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Pressemitteilung

MFS: Wirtschaft und Märkte aktuell - KW 39

© MFS

01.10.2021 - Weltweit gaben Aktien letzte Woche nach; der siebenmonatige Anstieg des S&P 500 ging im September zu Ende. Der starke Anstieg der US-Renditen, steigende Faktorkosten, immer neue Gewinnwarnungen und anhaltende Lieferengpässe dämpften die Risikobereitschaft der Investoren. Die US-Zehnjahresrendite stieg zwischenzeitlich auf 1,56%, bevor sie am Freitag – auch wegen der schwächeren Aktienmärkte – wieder auf 1,49% zurückging. Eine Woche zuvor waren es aber nur 1,45% gewesen. Gemessen am CBOE Volatility Index (VIX) stieg die Volatilität letzte Woche von 18,2 auf 22,8. Rohöl der Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich von 73,85 US-Dollar auf 74,50 US-Dollar.

KONJUNKTUR

Regierungsshutdown abgewendet, aber noch keine höhere Schuldenobergrenze

Am Donnerstag verabschiedete der US-Kongress einen Nothaushalt, damit die Regierung bis Anfang Dezember weiterarbeiten kann. Die Schuldenobergrenze wurde aber noch nicht angehoben. Finanzministerin Janet Yellen schätzt, dass sie um den 18. Oktober herum erreicht wird. Da auf dem Kapitol über 4,6 Billionen US-Dollar zusätzliche Staatsausgaben diskutiert wird, schieben die Republikaner die Verantwortung für eine Anhebung oder Aussetzung den Demokraten zu. Beim Reconciliation-Verfahren brauchen sie die Opposition dazu tatsächlich nicht. Dennoch werden Bidens Ausgabenpläne weiter aufgehalten, da sich „progressive“ und moderate Demokraten noch nicht auf die Einzelheiten eines Sozialprogramms verständigt haben. Das geplante Volumen von 3,5 Billionen US-Dollar wird aber immer unwahrscheinlicher. Am Ende könnte es auf 1,5 bis 2,1 Billionen hinauslaufen.

Leichte Linksverschiebung in Deutschland

Weil bei der Bundestagswahl am 26. September die SPD leicht vor der CDU/CSU lag, ist es zunächst an Olaf Scholz, eine neue Regierung zu bilden. Man rechnet mit monatelangen Verhandlungen, da mindestens drei Parteien miteinander koalieren müssen. Nie zuvor hatte die Union bei Bundestagswahlen schlechter abgeschnitten, auch wenn sie in einem Sechs-Fraktionen-Parlament nur 1,6 Prozentpunkte hinter den Sozialdemokraten liegt. Merkel bleibt im Amt, bis eine neue Regierung gebildet ist. Neben der CDU/CSU mussten auch die Populisten Verluste hinnehmen.

Neuer LDP-Vorsitzender in Japan

Letzte Woche wurde Fumio Kishida zum Vorsitzenden der japanischen Liberaldemokraten gewählt, und in der Unterhaussitzung an diesem Montag wurde er auch neuer Regierungschef. Der frühere Außenminister wird die LDP im November in die Unterhauswahlen führen. Da der Coronanotstand zu Ende geht, rechnet man mit einem Wahlsieg seiner Partei. Es wird erwartet, dass Kishida zunächst nichts an der sehr expansiven Fiskalpolitik ändert und sich danach um weniger Einkommensungleichheit bemüht.

