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Pressemitteilung

MFS: Week in Review - KW 30

© MFS

30.07.2021 - Nach neuen Rekordhochs bewegten sich internationale Aktien letzte Woche meist seitwärts. Der S&P 500 lag den sechsten Monat in Folge im Plus. China verschärfte erneut seine Regulierungsvorschriften. Entscheidend waren aber die Unternehmensgewinne und die Zusicherung der Fed, die Geldpolitik einstweilen noch nicht zu straffen. Die US-Zehnjahresrendite blieb volatil; letzte Woche ging sie von 1,30% auf 1,23% zurück. Das Barrel Rohöl der Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich von 71,60 US-Dollar auf 73,61 US-Dollar. Die Volatilität legte gemessen am CBOE Volatility Index (VIX) kräftig zu, von 17,1 auf 18,6.

China im Blickpunkt

In Asien und den USA notierte chinesische Aktien gaben Anfang letzter Woche stark nach – weil China für mehr Wettbewerb im Technologiesektor sorgen will. Erstmals seit seinem Inkrafttreten im Jahr 2000 wurde das Wettbewerbsrecht grundlegend geändert. Außerdem hat Peking Börsengänge chinesischer Unternehmen im Ausland ins Visier genommen. Die Regierung wünscht Notierungen in Hongkong statt in den USA, damit sich chinesische Unternehmen nicht an ausländische Vorschriften halten müssen. In letzter Zeit ging Peking auch gegen den privaten Bildungssektor vor. Kaum eine Branche kann sich dem Arm des Staates entziehen.

  • In den letzten Tagen versuchte die Regierung, die Investoren wieder zu beruhigen. Man fürchtete, dass die umfangreichen Aktienverkäufe auf andere Assetklassen übergreifen würden, etwa auf Anleihen und den Renminbi. Fonds für chinesische Aktien verzeichneten letzte Woche 3,6 Milliarden US-Dollar Nettomittelzuflüsse, von denen 300 Millionen US-Dollar auf Technologiefonds entfielen, schreibt Emerging Portfolio Fund Research.
  • Nach Angaben von FactSet und MSCI hat sich Chinas Anteil am MSCI Emerging Market Index in den letzten 20 Jahren mehr als versechsfacht.

KONJUNKTUR

US-Immobilienboom lässt nach

Nach Angaben des amerikanischen Wirtschaftsministeriums ist der Absatz neuer Einfamilienhäuser im Juni auf ein 14-Monats-Tief gefallen, und auch im Mai war er schwächer als zunächst geschätzt. Aufs Jahr hochgerechnet wurden 676.000 Einfamilienhäuser verkauft, 6,6% weniger als im Mai (724.000) und 19,4% weniger als im Juni 2020 (839.000). Der Bestand an unverkauften Neubauten stieg vom 5,5-Fachen des monatlichen Neuangebots im Mai auf das 6,3-Fache im Juni. Im Herbst 2020 war es nur das 3,5-Fache. Auch gingen die 30-jährigen Hypothekenzinsen letzte Woche auf den niedrigsten Wert seit Februar zurück. Im 15-Jahres-Bereich wurde sogar ein neues Rekordtief erreicht, sodass 9% mehr Refinanzierungen beantragt wurden. Die Zahl der schwebenden Verkäufe von Bestandsimmobilien verringerte sich nach Angaben des US-Maklerverbands, der National Association of Realtors, im Mai um 1,9%.

Trotz mancher Zweifel unveränderte US-Leitzinsen

Erwartungsgemäß ließ der Offenmarktausschuss der Fed die Zielspanne für den Leitzins auf seiner zweitägigen Sitzung unverändert nahe null. Trotz Corona erhole sich die Wirtschaft weiter, so die Notenbank. In der Erklärung hieß es, dass der Inflationsanstieg vor allem vorübergehende Ursachen habe und die Geldpolitik expansiv bleiben werde. Zwar nähere sich die Wirtschaft den Notenbankzielen, doch setze man die monatlichen Anleihenkäufe fort. Notenbankchef Jerome Powell stellte klar, dass es für eine Änderung der Geldpolitik noch zu früh sei. Unabhängig davon teilte das US-Wirtschaftsministerium mit, dass das BIP im 2. Quartal annualisiert um 6,5% gestiegen sei, deutlich weniger als die erwarteten 8,4%. Dennoch hat sich die Konjunktur erholt und die Wirtschaftsleistung ist heute größer als vor Corona. Die meisten Volkswirte rechnen mit einem weiteren starken Zuwachs in der zweiten Jahreshälfte.

