbjahres- oder Quartalsberichten. Vollständige Bestandsübersichten finden Sie auch in den Fondsübersichten im Abschnitt „Produkte“ auf mfs.com.

Die hier dargestellten Meinungen sind die von MFS und können sich jederzeit ändern. Prognosen sind keine Garantien.

Asset Standard bietet Ihnen umfangreiche Informationen für Ihr Investment in Vermögensverwaltende Fonds und Produkte.

  • Suchen Sie im Produktfinder die Fonds oder Fonds-VV, die zu Ihnen oder Ihren Kunden passen.
  • Vergleichen Sie mit dem Produktvergleich schnell und übersichtlich Kosten, Konditionen, Performance und mehr.
  • Berechnen Sie mit dem Portfolio-Tool, für eine beliebige Fondszusammenstellung, historische Wertentwicklungen und Kennzahlen.
  • Finden Sie in unseren Archiven mit Suchfunktion Nachrichten und Event-Informationen von bestimmten Autoren und Unternehmen.
  • Registrieren Sie sich und profitieren Sie kostenlos von weiteren Funktionen unserer Seite:
    • Erstellen und speichern Sie im User-Bereich Watchlisten.
    • Lesen Sie unsere Reports über VV-Fonds, Stiftungsfonds und Indizes.
    • Laden Sie sich für jeden Fonds unsere professionellen Research-Papers - ProFunds auf den Fondsinformationsseiten herunter.