Warren lehnt zweite Amtszeit für Notenbankchef Powell ab

Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts vom linken Flügel der Demokraten lehnt eine zweite Amtszeit für Notenbankchef Powell ab. In einer Anhörung von Notenbankchef Jerome Powell und Finanzministerin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats nannte sie ihn wegen seines Einsatzes für weniger Bankenregulierung „gefährlich.“ Powells Amtszeit läuft im Februar aus. Die meisten Beobachter rechnen damit, dass Biden ihn wegen der sehr expansiven Geldpolitik während der Coronakrise erneut vorschlägt. Wenn aber genügend linke Senatoren Warren folgen, könnte sich der Präsident nach einer Alternative umsehen. Unterdessen haben zwei regionale Notenbankpräsidenten, Eric Rosengren aus Boston und Robert Kaplan aus Dallas, ihren Rücktritt erklärt. In den letzten Wochen waren ihre privaten Aktiengeschäfte unter die Lupe genommen worden und es kamen Zweifel auf, ob dabei alles mit rechten Dingen zugegangen war. Jetzt will die Fed ihre Ethikrichtlinien überprüfen.

BLICKPUNKT CHINA

China möchte die Folgen der möglichen Insolvenz des Immobilienentwicklers Evergrande abmildern. Die Regierung drängt Staatsunternehmen zum Kauf von Evergrande-Aktiva, und die Lokalregierungen sollen bei weiteren Verkäufen von Evergrande-Aktiva und schließlich auch der Restrukturierung des Unternehmens helfen. Zur Stabilisierung der Finanzmärkte pumpt Chinas Notenbank täglich viel Liquidität in das Finanzsystem.

Nach Zwangsschließungen von Fabriken aufgrund von Energieknappheit hat China die staatlichen Energiekonzerne angewiesen, alles zu tun, um im Winter genug Strom liefern zu können.

Letzte Woche hat Goldman Sachs seine 2021er Wachstumsprognose für China von 8,2% auf 7,8% gesenkt und dies mit einer geringeren Industrieproduktion und Energieknappheit begründet. 44% der chinesischen Industrie leiden unter der Elektrizitätsknappheit, schätzt die Bank.

Im September ist der chinesische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe aufgrund des Elektrizitätsmangels auf 49,6 gefallen. Erstmals seit 18 Monaten lag er damit wieder unter 50.

Nach dem Verbot des Kryptowährungshandels begannen einige Handelsplattformen letzte Woche, die Konten chinesischer Kunden zu schließen.

KURZ GEFASST

Im September ist die Inflation im Euroraum auf ein 13-Jahres-Hoch von 3,4% z.Vj. gestiegen, vor allem wegen des starken Energiepreisanstiegs. EZB-Chefin Christine Lagarde sagte erneut, dass die EZB den Grund in erster Linie in den Angebotsengpässen sehe. Die Notenbanken stehen vor einem schwierigen Balanceakt, müssen sie doch neben der Teuerung auch einen möglichen Nachfragerückgang aufgrund der höheren Energiepreise berücksichtigen.

In einer Anhörung vor dem US-Kongress gab Notenbankchef Powell letzte Woche zu, dass die Inflation wohl noch einige Monate hoch bleiben könne, bevor sie sich wieder dem 2%-Ziel annähere. Er ergänzte, dass die Notenbank bei nachhaltig höherem Inflationsdruck handeln werde.

In ihren Bemühungen um niedrigere Inflationserwartungen hat die tschechische Notenbank ihren Leitzins letzte Woche um 0,75% angehoben, so viel wie seit 24 Jahren nicht mehr.

Im 3. Quartal stieg das weltweite Fusions- und Übernahmevolumen auf einen Rekordwert von 1,52 Billionen US-Dollar.

An den britischen Tankstellen kam es zu Benzinknappheit, weil es an LKW-Fahrern fehlt. Premierminister Boris Johnson hat das Militär angewiesen, Fahrer zur Verfügung zu stellen. Die Regierung hat 5.000 befristete Visa erteilt, damit ausländische LKW-Fahrer ins Land kommen können.

Das US-BIP-Wachstum im 2. Quartal wurde von 6,6% auf einen endgültigen Wert von 6,7% heraufrevidiert.

In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosengeld die dritte Woche in Folge gestiegen, der erste dreiwöchige Anstieg seit Beginn der Pandemie.



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