Über 45-Jährige oft arbeitslos

Der Generation X, den Menschen über 45, fällt die Stellensuche oft schwer. Auch die Arbeitsmarktschwäche nach Corona könnte sie besonders hart treffen, heißt es in einer neuen Studie der Non-Profit-Organisation Generation. Trotz großer Unterschiede zwischen den untersuchten Ländern – unter anderem USA, Großbritannien, Indien und Italien – waren die Ergebnisse ähnlich. Die 45- bis 60-Jährigen werden bei Neubesetzungen am häufigsten übergangen. In den letzten sechs Jahren stellten Menschen in der Mitte ihres Berufslebens stets einen sehr großen Anteil der Langzeitarbeitslosen. Personalverantwortliche fürchteten vor allem eine mangelnde Affinität zu neuen Technologien (38%), geringe Lernbereitschaft (27%) und Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Altersgruppen (21%).

Stillstand bei den Gesprächen zwischen den USA und China

Ein Treffen hochrangiger Vertreter der USA und Chinas endete mit Kritik auf beiden Seiten. Noch vor dem Abschluss der Gespräche soll der chinesische Vizeaußenminister Xie Feng die Beziehungen zwischen den beiden Ländern als „verfahren“ bezeichnet haben. Es gebe ernste Probleme. Unter Präsident Joe Biden hatten die USA die Kritik an China wegen Menschenrechtsverstößen in der Region Xinjiang und in Hongkong verschärft. Peking hält dies hingegen für innere Angelegenheiten. Dennoch geht man davon aus, dass beide Länder ein erstes Treffen zwischen den Präsidenten Xi und Biden anstreben, vermutlich im Umfeld des G20-Treffens im Oktober.

Kurz gefasst

Der US-Senat stimmte dafür, ein parteiübergreifendes Infrastrukturpaket auf die Tagesordnung zu setzen. Damit kann die Debatte beginnen und es können Änderungsanträge gestellt werden. Für Verkehr, Breitbandinternet und Versorger sollen 550 Milliarden US-Dollar bereitgestellt werden.

Vom 4. Quartal 2019 bis zum 2. Quartal 2020 ist die US-Wirtschaft annualisiert um 19,2% geschrumpft. Die Regierungszahlen bestätigen, dass die Coronarezession der schlimmste Konjunktureinbruch aller Zeiten war.

Die noch junge Demokratie in Tunesien wird auf eine harte Probe gestellt. Präsident Kais Saied hat in der eskalierenden Coronakrise die Regierung entlassen und das Parlament suspendiert. Die Weltgesundheitsorganisation hält den Anstieg der Infektionszahlen in Tunesien für sehr besorgniserregend, zumal nur 7% der zehn Millionen Einwohner geimpft sind.

Die US-Seuchenschutzbehörde CDC änderte eine frühere Empfehlung und rät in Hochinzidenzgebieten jetzt auch vollständig Geimpften zum Tragen von Masken in geschlossenen Räumen. Die Delta-Variante sei so ansteckend wie Windpocken und könnte schwerere Symptome verursachen als der Wildtyp.

Niedrigvolatile ETFs verzeichnen jetzt 17 Monate in Folge Nettomittelabflüsse. Nach der enttäuschenden Performance beim Ausverkauf zu Beginn der Coronakrise haben Investoren dieses Jahr schon 14,6 Milliarden US-Dollar abgezogen, schreibt Bloomberg. Unterdessen verzeichneten internationale Aktienfonds letzte Woche 16,6 Milliarden US-Dollar Zuflüsse, so viel wie seit fünf Wochen nicht mehr.

Von April 2020 bis März 2021 sind die Verkäufe amerikanischer Häuser an Ausländer um 31% auf 107.000 gefallen, schreibt die National Association of Realtors. Das ist die niedrigste Zahl seit 2011. Auch der Umsatz war so gering wie seit 2011 nicht mehr. Hier lagen China, Kanada, Indien, Mexiko und Großbritannien vorn.

Weltweit wollen die Aufsichtsbehörden die ESG-Ratings für Unternehmen genauer unter die Lupe nehmen. Die Ratingagenturen sollen offiziell beaufsichtigt werden. Sie tragen dazu bei, dass Billionen Euro in nachhaltige Investmentfonds fließen.

In den USA wurden bei Börsengängen dieses Jahr bislang 89 Milliarden US-Dollar eingenommen, 232% mehr als in der ersten Jahreshälfte 2020, schreibt Renaissance Capital. Das sei ein neuer Rekord für die Zeit von Januar bis Juni. Vermutlich wird 2021 das Allzeithoch von 97 Milliarden US-Dollar aus dem Dotcom-Jahr 2000 übertroffen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat davor gewarnt, dass die Inflation vielleicht doch nicht vorübergehend ist, und die Notenbanken zu vorausschauenden Maßnahmen gedrängt. Der IWF blieb bei seiner Prognose von 6% Weltwirtschaftswachstum in diesem Jahr. Er hob seine Erwartungen für die USA und andere wohlhabende Länder an, senkte aber die Prognose für zahlreiche Entwicklungsländer, die mit steigenden Corona-Inzidenzen kämpfen.

Nach Angaben des Conference Board stieg das Verbrauchervertrauen in den USA im Juli auf ein 17-Monats-Hoch. Die Haushalte planen höhere Ausgaben, obwohl ihnen die steigende Inflation weiter Sorgen macht.

Gewinnmeldungen

Etwa die Hälfte der S&P-500-Unternehmen hat ihre Ergebnisse für das 2. Quartal 2021 vorgelegt. Sie übertreffen die Erwartungen, und auch die Prognosen für den Rest dieses Jahres und den Anfang 2022 werden weiter angehoben. Laut Refinitiv sind die Gewinne im Vorjahresvergleich um 86% gestiegen, so stark wie zuletzt im 4. Quartal 2009. Die Umsätze haben im 2. Quartal um 21% zugelegt, ebenfalls ein Rekord. Die Gewinne lagen um 18% über den Erwartungen, die sonst meist nur um 3% bis 5% übertroffen werden. Auch die Umsätze haben die Erwartungen übertroffen, um 4,6% und damit mehr als viermal so stark wie im Vergangenheitsdurchschnitt (1,1%). Viele Unternehmen berichteten zwar über deutlich höhere Rohstoff- und bisweilen auch Arbeitskosten, doch gelang es ihnen meist, sie an die ausgabefreudigen Verbraucher weiterzugeben. Die Gewinnmargen der S&P-500-Unternehmen waren im 1. Quartal mit 13% außerordentlich hoch. Im 2. Quartal lagen sie nur knapp darunter.



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Diese Informationen sowie Nennungen von Unternehmen und Einzelwerten dürfen nicht als Anlageberatung, Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Hinweis auf die Kauf- oder Verkaufs­absichten eines MFS-Produkts aufgefasst werden.

Die hier genannten Einzelwerte können, aber müssen nicht in MFS-Fonds enthalten sein. Eine vollständige Liste aller Einzelwerte von MFS-Portfolios finden Sie in deren aktuellen Jahres-, Halbjahres- oder Quartalsberichten. Vollständige Bestandsübersichten finden Sie auch in den Fondsübersichten im Abschnitt „Produkte“ auf mfs.com.

Die hier dargestellten Meinungen sind die von MFS und können sich jederzeit ändern. Prognosen sind keine Garantien.


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